Die Pfalz

Gliederung

Von der Burgruine Neukastell über Rheinebene und PfälzerwaldDie Vorderpfalz, die Ebene zwischen dem Rhein und der Haardt, dem östlichen Gebirgszug des Pfälzerwaldes, ist äußerst sonnig und fruchtbar, sodass hier die von den Römern hierher gebrachten Weinreben und Esskastanien bestens gedeihen.

Die Hinterpfalz dagegen ist klimatisch rauer und umfasst das Waldgebirge des Pfälzerwaldes und das an das Saarland angrenzende Ackerland des Westrich.

Die Nordpfalz ist weitgehend Bauernland; große Bergmassive wie der Donnersberg und der Potzberg überragen die sanfte Hügellandschaft.

Karte der Pfalz

Geschichte

Wie viele Völker glauben auch die Pfälzer fest daran, dass ihr  Land einmal das Paradies gewesen sei. Und nicht nur das: Auch die Weltachse verläuft - glaubt man dem Mundartdichter Paul Münch - durch den Pfälzerwald (mehr...).

Zur nachprüfbaren Geschichte: Ein typisches mitteleuropäisches Völkersammelsurium (Kelten, Römer, Franken ...) und die großen Herrschergeschlechter des Mittelalters (Karolinger, Salier, Staufer,  Wittelsbacher ...) haben hier ihre Spuren hinterlassen. Der dreißigjährige Krieg wütete in der ganzen Pfalz mit großer Wucht; nach dem Krieg war die Bevölkerung auf ein Zehntel ausgedünnt. Einwanderer aus dem Allgäu, aus der Schweiz und aus Tirol sowie französische Hugenotten trugen wesentlich zum Wiederaufbau bei.

Die jüngere Geschichte ist geprägt durch häufigen Wechsel der Besitzverhältnisse: Pfälzer Kurfürsten, die  Herzöge von Zweibrücken und die Geistlichkeit des Hochstifts Speyer teilten die Pfalz unter sich auf. Infolge der französischen Revolutionskriege fiel die heutige Pfalz an Frankreich. Nach den Befreiungskriegen kam die Pfalz zum bayrischen Königreich. Heute ist sie - widerspruchslos - Teil des nach dem Zweiten Weltkrieg  neu gebildeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Die Pfälzer waren 1832 entscheidend am Hambacher Fest auf dem Hambacher Schloß bei Neustadt und 1848 an der Paulskirchen-Revolution  beteiligt, weswegen die Pfalz rückblickend als ein Zentrum der deutschen Demokratiebewegung gilt - die Zeitgenossen allerdings waren zeitweise erheblichen Repressalien des Obrigkeitsstaates ausgesetzt.

Küche

Die Pfälzer Küche ist vorwiegend nahrhaft-deftig. Typisch sind   Leberknödel, Bratwürste und der in seiner tatsächlichen Verbreitung stark überschätzte Saumagen, dazu Sauerkraut und Bratkartoffeln. Beliebt sind auch eigenwillige Kombinationen wie Kartoffelsuppe mit Dampfnudeln oder mit Zwetschgenkuchen.

Dazu gehört ein heimischer Wein, wobei dieser bevorzugt aus Schoppengläsern getrunken wird.


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