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Wie legt man Touren an? Die gängigen Krücken heißen „Von Hütte zu Hütte“
oder „Von Burg zu Burg“, auch „Von Adorf nach Bedorf“ oder auch
„Über den Soundsoberg ins Dingstal“. Kaum genutzt dagegen wird das
Prinzip des Stabreim-Wanderns, nach dem Punkte mit gleichem Anfangslaut
verbunden werden. Albern? Freilich! Hier also eine Stabreim-Tour in der
Südpfalz: Rauhberg, Rindsberg und Rothenberg heißen die Hauptachsen. Alle
drei bieten abwechslungsreiche Wege und beeindruckende Aussichtsfelsen.
Aufbruch vor 9 Uhr ist empfehlenswert: So erreicht man um die Mittagszeit die
Fleischtöpfe vom Wernersberg.
 Als
Einstieg nehmen wir das knapp vor dem Parkplatz beginnende
Wirtschaftssträßchen nach Spirkelbach [Roter
Punkt]. Nach kurzem Aufstieg biegen wir
scharf rechts in einen Forstweg ein, die
alte „Heerstraße“ [ohne Farbmarkierung]. Bald zweigt links ein mit "Rauhberg"
beschilderter sehr interessanter Pfad ab, auf dem wir unmittelbar am Felsfuß des
imposanten und natürlich von Kletterern hochgeschätzten
Spirkelbacher Rauhfelsens hinauf steigen (die genaue Bezeichnung macht
Sinn, denn Rauhfelsen gibt es im Wasgau zuhauf). Eine sehr schöne Querung
bringt uns auf den ungesicherten Rauhfelspfeiler. Schwindelfreie gehen
bis zur exponierten Felsspitze weiter und haben dort ein
instruktives Wasgaupanorama vor sich. In
wenigen Minuten erreichen wir dann den Gipfel des Kleinen Rauhberges
(370 m).
 Dort arbeiten wir uns
auf einer schmalen Pfadspur gebückt
unter den Gipfelfelsen hindurch auf das
Hauptmassiv des Rauhfels, wo sich aufs Neue ein ergiebiges Panorama
auftut.
Beim
Abstieg lässt sich ein kurzer Abstecher zum zwar charaktervollen,
aber wenig Aussicht
bietenden Krappenfels einflechten. Vom Rauhberg nehmen wir dann den nach Südosten hinunterführenden Pfad
nach Spirkelbach (239 m).
Im
Ort passieren wir die Kirche, machen uns an einer Wandertafel über
den Weiterweg schlau und biegen also links ab in das Richtung Wilgartswiesen
führende Tal [Roter
Punkt, bis Buchholzfelsen]. Am Ende der recht putzigen Häuschen zweigt rechts
ein Pfad auf den Rindsberg ab. Durch schönen Mischwald steigen wir stetig
bergauf, bis es auf dem Bergrücken auf breitem Weg zur Wegspinne Alte
Sötern (313 m) geht.
 Dort
behalten wir die eingeschlagene Richtung
bei und laufen auf einem für die
Gegend typischen, von Heidekraut gesäumten Kammweg über den Rindsberg. Ein auf der Karte verzeichneter Aussichtspunkt ist
mittlerweile zugewachsen; das ist leicht zu verschmerzen, denn kurz darauf
kommen wir zu einem markanten Tischfelsen, dem Wackelstein
(437 m). Er ist in der Karte als „Felsentisch“ verzeichnet
und gibt einen vorzüglichen und aussichtsreichen Rastplatz ab.
Immer
weiter auf dem Kamm gelangen wir am östlichen Ende des Rindsberges auf
den gewaltigen Buchholzfelsen
(385 m). Dort genießen wir
den Blick hinüber zu Trifels, Anebos und Münz; das weniger attraktive Industriegelände
unter uns können lässt sich da locker verschmerzen.
Für
den Abstieg gehen wir 100 Schritte zurück; zwischen zwei Felsen finden
wir ein mit zahlreichen Treppen versehenes Pfädchen, das zunächst unter der bedrohlich
überhängenden
Buchholzfelsen-Nordwand entlang und dann nach rechts um den Felsen
herumführt
[Schwarze Nordic-Walking-Markierung
2 und 3].
Auf halber Hanghöhe folgen wir weiter dem Pfad und stoßen dann auf
einen Weg, der links hinunter ins Rimbachtal führt. Hier überqueren
wir die Straße und gehen entlang der Umzäunung des ausgedehnten
Industriegeländes auf die andere Talseite.
Rechtshaltend wandern wir jetzt durch die Wiesen- und Schilfauen des Rimbachtales zur idyllisch
gelegenen
Kaisermühle (199
m) [Nordic-Walking-Markierung 3].
Hier überqueren wir nicht die Straße, sondern nehmen links einen Pfad
[Rundwegmarkierung 30/31]. Der führt durchaus schweißtreibend durch die Westflanke des
Rothenberges hinauf zum Wachtfelsen
(386 m) über
den Dächern von Wernersberg, einem der schönsten Aussichtspunkte der
Südpfalz.
Nach
ausgedehnter Rast steigen wir noch etwas höher hinauf. So stoßen wir auf
einen Forstweg, dem wir rechtshaltend etwa 100 m folgen, um dann auf einem
unscheinbaren Pfädchen rechts hinunter nach Wernersberg (278 m)
abzusteigen.
Auf
der wenig befahrenen Durchgangsstraße
durchqueren wir das beschauliche
Dörfchen nach Westen Richtung Spirkelbach. Am
Ortsschild zweigt ein Feldweg ab, der uns - immer rechtshaltend - durch Wiesengelände und ein
Wäldchen abermals zur Kaisermühle
bringt.
Kurz vor den Gebäuden überqueren wir die Straße und laufen auf der bereits
vom Herweg bekannten Nordic-Walking-Strecke etwa 100 m talabwärts und zweigen dann
nach links ab, wo ein gut sichtbares Brückchen den Rimbach überquert. Nach
Überqueren der Straße finden wir gleich die Beschilderung nach Spirkelbach.
Zunächst führt ein Pfad hinauf zu einem markanten Grenzstein, dann ein
unspektakulärer Forstweg auf der Nordseite des Höllenberges nach Spirkelbach.
Durch
das schmucke Dorf gehen wir bis zum Beginn der Straße, auf der wir beim
Herweg vom Rauhfels gekommen waren. Dort halten wir uns allerdings
jetzt nicht nach rechts aufwärts, sondern wandern in der eingeschlagenen
Richtung weiter. Die Wohnstraße geht in einen Fußweg über, der am Südfuß des Rauhberges entlang zieht. Nach Passieren eines Wäldchens
stoßen wir auf offenes Gelände, wo wir uns zunächst am Waldrand halten und
dann auf einem schmalen Pfad geradeaus in ein Tälchen hinunter laufen, das
nach rechts direkt zum Parkplatz führt.
P.S.
Die kleine Stabreim-Tour
(Rundwanderung 39) befindet sich
unmittelbar in der
Nachbarschaft dieser Wanderung.
Variante
1:
Ohne Rauhberg.
Start in Ortsmitte Spirkelbach.
Variante
2:
Ohne Wachtfelsen und Wernersberg. Etwa 100 m vor der Kaisermühle über ein
Brückchen zur anderen Talseite und auf markiertem Steig zurück nach
Spirkelbach.
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung 39 Über Heischberg und Höllenberg
(Anschluss an der Kaisermühle)
Rundwanderung 43 Auf Umwegen zum Annweiler Forsthaus (ab
Ausgangspunkt oder von Spirkelbach nach Wilgartswiesen)
Stippvisite Felsen 8
Rauhfels (am Weg)
Stippvisite Felsen 9
Wachtfels (am Weg)
Stippvisite Felsen 21
Buchholzfels (am Weg)
Stippvisite Felsen 40 Luger Friedrich
(Start in Spirkelbach)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im April 2012
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Ort:
Hauenstein
(230 m)
oder Wilgartswiesen (210 m)
Parken:
Links vom Sträßchen zwischen Wilgartswiesen und Hauenstein an der Abzweigung
eines kleinen asphaltierten Wirtschaftsweges (am westlichen Ortsrand von
Wilgartswiesen nach Hauenstein abzweigen und etwa 600 m bis kurz vor großer Rechtskurve)
Länge:
18,5 km
Anstieg: 650
Höhenmeter
Schweiß:
Happig
Aussicht:
Grandios
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Nicht ohne

Einkehr
am Wege:
Gasthäuser
in Wernersberg
Felsbesteigungen:
Rauhfels, Buchholzfelsen, Wachtfelsen
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Wasgaufreibad Hauenstein,
Freischwimmbad Annweiler,
Wild-
und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße,
Schuhmuseum
Hauenstein,
Teufelstisch
mit Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Burg
Trifels,
Burg
Berwartstein,
Burgruine
Altdahn
Regionale
Tourist-Infos:
Trifelsland
Tourismusregion
Hauenstein
Tourismusgemeinden:
Wilgartswiesen
Hauenstein
Spirkelbach
Sarnstall
Annweiler
Wernersberg
Lug
Gossersweiler-Stein
Völkersweiler
Schwanheim
Rinnthal
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Vom
Buchholzfelsen zum Rehberg

Auf
dem Wachtfelsen
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