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Rundwanderung 6:
Rund um den Reinigshof

Der schönste Talkessel des Wasgaus

Skizze Große Rundwanderung 6

Dürrensteine vom Reinigshof

Route (16,5 km): Bruchweiler - 1 Feldwirtschaftsweg - 2 Dörrntalberg - 3 Wegspinne - 4 Napoleonsfels - 5 Bruchweiler Hütte - 6 Reinigshof - 7 Quelle - 8 Alpenvereinshütte  - 9 Rauhbergfelsen - 10 Retschelfelsen - Bruchweiler

Karte: Topographische Karte 1:25000 Dahn


Im Südwesten des Dahner Felsenlandes befindet sich in einem von Felsen umrahmten großartigen Talkessel ein besonderes Idyll: Der Reinigshof, ein einsam gelegenes Gehöft, das sich seit Jahren zum Leidwesen der alteingesessenen Dörfler in der Hand alternativer Aussteiger-Bauern befindet (was der Schönheit dieser Kulisse keinen Abbruch tut). Der Kessel wird im Norden durch den mächtigen Großen und Kleinen Eyberg dominiert, im Osten ziehen die imposanten Dürrensteine den Blick auf sich, während im Westen der markante Turm des Napoleonsfelsens regiert.

Wir gehen die Bergstraße hoch und nehmen zu Beginn Asphalt und Waschbeton unter den Füßen in Kauf, denn der von Bruchweiler zum Fuß des Dörrntalberges ziehende Feldwirtschaftsweg bietet eine exzellente Aussicht in den umgebenden Wasgau. Am Waldrand angekommen nehmen wir den schmaleren in Frage kommenden Weg. Dieser führt durch einen Schließeck genannten Berghang entschlossen aufwärts und zielt letztlich hinüber nach Fischbach. Wir allerdings verlassen den Weg, sobald der steile Anstieg zum Dörrntalberg (441 m) den Bergkamm erreicht, zugunsten eines nach rechts abwärts abzweigenden Pfades, der uns über das Heideneck zur Wegspinne zwischen Östlichem und Westlichem Schäckersloch bringt (Punkt 331,4 auf der Karte). 

Ab hier können wir uns der Markierung zum Napoleonsfels anvertrauen. Ein langer, auf mittlerer Höhe verlaufender Forstweg mit zahlreichen Windungen bringt uns zu diesem markanten Felsturm. Ob der Napoleonsfels (340 m) seinen Namen von einem ehedem dort lagernden Soldatentrupp des Korsen hat oder davon, dass er dem Profil des Eroberers ähnelt, ist umstritten. 

Bruchweiler Hütte am SchmalsteinWenn wir einige Meter zur Wegspinne vor dem Napoleonsfelsen zurücksteigen, finden wir einen links steil abwärts führenden Pfad. Diesen nehmen wir (nicht den markierten!), halten uns im Talgrund gleich links und kommen so zur malerisch an einer Waldwiese gelegenen Bruchweiler Hütte des Pfälzerwaldvereins (Quelle testen!).

Von hier aus schlendern wir an Fischweihern vorbei talabwärts und stoßen dann auf das nach links zum Reinigshof, einem traumhaft gelegenen Gehöft, führende Sträßchen. Das Tal mit dem Postkartenmotiv der Dürrensteine ist so schön, dass wir zehn Minuten Asphalt in Kauf nehmen. Etwa 30 Meter hinter dem Reinigshof (237 m) biegen wir an einem Gemarkungsstein nach rechts in einen unscheinbaren Wiesenpfad ein, passieren im Talgrund eine Quelle und ein Ferienhäuschen und laufen dann, den Reinigshof fast umrundend, auf der linken Talseite unterhalb der Dürrensteine (Bild oben) wieder talauswärts. Nach einer Viertelstunde zweigt, kurz nachdem ein Fahrweg das Tal quert, unser Pfad im 90-Grad-Winkel nach links zum Rauhberg ab (nicht beschildert). 

Aufstieg zur Kaiserslauterer Hütte des Alpenvereins Durch einen Hohlweg kommen wir zu einem breiten Weg, dem wir einige hundert Meter nach links folgen, um dann rechts auf den zwar steilen, aber sehr romantischen Bergpfad abzuzweigen, der zur unbewirtschafteten Alpenvereinshütte der Sektion Kaiserslautern auf dem Rauhberg (332 m) führt. Wenige Meter oberhalb der Hütte befindet sich auf einem Felsplateau einer der schönsten Rastplätze der Region.

Wer es lieber gemütlich ausklingen lassen möchte, geht den Aufstiegspfad zurück und nimmt den Forstweg bis Bruchweiler. Wer kleine Abenteuer liebt, sucht sich entlang der Rauhbergfelsen anhand einiger schwach ausgeprägter Pfadspuren einen Weg über den Gipfelkamm des Rauhberges nach Osten. Die Mühe lohnt! Er wird auf einen geschotterten Weg treffen, dem er nach rechts am Wollmersberg mit den Retschelfelsen vorbei bis ins Dorf folgt.


Variante 1:  
Ohne Rauhberg. Ab Reinigshof-Quelle durchs Tal direkt nach Bruchweiler.

Variante 2: 
Ohne Dörrntalberg. Am Ende des Feldwirtschaftsweges rechts ab zur Bruchweiler Hütte, dann zum Napoleonsfelsen und direkt hinunter zum Reinigshof.

Benachbarte Wanderungen: 
Rundwanderung 4 Storrbachtal, Hohle Felsen und Eyberg (ab Reinigshof zum Großen Eyberg und von dort zur Dahner Hütte)
Rundwanderung 7 Heidenberg, Jüngstberg und Drachenfels (von Bruchweiler auf den Jüngstberg, dann auf den Heidenberg)
Rundwanderung 16 Von Fischbach zum Großen Eyberg (vom Reinigshof westwärts hinauf zur Wegspinne Am Hundel)


Landhaus FelsengartenPartner dieser Tour:

Landhaus Felsengarten
Gartenstraße 78
76891 Bruchweiler-Bärenbach
Telefon: 06394-1661
Web: www.gaestehaus-felsengarten.de


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Ort: Bruchweiler (195 m)

Parken: Bergstraße (von Dahn kommend in Bruchweiler nach rechts über die Bahngleise, zweite rechts, erste steil nach links empor führende Straße, dort möglichst am Beginn parken)

Länge: 16,5 km

Anstieg: 370 Höhenmeter

Schweiß: Oh ja

Aussicht: Klasse

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Bruchweiler PWV-Hütte
(Öffnungszeiten)

Felsbesteigungen: Rauhberg-Gipfelfels

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Felslandbad Dahn
Badeweiher Saarbacher Hammer bei Fischbach, Schöntalweiher bei Ludwigswinkel, Seehof bei Erlenbach,
Teufelstisch und Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Wild- und Wanderpark Silz, Erzbergwerk Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burgruine Altdahn,
Burg Berwartstein

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Dahn
Bruchweiler
Bundenthal
Rumbach

Sonstiges:
Kaiserslauterer DAV-Hütte
Ludwigshafener DAV-Hütte am Reinigshof


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Napoleonsfels

Napoleonsfels

Vom Reinigshoftal bei Bruchweiler zum Jüngstberg

Blick zum Jüngstberg