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Rundwanderung 32: Schänzel, Kesselberg und Frankenfels

Hoch über dem Modenbachtal

Route (16 km): Wanderparkplatz im Modenbachtal - 1 Forsthaus Heldenstein - 2 Schänzelturm - 3 Wegspinne Benderplatz - 4 Großer Kesselberg - 5 Jagdhütte am Schenkenbrunnen - 6 Frankenfels - 7 Amicitia-Hütte - Wanderparkplatz im Modenbachtal

Karten 1:25.000: "Oberhaardt von Neustadt a.d.W.", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-402-8) oder "Edenkoben, Landau & Neustadt", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-90-4)


Nördlich des schönen Modenbachtals, nahe den Winzerdörfern Weyher und Burrweiler, liegt ein wegen seiner blutigen Geschichte und eines Aussichtturmes  vielbesuchter Berg, das Schänzel. Dessen Besuch kombinieren wir mit zwei erheblich seltener aufgesuchten Plätzen, dem Großen Kesselberg - dem zweithöchsten Gipfel des Pfälzerwaldes - und dem ihm vorgelagerte Frankenberg. Diese drei gegensätzlichen  Gipfel verbinden wir mit teilweise pfadfinderischem Geschick zu einer anspruchsvollen Tour.

Am Wanderparkplatz beginnt linkerhand ein Weg entlang des Modenbachtals zum hochgelegenen Forsthaus Heldenstein. Wir bevorzugen allerdings eine schneller in die Höhe führende und deshalb aussichtsreichere Route, die sich am Südhang des Steigerkopfes mit dem Schänzelturm empor windet. Dafür folgen wir für etwa zehn Minuten der Markierung [Gelb-Weißer Balken], laufen dabei im Wald vorbei an einigen Gemarkungssteinen und zweigen dann halbrechts aufwärts vom Hauptweg ab. Auf einem breiten, wenig abwechslungsreichen Weg geht es nun entschieden bergauf; alle Abzweigungen werden ignoriert. Sobald der Weg abflacht, befinden wir uns auf einem typischen Haardt-Höhenweg: Heidekraut und Heidelbeersträucher säumen den Wegrand, dann und wann sehen wir durch lichte Kiefernbestände hinüber ins Trifelsland.

Am bewirtschafteten Forsthaus Heldenstein (460 m), einem strengen Buntsandsteinbau mit angenehmer Terrasse und großem Parkplatz, machen wir Zwischenstation. Der weitere Aufstieg zum Schänzelturm (617 m) ist gut markiert [Grün-Weißer Balken, bis Wegspinne Benderplatz] und verläuft auf historischem Boden: Hier fanden bei den Koalitionskriegen1794/95 entscheidende Stellungskämpfe zwischen Frankreich und den Alliierten Österreich und Preußen statt. Zwei Gedenksteine erinnern in der militaristischen Sprache ihrer Epoche  daran. 

Der Forst hat 2009 rund um den Turm eine große Fläche freigeschlagen, sodass wir eine umfassende Rundschau genießen können. Durch dichten Tannenwald mit Schwarzwald-Atmosphäre steigen wir dann nach Süden zur großen Wegspinne Benderplatz (552 m) ab. Dort finden wir halblinks einen breiten Weg zum Kesselberg [Schild "Kesselberg"]. Immer auf der Nordseite des langestreckten Berges geht es moderat empor, bis rechts ein etwas versteckter Gipfelpfad abzweigt.

Der Große Kesselberg (672 m), zweithöchster Gipfel des Pfälzerwaldes (der höchste ist die nur einen Meter höhere Kalmit bei Neustadt), bietet überraschenderweise kaum Aussicht. Auf dem Gipfelplateau findet man allerdings die auch in der Karte verzeichneten Gletschermühlen: Auswaschungen im Fels, die als Zeugen früherer Vergletscherung gedeutet werden.

Wir laufen einige Meter zurück und finden dann auf den Dr.-Sprater-Pfad, der uns schön und mit gelegentlichem Fernblick nach Süden zu einem brettebenen Weg hinunterbringt, welcher die Verbindung zwischen den Wegspinnen Benderplatz und Kohlplatz herstellt [Blau-Gelber Balken]. Wir gehen rechts, also Richtung Benderplatz, und stoßen dann auf einen von links heraufziehenden breiten Forstweg, dem wir nach links abwärts folgen.

Kurz darauf gelangen wir zur einfachen Jagdhütte am Schenkenbrunnen, an der wir weglos etwa 50 m steil und direkt hinuntersteigen. Nur so können wir den Höhenweg erwischen, der zuerst südwärts, dann nordwärts am Frankenberg entlang führt. Wir folgen dem Höhenweg also nach links und genießen auf dem Weg zum Frankenfels immer wieder Ausblicke: Tief unten im Tal der Modenbacherhof, darüber die Burgruinen Meistersel und Ramburg, weiter hinten Trifels, Asselstein, Großer Adelsberg.

Nach etwa einer halben Stunde wendet sich der Weg scharf nach links - wir befinden uns direkt unterhalb des Frankenfelsens und kraxeln über eine steile Pfadspur empor (wer diese scheut, findet 150 m weiter einen gangbareren Pfad). Der Frankenfels (545 m), auch als Frankenburg bezeichnet, hat mit sonstigen Pfälzer Burgruinen wenig gemein. Die Betonung liegt ganz auf Ruine: Bescheidene Mauerrestchen, weit verstreutes Baumaterial, einige in den Fels gehauene Treppenstufen und eine glatt zugehauene Wand lassen Vergangenes allenfalls erahnen. Vielleicht liegt gerade darin die Magie dieses offenkundig selten besuchten Platzes.

Auf der Nordseite nehmen wir Pfadspuren, um wieder auf den Höhenweg zu gelangen, den wir bald darauf zugunsten eines rechts abwärts führenden, halb verfallenen Weges verlassen. Ein Forstweg wird überquert und wir stolpern über zahllose vom Frankenfelsen herabgerollte Steine weiter talwärts, halten uns dann links und gelangen über einen markierten Pfad zur bewirtschafteten Amicitia-Hütte. Auf dem abschließenden Talweg blicken wir mit ein wenig Stolz zum sich aufsteilenden Kesselberg zurück.


Variante: 
Ohne
Frankenfelsen. Ab Kesselberg zur Wegspinne Kohlplatz östlich des Berges und direkt hinunter ins Modenbachtal.

Benachbarte Waderungen:
Premiumweg Pfälzer Hüttentour (vom
Wanderparkplatz im Modenbachtal in 20 min südwärts bergauf zum Anschluss an der Wegspinne Dreimärker)
Rundwanderung 31 Drei-Burgen-Wanderung (vom Modenbachtal zum Wanderparkplatz Drei Buchen oder vom  Forsthaus Heldenstein zur Ruine Meistersel)

Rundwanderung 42
Teufelsberg und Trifelsblickhütte
(vom Modenbachtal zum Anschluss an der Wegspinne Dreimärker)
Stippvisite Turm 8 Schänzelturm (Start am Forsthaus Heldenstein)


© www.wanderportal-pfalz.de 2005 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im September 2015

Ort: Ramberg, Weyher oder Burrweiler

Parken: Wanderparkplatz im Modenbachtal (292 m, von Weyher oder Burrweiler kommend Richtung Ramberg, am Beginn der Steigung nach rechts, Nähe Amicitiahütte und Nellohütte)

Länge: 16 km

Anstieg: 540 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Anspruchsvoll


Einkehr am Wege:
Forsthaus Heldenstein, Amicitiahütte des Vereins Amicitia Landau

Turmbesteigung: Schänzelturm

Burgen am Wege: Frankenfelsen (Frankenburg)


In der näheren Umgebung:
Deutsche Weinstraße,
Hambacher Schloss, Rietburg,
Rietburgbahn-Sessellift, Burg Trifels

Regionale Tourist-Infos:
Südliche Weinstraße
Ferienregion Edenkoben
Trifelsland

Tourismusgemeinden:
Weyher
Burrweiler
Gleisweiler
Frankweiler
Ramberg
Dernbach

Sonstiges:
Schlachten am Schänzel


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Gletschermühlen auf dem Kesselberg

  
 

 Anzeigen:

In der Umgebung der Tour:

In der Umgebung der Tour:

Zum Goldenen Lamm

Hotel-Gasthof-Pension in Ramberg

Hotel Haus Dernbachtal/
Restaurant Schneider

Genießertage im Trifelsland

In der Umgebung der Tour:

Hotel und Restaurant Gutshof Ziegelhütte

Moderne Gastlichkeit an der Deutschen Weinstraße