Wanderportal starten  Home  Sitemap  Suche

Vorherige  Nächste  Druckversion  PDF-DRUCK

Rundwanderung 23: 
Am Großen Adelsberg

Aussichtsloge über Annweiler

Skizze Tour 23 (alt)

Sonnenaufgang am Adelsbeg und über Annweiler- gesehen vom Orensfels

Route (11 km): Gräfenhausen - 1 Holderquelle - 2 Krappenfels - 3 Theo-Leyendecker-Weg - 4 Großer Sommerfels - 5 Jungpfalz-Hütte - 6 Sattel - 7 Gräfenhausener Sommerfelsen - Gräfenhausen

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Annweiler

Eventuell Felssperrung Krappenfels beachten!


Unmittelbar gegenüber dem Trifels erhebt sich nördlich von Annweiler eine auffällige Bergpyramide, die nur Pfalzkennern bekannt ist: Der Große Adelsberg mit der vorgeschobenen Rampe des Kleinen Adelsberges (im Bild vom Orensfels). Der Hauptgipfel (567 m) bietet  keine Aussicht, weswegen wir ihn nur umrunden. Vom Nebengipfel dagegen haben wir einen hervorragenden Blick nach Süden. Als Startpunkt wählen wir das von Annweiler eingemeindete Dörfchen Gräfenhausen, welches am Ende eines stillen Seitentales der Queich liegt. Winters wirft das mächtige Adelsbergmassiv einen großen Schatten auf das Dörfchen. Seine Bewohner haben dennoch ein ausgeprägt sonniges Gemüt; dies mag daran liegen, dass dank weindurstiger Zisterziensermönche schon seit dem 12. Jahrhundert Spätburgunder im Tal angebaut wird.

Am Sportheim der Gräfenhausener Fußballer beginnen zwei markierte Wanderwege. Wir nehmen den linken, der mit „Holderquelle“ und „Krappenfels“ beschildert ist. Er führt zunächst am Semmerstälchen entlang und zweigt dann als Zickzackpfad vom bisherigen breiten und fast ebenen Weg ab. Durch Kastanienwald, dessen Boden offensichtlich ständig von Wildschweinen auf der Suche nach Essbarem durchpflügt wird, steigen wir steil hinauf zur Holderquelle.

Hier erreichen wir den langen Wanderweg von Annweiler zum Gasthaus Taubensuhl. Auf diesem gehen wir in Richtung Annweiler, also nach links, und wandern so ohne merkliche Höhenunterschiede an der Nordseite des Großen Adelsberges entlang. Ab und zu können wir zwischen den Kastanienbäumen hindurch die Ruinen Ramburg und Neu-Scharfeneck sowie den Orensberg ausmachen. Hinter einer großen Rechtskurve kommen wir zu einer Stelle, wo wir nach links auf einen Pfad hinunter zu unserem ersten Aussichtspunkt, dem Krappenfels, abzweigen. Vom dem bescheidenen Felsen schauen wir über Annweiler hinweg zu Hohenberg und Trifels, Föhrlenberg und Rehberg.

Wir steigen einige Meter zurück und wenden uns auf dem ersten breiten Waldweg (einem früheren Bürgermeister der Stadt Annweiler zu Ehren als Theo-Leyendecker-Weg benannt) nach links. Fast eben kommen wir so auf der Adelsberg-Südseite zu dem  Höhenrücken, der den Kleinen Adelsberg bildet.

Annweiler mit Hohenberg, Föhrlenberg und Trifels vom Großen SommerfelsAn einer Schutzhütte und einem Sendemast vorbei laufen wir noch 60 Meter weiter auf dem Bergkamm zu dem Aussichtspunkt Großer Sommerfels (460 m). Wir gehen mit der gebotenen Vorsicht bis zur vordersten Spitze des nicht gesicherten Felsmassivs. Tief unter uns liegt das Queichtal mit Annweiler. Der ansonsten großartige Platz hat leider einen Schönheitsfehler: Die Verkehrsgeräusche sind doch erheblich, obwohl die zur Ortsumgehung von Annweiler angelegten Tunnels für spürbare Verbesserung gesorgt haben. Das 180-Grad-Süd-Panorama vom Hohenberg bis zum Rindsberg jedoch ist überwältigend und die für den Bewuchs der pfälzischen Buntsandsteinfelsen typischen Bonsaikiefern zeigen sich nirgendwo eindrucksvoller.

Aussicht an der Jungpfalz-HütteZur Jungpfalz-Hütte (450 m) am Osthang des Adelsberges brauchen wir eine gute halbe Stunde. Zunächst geht es auf dem Bergrücken noch einmal zurück. Zweimal biegen wir an Weggabelungen nach links ab und kommen dann auf einem sehr schönen Heidekraut-und-Farn-Höhenweg zur Hütte.

Der weitere Weg nach Norden, ein Pfad, führt zu einer Weggabelung; links leicht absteigend erreichen wir einen Sattel zwischen Adelsberg und dem nördlich von Gräfenhausen gelegenen Kehrenkopf. Wir widerstehen der Versuchung, gleich nach Gräfenhausen abzusteigen, wie es die Markierung nahe legt. Stattdessen - denn es gibt noch ein Schmankerl! – behalten wir die Marschrichtung bei, nehmen die nächste Abzweigung nach rechts, laufen auf der Kehrenkopf-Ostflanke etwa eine Viertelstunde bergab und achten auf die erste Möglichkeit, nach links aufzusteigen.

Ein steiniger und wenig begangener Weg bringt uns dort steil und schnell auf einen Grat. Nach rechts führen Pfadspuren zu den Gräfenhausener Sommerfelsen. Der erste und höchste der Felsen kann auch von Nichtkletterern vorsichtig erkraxelt werden, der zweite ist lediglich ein Felsknubbel, der dritte ist von jedermann leicht zu ersteigen. Hier finden wir die Ruhe, die wir am Großen Sommerfels vermisst haben, schauen uns den Adelsberg einmal von Norden an und steigen dann unbedingt rechts herum zum Felsfuß ab, wo wir ein famoses und fast völlig unbekanntes Felsentor entdecken.

Wir gehen wieder hinauf, nehmen einen schräg rechts hinunterführenden Pfad und laufen dann auf breitem Weg nach rechts (!) bis zu einer Kurve, wo ein Pfad hinunter nach Gräfenhausen beginnt. Dieser kreuzt mehrere Wege und führt durch feuchten dschungelähnlichen Wald zum Gräfenhausener Sportplatz.


Variante: Ohne Gräfenhausener Sommerfelsen. Im Sattel hinter der Jungpfalz-Hütte nach rechts hinunter.

Benachbarte Wanderungen: 

Prädikatsweg Annweilerer Burgenweg (vom Krappenfels hinunter nach Annweiler und zum Ausgangspunkt am Kurpark)
Rundwanderung 29 Über den großen Almersberg (ab dem Sattel auf dem mit "Taubensuhl" beschilderten Weg in einer guten Stunde zum Almersberg-Schlussanstieg)

Rundwanderung 33 Von Eußertal zum Taubensuhl (nach dem Abstieg von den
Gräfenhausener Sommerfelsen in der Kurve nach links und auf markiertem Weg nach Eußerthal) 
Rundwanderung 34 Rauhberg, Rindsberg und Rothenberg (vom Sattel links hinunter nach Rinnthal und auf der anderen Seite des Tals zum Buchholzfelsen hinauf)
Stippvisite Felsen 22 Krappenfels (Anschluss am Felsen)


© www.wanderportal-pfalz.de 2005 - palzvisit Touristik-Service

Ort: Annweiler-Gräfenhausen 
(185 m)

Parken: Sportplatz (in Ortsmitte vor den beiden Kirchlein links ab)

Länge: 11 km

Anstieg: 310 Höhenmeter

Schweiß: Wenig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Jungpfalz-Hütte (Sa ab 11 Uhr, So bis 17 Uhr geöffnet, in den großen Ferien möglicherweise nur So) 
Homepage der Hütte

Felsbesteigungen: Krappenfels, Großer Sommerfels, Gräfenhausener Sommerfelsen

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Freischwimmbad Annweiler, 
Burg Trifels
,
Wild- und Wanderpark Silz  Deutsche Weinstraße
, Schuhmuseum Hauenstein

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland
Ferienregion Landau-Land
Südliche Weinstraße
Tourismusregion Hauenstein

Tourismusgemeinden:
Gräfenhausen
Annweiler
Eußerthal
Queichhambach
Rinnthal

Sonstiges:
Museum unterm Trifels
in Annweiler


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Rehberg und Asselstein vom Krappenfels

Rehberg und Asselstein vom Krappenfels

Großer Adelsberg vom Gräfenhausener Sommerfelsen

Adelsberg vom Gräfenhausener Sommerfelsen