Pfalz-Wandertipp: Rundwanderung bei Annweiler, 14 km                                  STARTSEITE

Madenburg, Slevogthof 
und Föhrlenberg

Von den Kastanien zu den Reben

Skizze Große Rundwanderung 38

Von der Burgruine Neukastell über die Weinstraße zur Madenburg

Route: Wanderparkplatz Windhof - 1 Cramer-Weg - 2 Wanderparkplatz Madenburg - 3 Madenburg - 4 Eschbach - 5 Leinsweiler - 6 Neukastell (Slevogthof) - 7 Burgruine Neukastell - 8 Wegspinne Hexentanzplatz - 9 Schanze auf dem Föhrlenberg - 10 Aussichtspunkt - 11 Wanderparkplatz Ahlmühle - Wanderparkplatz Windhof

Karte: Topographische Karte 1:25000 Annweiler


Wer die Pfalz wirklich kennen will, muss einmal den Kontrast zwischen Wald und Wingert erlebt haben. Dazu verbinden wir im Trifelsland bei Annweiler zwei klassische Spaziergänge zu einer langen, durchaus anstrengenden Wanderung. Zunächst laufen wir von der Trifelsstraße auf die exquisit über der Rheinebene gelegene Madenburg, dann steigen wir durch Kastanienwälder hinunter zu den Weinbergen bei Eschbach und Leinsweiler, um letztendlich über den Slevogthof und die Burgruine Neukastell den hohen Föhrlenberg zu besteigen.

MadenburgAb Wanderparkplatz laufen wir mit der Beschilderung „Klettererhütte“ ein kleines Stück nach Süden, wo der Cramer-Weg zur Madenburg beginnt. Durch Kastanienwälder verläuft dieser zu Recht überaus beliebte, bequeme Kastanienwald-Pfad durch die Südflanke des Wetterberges und des Schletterberges zum Wanderparkplatz Madenburg (355 m), der auf einem Sattel nördlich der Burgruine liegt. 

Für den viertelstündigen Aufstieg zur Burg nehmen wir den recht steilen Weg, der sich südlich um den Rothenberg herumzieht.Die Madenburg (458 m) ist eine der größten und am besten erhaltenen Burganlagen der Pfalz, weithin sichtbar für den Autofahrer in der Rheinebene. Wie auf keiner anderen Burg an der Weinstraße sehen wir hier sowohl über das fruchtbare Rheintal hinweg zu Odenwald und Schwarzwald als auch in der anderen Richtung weit in den Wasgau hinein. Die Burgschänke und der kurze Anstieg tun ein Übriges, um viel Publikum hierher zu locken.

Eschbach und Leinsweiler, unsere beiden nächsten Zwischenziele, gehören zu den anziehendsten Dörfern der Deutschen Weinstraße. Nach Eschbach (215 m) nehmen wir den kürzesten Weg: Zunächst auf dem Madenburg-Fahrweg nach Norden Richtung Wanderparkplatz und dann - schon vor dem Parkplatz - steil nach rechts hinunter.

Hinüber nach Leinsweiler (210 m) suchen wir durch die Weinberge hindurch eine Route, die möglichst nahe am Waldrand vorbeiführt. So haben wir freien Blick über die Wingerte hinweg in die Ebene. In Gehrichtung sehen wir bereits den Slevogthof auf der gegenüberliegenden Anhöhe.

Jetzt steht uns der härteste Teil der Tour bevor, der Aufstieg auf den zu Unrecht fast unbekannten Föhrlenberg. Hier erleben wir in einer guten Gehstunde, was im Hochgebirge mehrere Stunden beansprucht, einen Marsch durch vier Vegetationszonen: Weinreben bis zum Slevogthof, dann Kastanienwälder bis zur Höhe der Burgruine Neukastell, darüber  Buchenwald und ganz oben Tannen- und Kiefernwald.

Vom Slevogthof nach LeinsweilerHinauf zum Slevogthof (330 m, in der Karte als „Neukastell“ verzeichnet) müssen wir mit dem in Ortsmitte beginnenden Fahrsträßchen vorlieb nehmen. Der Maler Max Slevogt lebte und arbeitete hier, worüber Führungen informieren. Ein Restaurant lockt mit reizender Veranda, eine Wandertafel zeigt sehr anschaulich das örtliche Wegenetz.

Am Waldrand beginnt ein schweißtreibender Steig hinauf zur Burgruine Neukastell (458 m), von der nur noch eine Felskammer und Balkenlöcher übrig sind. Über steile Eisenleitern kommen wir zu einer hervorragenden Aussichtsplattform, auf der besonders der Fernblick zur Weinstraße bis Neustadt und der Nahblick hinüber zur Madenburg beeindrucken.

Auf fast ebenem Kammweg geht es jetzt - immer noch von Kastanien begleitet - westwärts tiefer in die Wälder hinein und zur Wegspinne Hexentanzplatz östlich des Föhrlenberges. Wer hier bereits platt ist, lässt den Gipfel weg, nimmt den Weg ganz links und an der nächsten Weggabelung abermals links, um bequem, aber auch etwas eintönig zum Wanderparkplatz Ahlmühle zu wandern.

Wer noch über genügend Kraft und Motivation verfügt, hängt noch die Überschreitung des Föhrlenberges an, ein außerordentlich lohnendes Unterfangen. Am Hexentanzplatz beginnt ein steiler Zick-Zack-Gipfelpfad (zweiter Weg von links). Wir queren zwei Wege und stehen an der Schanze, einer großen Schneise auf der Nordostseite des Gipfelkammes, die von Drachenfliegern als Absprungrampe genutzt wird. Nach Norden schauen wir zur Weinstraße und ins Trifelsland; direkt vor uns erhebt sich der Hohenberg. 

Trifels vom Föhrlenberg Über einen Kammpfad geht es dann am kaum auffallenden Föhrlenberg-Gipfel (533 m) vorbei und abwärts zum letzten Premium-Aussichtspunkt des Tages, einem Felsen direkt gegenüber Trifels, Anebos und Münz. Beim weiteren Abstieg achten wir darauf, uns nach einigen Metern rechts zu halten. Vom Wanderparkplatz Ahlmühle (360 m) kommen wir - weiter westwärts haltend - unter der Burgruine Scharfenberg (Münz) vorbei  schnell zum Ausgangspunkt.

Ort: Annweiler (175 m)

Parken: Wanderparkplatz Windhof (370 m) an der von Annweiler zum Trifels führenden Straße (etwa 2 km hinter der Klettererhütte am Asselstein)

Länge: 14 km

Anstieg: 470 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Problemlos


Einkehr am Wege:
Burgschänke Madenburg, Gasthäuser in Eschbach und Leinsweiler, Slevogthof

Burgen am Wege:
Madenburg
(mehr...) (noch mehr...), Neukastell


In der näheren Umgebung:
Landau (Einkaufsstadt mit schöner Innenstadt)

Burg Trifels

Deutsche Weinstraße
Schuhmuseum Hauenstein
Freischwimmbad Annweiler, 
Wild- und Wanderpark Silz

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland

Ferienregion Landau-Land
Südliche Weinstraße

Tourismusgemeinden:
Klingenmünster

Waldrohrbach
(private Site)
Annweiler

Eschbach

Leinsweiler

Albersweiler

Sonstiges:
Max Slevogt
Slevogthof


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Von Neukastell nach Norden zur Weinstraße

Von Neukastell zur Weinstraße

Von der Madenburg in den Wasgau

Von der Madenburg in den Wasgau

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