Pfalz-Wandertipp: Rundwanderung bei Dahn, 19 km                                           STARTSEITE

Die Dahner Felsen- und Burgenrunde

Höhepunkte im Stakkato

Skizze Große Rundwanderung 50

Burgruine Altdahn

Route: Dahn - 1 Bubenfelsen - 2 Höhenweg Gerstberger Kopf - 3 Römerfelsen - 4 Wegspinne - 5 Lachberg mit Kuckucksfelsen - 6 Jungfernsprung - 7 Wanderparkplatz zwischen Dahn und Erfweiler - 8 Burgruine Altdahn - 9 Burgenparkplatz - 10 Haferfels - 11 Hochstein - 12 Ehrenfriedhof - 13 Dahn - 14 Wachtfelsen - 15 Braut und Bräutigam - 16 Campingplatz Büttelwoog - 17 Jakobsfelsen - 18 Sängerfelsen - Dahn

Karte: Topographische Karte 1:25000 Dahn


Manche Leute kriegen den Hals nicht voll: Unter fünf Felsbesteigungen und zehn Panoramaplätzen auf einer Wanderung tun sie´s nicht; mindestens eine Burgbesichtigung und mehrere Jausenstationen sollten auch dabei sein. Ihnen sei diese Tour ans Herz gelegt! Für die Runde um Dahn, das von Felsen eingerahmte Zentrum des Wasgaus, nimmt man sich einen ganzen Tag Zeit. Die vorgeschlagene Route ist nicht ganz identisch mit dem  offiziell ausgeschilderten „Dahner Rundwanderweg“.

Das Dahner Felsenland vom RömerfelsenAuf der dem Feuerwehrgebäude gegenüberliegenden Straßenseite können wir uns der Markierung „Römerfelsen“ anvertrauen. Schon nach zehn Minuten stehen wir auf dem Bubenfelsen über dem Ortsteil Gerstel. Zum Römerfels nehmen wir dann den Höhenweg auf der Südflanke des Gerstberger Kopfes, der nach moderatem Anstieg als Kammweg fortgesetzt wird. Der 22 m Meter hohe Römerfelsen (376 m) wird über Eisenleitern erstiegen und bietet, obwohl lediglich in mittlerer Höhe gelegen, eine hervorragende Aussicht: nach Norden zu den Wäldern um Johanniskreuz, nach Süden über das Dahner Felsenland hinweg zu den Nordvogesen im Elsass (wie auf dem Foto).

Wir gehen wieder etwas zurück und finden dann einen markierten Weg, der an einem schönen Aussichtspunkt vorbei nach Süden hinabführt zur Wegspinne zwischen Hochberg und Lachberg. Diese bildet den Startpunkt für den langen Lachberg-Vogelsberg-Grat hin zum Jungfernsprung, jenem 57 Meter hohen Felsen, der das Ortsbild von Dahn beherrscht. Auf schmalem Pfad steigen wir auf den Lachberg (324 m), halten uns dort immer möglichst nahe am Grat und kommen so zum bei Kletterern beliebten Kuckucksfelsen. Nach rechts absteigend erreichen wir einen Einschnitt zwischen Lachberg und Vogelsberg.

Jungfernsprung Zunächst auf der Nordseite des Berges, dann auf breitem Kamm wandern wir weiter zum Jungfernsprung. Das Wahrzeichen des Dahner Felsenlandes liegt direkt über den Häusern von Dahn und hat eine zwar gesicherte, aber doch sehr exponierte Aussichtsplattform. Der Sage nach wurde hier einst eine Jungfrau von einem lüsternen Unhold verfolgt, sprang gottergeben vom Felssporn und kam 75 Meter tiefer wohlbehalten im Talgrund an, wo an der Aufsprungstelle alsbald ein Brünnelein zu fließen begann.

Wir gehen zurück bis zum Grateinschnitt vor dem Lachberg. Dort laufen wir auf einem Sträßchen etwas halbrechts hinab und wandern dann an einem Wohnviertel entlang Richtung Erfweiler. Unser nächstes großes Ziel, die imposante Ruine Altdahn, haben wir dabei schon im Blick. Nach etwa zehn Minuten im Wald zweigen wir nach rechts ab zu einem Wanderparkplatz. Hier nehmen wir kurz die Straße Richtung Erfweiler, und finden dann in der Nähe des auffällig freistehenden Hebelfelsens Anschluss an das Wegenetz rund um die Burg Altdahn.

Von der Burg Altdahn nach SüdostenWir biegen nach rechts von der Straße ab, verlassen den Weg aber bald wieder nach links zugunsten eines Pfades, auf dem wir über einen Grat - Zimmerfels und Löchelfels passierend - zur Burgruine Altdahn (300 m) aufsteigen können. Diese wurde auf einem über 200 m langen Felsenriff erbaut und besteht eigentlich aus den drei Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Sie wurde recht aufwändig restauriert und gesichert, bietet ein Burgmuseum, eine Burgschänke und exzellente Aussicht. Eine gute Stunde kann für die Besichtigung einkalkuliert werden.

Auf steilem Weg geht es dann hinunter zum Burgenparkplatz. Zum Felsmassiv des Hochstein können wir der Beschilderung folgen oder - etwas interessanter - nach links den Feldwirtschaftsweg Richtung Reichenbach nehmen und dann auf dem ersten rechts abzweigenden Pfad hinauf zum Haferfels steigen. Oben treffen wir auf den üblichen Anstiegsweg und erreichen in wenigen Minuten die gesicherte Aussichtsplattform auf dem Hochstein (345 m), einer der größten Felsfluchten der Pfalz, der mit ihren bis zu 42 Meter hohen, langgestreckten Wänden Kletterer magisch anzieht.

Hinunter nach Dahn nehmen wir entweder die sportliche Variante, steile Pfadspuren auf der Nordseite des Hochsteins, oder wir gehen auf dem Aufstiegsweg zurück und dann links auf gepflegtem Pfad. So oder so kommen wir am Ehrenfriedhof mit seinen Soldatengräbern und der Wallfahrtskapelle St. Michael vorbei.

Unten angekommen laufen wir ein Stück nach Dahn hinein und folgen dann der Beschilderung zum Schwimmbad. Wir überqueren die Wieslauter und die Bahnlinie, gehen noch etwa hundert Meter aufwärts Richtung Schwimmbad und achten auf die erste Gelegenheit, nach links zwischen den Häusern hindurch zu schlüpfen. So kommen wir - nahe an der Dahner Jugendherberge vorbei -  schnell hinauf auf den Wachtfelsen. Hier inspizieren wir den Weiterweg: Rechts vom Schwimmbad müssen wir rauskommen. Dazu nehmen wir den Pfad, der westwärts vom Wachtfelsen hinabführt, laufen direkt an der pittoresken Felsgruppe Braut und Bräutigam vorbei und sehen dann schon den Campingplatz Büttelwoog.

Dahn mit Jungfernsprung und SchillerfelsDurch das Campinggelände hindurch führt unser Weiterweg. Nach kurzem Aufstieg stoßen wir auf einen breiten Wanderweg, der nach rechts über den Höhenrücken des Kauert zur Burgruine Neudahn führt. Diesen nehmen wir und kommen so nach einigen Windungen zu einer Abzweigung Richtung Jakobsfelsen und Sängerfelsen. Den Jakobsfelsen können wir als kleinen Abstecher noch mitnehmen, bevor wir mit dem Sängerfelsen unseren siebten und letzten Fels besteigen. Auf steilem Pfad stolpern wir hinunter, halten uns auf dem (sehr lohnenden) Wieslauter-Radweg nach links, überqueren kurz darauf an der Außermühle die Wieslauter und kehren zum nahe gelegenen Feuerwehrhaus zurück.

Ort: Dahn (210 m)

Parken: Nördlicher Ortsrand (von Hinterweidenthal kommend gleich rechts am Feuerwehrgebäude)

Länge: 19 km

Anstieg: 550 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Mittel 

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Burgschenke Burg Altdahn, Gaststätten in Dahn

Felsbesteigungen: Bubenfelsen, Römerfelsen, Jungfernsprung, Löchelfels, Hochstein, Wachtfelsen, Jakobsfelsen, Sängerfelsen

Burgen am Wege:
Burgruine Altdahn, bestehend aus Altdahn (mehr...), Grafendahn und 
Tanstein 


In der näheren Umgebung:
Felslandbad Dahn,

Badeweiher Saarbacher Hammer bei Fischbach, Schöntalweiher bei Ludwigswinkel, Seehof bei Erlenbach, Rohrwoog bei Hinterweidenthal, 
Teufelstisch
bei Hinterweidenthal,
Spielpark Teufelstisch
Wild- und Wanderpark Silz, Erzbergwerk Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burg Berwartstein

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion Hauenstein
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Dahn
Erfweiler
Hinterweidenthal
Bruchweiler


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Hochstein

Hochstein vom Ehrenfriedhof

 

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