Pfalz-Wandertipp: Rundwanderung bei Hauenstein, 18 km                               STARTSEITE

Der Hauensteiner Höhenweg

Klassische Tagestour über dem Schuhdorf

Vom Trifelsblick über Hauenstein ins Trifelsland

Route: Bahnhof Hauenstein - 1 Schutzhütte Vier Buchen - 2 Zur schönen Aussicht - 3 Trifelsblick  - 4 Winterkirchl  - 5 Wegspinne Dicke Eiche - 6 Wanderheim Dicke Eiche - 7 Hühnerstein - 8 Schutzhütte Weimersborn - 9 Kreuzelfelsen - 10 Karmel-Kloster - 11 Nedingfelsen - Bahnhof Hauenstein

Karte: Topographische Karte 1:25000 Hauenstein


Wollte man eine Liste der Muß-man-gemacht-haben-Touren im Pfälzerwald zusammenstellen, wäre der Hauensteiner Höhenweg gewiss unter den Top Ten. Er besticht durch die Logik seiner Anlage, ist trotz seiner Länge nicht sehr anstrengend und bietet jede Menge Abwechslung. Der ausnahmsweise gut beschilderte Weg hat zu Beginn einen mäßigen Aufstieg und umrundet dann mit geringen Höhenunterschieden großzügig das Schuhdorf Hauenstein - ein Höhenweg eben. Ein besonderer Reiz liegt in der Gegensätzlichkeit der Höhenrücken: der westliche ist belebt,  führt vornehmlich durch Laubwald und weist - sehr untypisch für die Hauensteiner Region - kaum Felsen auf; auf dem östlichen, stilleren sind Felsen unsere ständigen Begleiter, Kiefern dominieren den Hochwald, mitunter weisen schon Kastanien auf die Nähe zur vorderpfälzischen Haardt hin.

Am Bahnhof geht es auf zunächst breitem Weg gleich bergauf. Wir folgen vertrauensvoll der Beschilderung „H“, die uns wenig spektakulär auf breiten Wegen zur Schutzhütte Vier Buchen (360 m) bringt, an der nicht weniger als zehn Wege zusammentreffen. Hier berühren sich die Wandergebiete von Hauenstein, Erfweiler und Hinterweidenthal.

Auf sehr schönem Fußweg gelangen wir aufsteigend zum Rastplatz Zur schönen Aussicht, wo wir über das Schwarzmühltal hinweg einen freien Blick nach Westen genießen. Weiter aufwärts geht es zu dem Bergkamm, der zur Dicken Eiche im Süden hin verläuft.

Auf der Ostseite des Kammes erreichen wir einen spektakulären Rastplatz: den treffend benannten Trifelsblick mit der Jungwald-Schutzhütte. Vor uns sehen wir Hauenstein und das Spirkelbacher Gebiet, dahinter Almersberg, Adelsberg, Trifels und Rehberg, also alle großen Berggestalten, die das Trifelsland zu bieten hat.

Winterkirchl zwischen Erfweiler und HauensteinAuf einem schönen Pfad queren wir dann die Ostflanke des Winterberges und kommen so zum Winterkirchl (365 m), wo wir auf der alten Schuhmacherweg von Erfweiler nach Hauenstein stoßen. Kinder läuten hier die Glocke, Gläubige spenden eine Kerze, Ungläubige freuen sich über einen Rastplatz. Ein Trampelweg und ein Bergpfad auf der Ostseite des Mittelschachen genannten Berges bringt uns über den Aussichtspunkt Blick ins Stephanstal zur Wegspinne Dicke Eiche. Der ehrwürdige, aber altersschwache Baum wird wohl nicht mehr lange seine 27 m Höhe und 5 m Umfang präsentieren können, da er 2003 von Unbekannten angesägt wurde.

Wanderheim Dicke Eiche (Hauensteiner Hütte)Kurz darauf erreichen wir das Wanderheim Dicke Eiche (400 m), auch Hauensteiner Hütte genannt, und haben damit etwa die Hälfte unserer Wanderung hinter uns. Die vielbesuchte Hütte glänzt an Wochenenden mit sangesfrohem Publikum. 2002 wurde hier ein Wanderer durch einen Schuss ins Bein verletzt. Nachdem die Polizei lange das Umfeld der Hütte nach Täterspuren durchkämmt hatte, stellte sich heraus, dass unserem Wandersmann ein Salutschuss zum Verhängnis geworden war, den jemand bei einer Hochzeitsfeier im 4 km Luftlinie entfernten Schindhard in die Luft gefeuert hatte.

Auf dem Weiterweg schauen wir zunächst, dass wir möglichst bald das in der Hütte aktiv oder passiv aufgenommene Nikotin loswerden. Dabei hilft der Hühnerstein (455 m), ein 12 m hoher aussichtsreicher Sandsteinfelsen, der seit den siebziger Jahren über eine Leiter zu ersteigen ist. Der Name leitet sich – was naheliegend wäre - nicht von Hühnerleiter ab, sondern vermutlich von Hunnenstein.

Hinter dem nächsten Wegpunkt - der Schutzhütte Weimersborn - führt der Weg links ab und sodann als Pfad entlang bizarrer Sandsteingebilde zum unmittelbar über dem Dorf gelegenen Aussichtspunkt Kreuzelfelsen. Von hier geht es steil abwärts bis zum östlichen Ortsende von Hauenstein (270 m), wo wir kurz der Ortsstraße nach links folgen, um dann nach rechts abzuzweigen.

Nach Durchqueren eines Neubaugebiets passieren wir das Karmel-Kloster des Karmelitinnenordens und gehen in weitem Bogen durch teilweise offenes Gelände um Hauenstein herum. Ein letzter Anstieg vorbei an den Nedingfelsen bringt uns zur Hauensteiner Schuhmeile und zum Ausgangspunkt.

Ort: Hauenstein (230 m)

Parken: Bahnhof (von der Bundesstraße 10 kommend sofort hinter der Abzweigung nach rechts)

Länge: 18,5 km

Anstieg: 250 Höhenmeter

Schweiß: Wenig

Aussicht: Klasse

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Problemlos


Einkehr am Wege:
PWV-Wanderheim Dicke Eiche
(Hauenst. Hütte), Gasthäuser in Hauenstein

Felsbesteigungen: Hühnerstein, Kreuzelfelsen


In der näheren Umgebung:
Felslandbad Dahn,
Badeweiher Seehof bei Erlenbach und Rohrwoog bei Hinterweidenthal, 
Freibad Hauenstein,
Teufelstisch
mit
Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Schuhmuseum Hauenstein,
Wild- und Wanderpark Silz,
Burg Berwartstein,
Burgruine Altdahn,
Burg Trifels

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion Hauenstein
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Hauenstein
Erfweiler

Schwanheim

Sonstiges:
Schuhmuseum Hauenstein,
zünftiger Campingplatz am Bärenbrunner Hof


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Vom Hauensteiner Höhenweg nach Hauenstein

Hauenstein vom Hauensteiner Höhenweg

Die Hühnerstein-Leiter

Die Hühnerstein-Leiter

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