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Unmittelbar gegenüber dem Trifels erhebt sich nördlich von Annweiler
eine auffällige Bergpyramide, die nur Pfalzkennern bekannt ist: Der Große
Adelsberg mit der vorgeschobenen Rampe des Kleinen Adelsberges (im Bild
vom Orensfels). Der
Hauptgipfel (567 m) bietet keine Aussicht,
weswegen wir ihn nur umrunden. Vom Nebengipfel dagegen haben wir einen hervorragenden
Blick nach Süden. Als Startpunkt wählen wir das von Annweiler
eingemeindete Dörfchen Gräfenhausen, welches am Ende eines stillen Seitentales der
Queich liegt. Winters wirft das mächtige Adelsbergmassiv einen großen
Schatten auf das Dörfchen. Seine Bewohner haben dennoch ein ausgeprägt
sonniges Gemüt; dies mag daran liegen, dass dank weindurstiger
Zisterziensermönche schon seit dem 12. Jahrhundert Spätburgunder im Tal
angebaut wird.
Am
Sportheim der Gräfenhausener Fußballer beginnen zwei markierte Wanderwege.
Wir nehmen den linken, der mit „Holderquelle“ und „Krappenfels“
beschildert ist. Er führt zunächst am Semmerstälchen entlang und zweigt dann
als Zickzackpfad vom bisherigen breiten und fast ebenen Weg ab. Durch
Kastanienwald, dessen Boden offensichtlich ständig von Wildschweinen auf der
Suche nach Essbarem durchpflügt wird, steigen wir steil hinauf zur Holderquelle.
Hier
erreichen wir den langen Wanderweg von Annweiler zum Gasthaus Taubensuhl.
Auf diesem gehen wir in Richtung Annweiler, also nach links, und wandern
so ohne merkliche Höhenunterschiede an der Nordseite des Großen
Adelsberges entlang. Ab und zu können wir zwischen den Kastanienbäumen
hindurch die Ruinen Ramburg und Neu-Scharfeneck sowie den Orensberg ausmachen.
Hinter einer großen Rechtskurve kommen wir zu einer Stelle, wo wir nach
links auf einen Pfad hinunter zu unserem ersten Aussichtspunkt, dem Krappenfels,
abzweigen. Vom dem bescheidenen Felsen schauen wir über Annweiler hinweg
zu Hohenberg und Trifels, Föhrlenberg und Rehberg.
Wir
steigen einige Meter zurück und wenden uns auf dem ersten breiten Waldweg
(einem früheren Bürgermeister der Stadt Annweiler zu Ehren als Theo-Leyendecker-Weg
benannt) nach links. Fast eben kommen wir so auf der Adelsberg-Südseite
zu dem Höhenrücken, der den Kleinen Adelsberg bildet.
 An
einer Schutzhütte und
einem Sendemast vorbei laufen wir noch 60 Meter weiter auf dem Bergkamm zu dem Aussichtspunkt Großer Sommerfels (460 m). Wir gehen mit
der gebotenen Vorsicht bis zur vordersten Spitze des nicht gesicherten
Felsmassivs. Tief unter uns liegt das Queichtal mit Annweiler. Der ansonsten
großartige Platz hat leider einen Schönheitsfehler: Die
Verkehrsgeräusche sind doch erheblich, obwohl die zur Ortsumgehung von Annweiler angelegten Tunnels für
spürbare Verbesserung gesorgt haben. Das 180-Grad-Süd-Panorama vom
Hohenberg bis zum Rindsberg jedoch ist überwältigend und die für den
Bewuchs der pfälzischen Buntsandsteinfelsen typischen Bonsaikiefern zeigen sich
nirgendwo eindrucksvoller.
 Zur
Jungpfalz-Hütte (450 m) am Osthang des Adelsberges brauchen wir eine
gute halbe Stunde. Zunächst geht es auf dem Bergrücken noch einmal zurück.
Zweimal biegen wir an Weggabelungen nach links ab und kommen dann auf einem
sehr schönen Heidekraut-und-Farn-Höhenweg zur Hütte.
Der
weitere Weg nach Norden, ein Pfad, führt zu einer Weggabelung; links leicht
absteigend erreichen wir einen Sattel zwischen Adelsberg und dem
nördlich von Gräfenhausen gelegenen Kehrenkopf. Wir widerstehen der
Versuchung, gleich nach Gräfenhausen abzusteigen, wie es die Markierung nahe
legt. Stattdessen - denn es gibt noch ein Schmankerl! – behalten wir die
Marschrichtung bei, nehmen die nächste Abzweigung nach rechts, laufen auf der
Kehrenkopf-Ostflanke etwa eine Viertelstunde bergab und achten auf die erste
Möglichkeit, nach links
aufzusteigen.
Ein
steiniger und wenig begangener Weg bringt uns dort steil und schnell auf
einen Grat. Nach rechts führen Pfadspuren zu den Gräfenhausener
Sommerfelsen. Der
erste und höchste der Felsen kann auch von Nichtkletterern vorsichtig
erkraxelt werden, der zweite ist lediglich ein Felsknubbel, der dritte ist
von jedermann leicht zu ersteigen. Hier finden wir die Ruhe, die wir am
Großen Sommerfels vermisst haben, schauen uns den Adelsberg einmal von
Norden an und steigen dann unbedingt rechts herum zum Felsfuß ab, wo wir
ein famoses und fast völlig unbekanntes Felsentor entdecken.
Wir
gehen wieder hinauf, nehmen einen schräg rechts hinunterführenden Pfad
und laufen
dann auf breitem Weg nach rechts (!) bis zu einer Kurve, wo ein Pfad
hinunter nach Gräfenhausen beginnt. Dieser kreuzt mehrere Wege und führt
durch feuchten dschungelähnlichen Wald zum Gräfenhausener Sportplatz.
Variante:
Ohne Gräfenhausener Sommerfelsen. Im Sattel hinter der Jungpfalz-Hütte nach rechts hinunter.
Benachbarte
Wanderungen:
Prädikatsweg
Annweilerer Burgenweg (vom Krappenfels hinunter nach Annweiler und zum
Ausgangspunkt am Kurpark)
Rundwanderung 29 Über den großen Almersberg (ab dem
Sattel auf dem mit "Taubensuhl" beschilderten Weg in einer guten
Stunde zum Almersberg-Schlussanstieg)
Rundwanderung 33 Von Eußertal zum Taubensuhl (nach dem
Abstieg von den Gräfenhausener Sommerfelsen in der Kurve nach
links und auf markiertem Weg nach Eußerthal)
Rundwanderung 34
Rauhberg, Rindsberg und Rothenberg (vom Sattel links hinunter nach
Rinnthal und auf der anderen Seite des Tals zum Buchholzfelsen hinauf)
Stippvisite Felsen 22
Krappenfels (Anschluss am Felsen)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Annweiler-Gräfenhausen
(185 m)
Parken:
Sportplatz
(in Ortsmitte vor den beiden Kirchlein links ab)
Länge:
11 km
Anstieg: 310
Höhenmeter
Schweiß:
Wenig
Aussicht:
Grandios
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Meist einfach

Einkehr
am Wege:
Jungpfalz-Hütte
(Sa ab 11 Uhr, So bis 17 Uhr geöffnet, in den großen Ferien möglicherweise nur
So)
Homepage der Hütte
Felsbesteigungen:
Krappenfels, Großer
Sommerfels, Gräfenhausener Sommerfelsen
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Freischwimmbad
Annweiler,
Burg
Trifels,
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße,
Schuhmuseum
Hauenstein
Regionale
Tourist-Infos:
Trifelsland
Ferienregion
Landau-Land
Südliche
Weinstraße
Tourismusregion
Hauenstein
Tourismusgemeinden:
Gräfenhausen
Annweiler
Eußerthal
Queichhambach
Rinnthal
Sonstiges:
Museum
unterm Trifels
in Annweiler
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Rehberg
und Asselstein vom Krappenfels

Adelsberg
vom Gräfenhausener Sommerfelsen
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