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Rundwanderung 45: 
Auf den königlichen Rehberg

Zum ergiebigsten Aussichtsturm des Pfälzerwaldes

Skizze Große Rundwanderung 45

Vom Rehbergturm zum Trifels

Route (11 km): Waldrohrbach - 1 Kleiner Hahnstein - 2 Schutzhütte Hoher Markstein - 3 Wanderparkplatz Rehberg - 4 Rehbergbrunnen - 5 Rehberg mit Rehbergturm 575 m - 6 Wanderparkplatz Rehberg - 7 Klettererhütte - 8 Asselstein - 9 Karl-Rahn-Pfad - 10 Ebersberg-Wasgaublick - 11 Kaiserbachtal - Waldrohrbach 

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Annweiler


Wenn es im Pfälzerwald einen heiligen Berg gäbe, es müsste der Rehberg sein. Seine schlanke, klassische Form, die exponierte Lage gegenüber der Burg Trifels und der unvergleichliche Blick heben ihn aus der Konkurrenz heraus. Zudem ist er mit 577 Metern der höchste Gipfel im deutschen Teil des Wasgaus (sieben Meter höher ist der elsässische Grand Wintersberg). Die meisten Besucher des Rehberges fahren mit dem Auto die Trifelsstrasse hoch zur Klettererhütte am Asselstein und sind in einer Dreiviertelstunde oben. Wir dagegen halten es mit den Engländern und sagen: Ein Berg dieses Kalibers muss „by fair means“ bestiegen werden, also ab Bergfuß und aus eigener Kraft. Was am Ausgangspunkt Waldrohrbach heißt, dass uns bis auf den Rehbergturm 350 Höhenmeter und 60 Treppenstufen bevorstehen.

An der Kirche in Waldrohrbach beginnt ein markierter Weg, der nordwestwärts zur Wegspinne Hoher Markstein am Südhang des Rehberges hinauf führt. Nach einem herzhaften Aufstieg, der einen weiten Rechtsbogen beschreibt, zieht der Weg nur noch gering ansteigend nach Norden. Hier erhebt sich rechterhand eine Kuppe mit einem Felsmassiv, dem Kleinen Hahnstein. Diese umrunden wir in einem weiten Linksbogen, indem wir den Hauptweg zugunsten eines schönen Pfades nach rechts verlassen (Felsliebhaber gehen hinauf bis zum Hahnstein).

An der Schutzhütte Hoher Markstein (390 m) folgen wir nicht dem Schild „Klettererhütte“ nach rechts, sondern nehmen den mittleren der nach links führenden Wege, der uns fast eben, aber abwechslungsarm zum Wanderparkplatz Rehberg (361 m) an der Trifelsstrasse bringt. Hier beginnt der etwa halbstündige Schlussanstieg durch die Nordwestflanke des Rehberges. Dafür nehmen wir den steilsten in Frage kommenden Weg, einen Pfad, der durch schönen Mischwald und entlang einiger Felsen zunächst zum Rehbergbrunnen führt.

Rehbergturm Von hier aus führt ein Pfad und zuletzt ein breiterer Weg auf den Rehberg-Gipfel (577 m), wo wir zunächst den Rehbergfelsen passieren und dann den 1862 aus heimischem Buntsandstein erbauten Aussichtsturm ersteigen. Der Blick ist nach allen Seiten hin atemberaubend: Trifels-Anebos-Münz in unmittelbarer Nähe über Annweiler, im Westen und Süden der gesamte Wasgau bis ins Elsass hinein, im Norden der zentrale Pfälzerwald und im Osten die Rheinebene. Bei guter Fernsicht grüßen zudem Odenwald und Schwarzwald.

Hinunter bleiben wir kurz auf dem Anstiegsweg, zweigen allerdings nicht zum Rehbergbrunnen ab, sondern folgen dem breiteren Weg. So kommen wir auf die Südseite des Rehberges, auf der wir in einem weiten Rechtsbogen zurück zum Wanderparkplatz Rehberg gelangen.

Asslestein von NordwestenDort überqueren wir die Trifelsstrasse, rasten eventuell in der nahegelegenen Klettererhütte und steigen dann schnell hinauf zum Asselstein (400 m). Dieses freistehende mächtige Felsenschiff mit seinen fast 60 Meter hohen Wänden ist zusammen mit dem Dahner Jungfernsprung die beeindruckendste Felsgestalt des Wasgaus. Schon 1860 gelang die erste Besteigung - allerdings mit etwas unfeinen Mitteln (neben Leitern, Drahtseilen und Haken kam auch ein an den Fels angelehnter Baumstamm zum Einsatz). In den letzten Jahren ist der Fels aus Vogelschutzgründen im Frühjahr und Sommer für den Klettersport meist gesperrt.

Gehen wir also hart an der Südwand entlang, bestaunen die Kamine, Risse und Überhänge des Felskolosses und laufen dann westwärts hinunter zur Trifelsstrasse. Auf der anderen Straßenseite beginnt der markierte Karl-Rahn-Pfad, der sich zunächst nord-, dann westseitig um den Ebersberg herumwindet und kontinuierlich ansteigend zum Aussichtspunkt Wasgaublick (430 m) führt. Rechts, also westwärts, geht ein Weg hinunter zur Strasse zwischen Annweiler und Waldrohrbach. Hier verlassen wir den Wald, überqueren die Strasse und gehen durch offenes Gelände auf beschildertem Weg ins Kaiserbachtal und zurück nach Waldrohrbach.


Variante 1: 
Für Sportler: Brutalaufstieg zum Rehberg. Ab Schutzhütte etwa 100 m nach links, dann weglos in direkter Linie zu Gipfel.

Variante 2: 
Ohne Ebersberg. Vom Wanderparkplatz an der Trifelsstraße hinunter nach Waldrohrbach.

Benachbarte Wanderungen: 
Prädikatsweg Annweilerer Burgenweg (vom
(vom Rehberg zum Anschluss am Wanderparkplatz Windhof an der Trifelsstraße)
Rundwanderung 28 Hohe Tanne, Landeck, Martinsturm (von Waldrohrbach hinauf Richtung Gossersweiler-Stein, Rundwanderung 28 dann in umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 34 Rauhberg,
Rindsberg und Rothenberg (vom Ebersberg nach Wernersberg und hinauf zum Wachtfelsen oder gleich zur Kaisermühle)
Rundwanderung 38 Madenburg und Slevogthof (vom Rehberg zum Wanderparkplatz Windhof an der Trifelsstraße)
Rundwanderung 41 Hohenberg und Trifels (vom Rehberg zum Wanderparkplatz Windhof an der Trifelsstraße und weiter zum Wanderparkplatz Ahlmühle)
Rundweg 24 Von der Trifelsstraße zur Burgruine Neukastell (Start am Wanderparkplatz Ahlmühle, 1,5 km vom Rehberg)
Stippvisite Felsen 38 Asselstein (Start eine halbe Stunde vom Wanderparkplatz Ahlmühle)

Stippvisite Turm 2 Rehbergturm (Start am Wanderparkplatz Rehberg)


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Ort: Waldrohrbach (235 m)

Parken: Ortsmitte bei der Kirche 

Länge: 11 km

Anstieg: 440 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Mittel 

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Klettererhütte am Asselstein 

Turmbesteigung: Rehbergturm

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Freischwimmbad Annweiler,
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße,
Burg Trifels,
Bad Bergzabern (Kurpark,
Südpfalz-Therme)

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland

Ferienregion Landau-Land
Südliche Weinstraße

Tourismusgemeinden:
Waldrohrbach
Waldhambach
Annweiler
Völkersweiler
Gossersweiler-Stein
Silz

Sonstiges:
Museum unterm Trifels Annweiler


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Wasgau mit Gossersweiler und Völkersweiler vom Rehbergturm

Wasgau vom Rehbergturm

Asselstein von der Trifelsstraße

Asselstein