|
Rundwanderung
11: Stille Winkel am Rande der Schuhstadt |
|
|
Route (15,5 km): Waldparkplatz Gründell - 1 Felsenpfad - 2 Wanderparkplatz An der Platte - 3 Waldhaus Starkenbrunnen - 4 Beckenhof - 5 Aussichtsfelsen auf dem Großen Arius - 6 Arius-Rundweg - 7 Nassfelsen - 8 Beckenhof - 9 Felsentor - 10 Wegspinne - 11 Luitpoldfelsen - 12 Gebrochene Felsen - 13 Schillerwand - Waldparkplatz Gründell Karte: Topographische Karte 1:25.000 Pirmasens |
|
|
Die Pirmasenser sind zwar durch den Einbruch ihrer Schuhindustrie arg gebeutelt, können sich aber in anderer Beziehung glücklich schätzen: Sie nehmen Bus oder Auto, fahren in wenigen Minuten zum Stadtrand, schnüren ihre Wanderstiefel und befinden sich wenig später mitten im schönsten Pfälzerwald. Wir tun es ihnen nach und starten unsere Tour am südöstlichen Stadtrand in der Nähe des sehenswerten Waldfriedhofs. Es erwarten uns Märchenwälder, vier stille Felspfade, ein weniger stilles Ausflugslokal, eine schön gelegene Pfälzerwaldvereinshütte und ein von der NATO wie ein Schweizer Käse durchlöcherter Berg mit Aussichtspunkt. Die Tour ist auch an Regentagen lohnend, es gibt genügend Gelegenheit zum Aufwärmen.
Auf dem Bergrücken erreichen wir einen breiten Weg, den wir gleich brauchen werden, zunächst aber zurückstellen, da wir noch einen ganz kurzen Abstecher zu einem schaurigen Platz namens Mordloch machen. Dazu überqueren wir den Weg und gehen einige Schritte einen Hohlweg hinunter. An einem Felsen zur Linken soll sich der Legende nach der Ausgang eines mehrere Kilometer langen Fluchtstollens der Burg Lemberg befunden haben. Hier soll es einst zu einem Verrat gekommen sein, infolgedessen die Flüchtenden am Stollenausgang erwartet und grausam hingemetzelt wurden.
Auf dem gleichen Weg laufen wir zurück bis zum Hammelsweiher und weiter bergauf zum beliebten ehemaligen Forsthaus Beckenhof (357 m), heute eine stark frequentierte Ausflugsgaststätte mit vielen Sitzplätzen im Freien. Von hier aus werden wir in einer weiten Runde um den Großen Arius (455 m) marschieren und wieder zum Beckenhof zurückkehren. Dass dieser langgestreckte Berg zu militärischen Zwecken komplett untertunnelt wurde, braucht uns nicht weiter zu beschäftigen. Als Wanderer berührt uns eher der Zustand des Bergrückens, der von den Weihnachtsstürmen im Jahr 1999 arg in Mitleidenschaft gezogen wurde; vor allem im Ostteil türmten sich meterhoch die umgestürzten Buchen. Am Parkplatz gehen wir rechts über eine Steintreppe in den Wald hinein. Ein großer Felsklotz erinnert an den Generalobersten Ludwig Beck, den Kopf des militärischen Widerstandes gegen Hitler, dessen Vorfahren den Beckenhof erbauten. Links vom Gedenkstein führt ein sehr steiler Pfad hinauf zum einzigen Aussichtspunkt dieser Tour, einem Felsen auf dem Großen Arius (438 m). Nach Osten absteigend treffen wir auf den nächsten Felsenpfad, den Arius-Rundweg, der uns zunächst an den Naßfelsen vorbeiführt. Auf der Nordseite des Arius geht er dann in einen Forstweg mit zahlreichen Windungen über. So kommen wir zum zweiten Mal zum Beckenhof mit seinem riesigen Biergarten. Rechts vom Hauptgebäude beginnt - etwas versteckt - der Weg zum treffend benannten Naturdenkmal Felsentor (410 m). Hier beginnt eine Passage mit etwas heikler Orientierung - ein Fehler und wir verpassen das schönste Teilstück unserer Tour. Also: Oberhalb des Felsentores geht es rechts weiter zu einem Wegedreieck, an dem wir uns links halten und auf einen breiten Weg kommen; dieser wird zugunsten eines nach rechts abwärts führenden Fußweges bald wieder verlassen. So gelangen wir zu einer Wegspinne, an der wieder rechts ein sehr leicht zu übersehender unscheinbarer Pfad abzweigt.
Variante
1: Variante
2: Benachbarte
Wanderungen: © www.wanderportal-pfalz.de 2005 - palzvisit Touristik-Service |
Ort: Pirmasens (379 m) Parken: Waldparkplatz Gründell (300 m, nicht als solcher beschildert; von der Bundesstraße 10 östlich von Pirmasens Ausfahrt "PS-Waldfriedhof", am Friedhof vorbei und nach etwa 600 m erste mögliche Abzweigung links, auf Asphaltsträßchen wieder nach links, Parkplatz etwa 200 m weiter am Ende des Sträßchens) Länge: 15,5 km Anstieg: 350 Höhenmeter Schweiß: Wenig Aussicht: Nett Abgeschiedenheit: Mittel Orientierung: Nicht ohne
Einkehr
am Wege:
Felsbesteigungen: Aussichtsfelsen am Westende des Großen Arius Burgen am Wege: Keine In
der näheren Umgebung: Regionale
Tourist-Infos: Tourismusgemeinden: Bilder zum Vergrößern anklicken! Gebrochener Felsen Das Felsentor |