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Rundwanderung 35: Vom Gräfenstein zum Luitpoldturm

„De eewisch Pfad“

Skizze Große Rundwanderung 35

Die Gegend um "de eewisch Pfad" vom Gräfenstein

Route (16,5 km): Wanderparkplatz Gräfenstein - 1 Ewiger Pfad - 2 Jagdfelsen - 3 Weggabelung - 4 Sträßchen - 5 Wanderparkplatz am Holländerklotz - 6 Luitpoldturm auf dem Weißenberg - 7 Luitpoldstein - 8 Wegspinne Auf der Spalt - 9 Wartenbachtal - 10 Wanderparkplatz Gräfenstein - 11 Burgruine Gräfenstein - Wanderparkplatz Gräfenstein

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Hauenstein


Nicht nur der Zen-Buddhist weiß, dass Monotonie eine sehr heilsame Wirkung auf Geist und Seele ausüben kann. Auch der Pfalzwanderer hat seine Meditationstechniken: Er steigt auf einem „De eewisch Pfad“ genannten langen Weg auf das Dach des Pfälzerwaldes, die Gegend um den Hermersbergerhof. In sanftem, gleichförmigem Anstieg kommt er dabei vom Fuß der Burgruine Gräfenstein zu einem der großen Panoramaplätze der Pfalz, dem Luitpoldturm auf dem 607 m hohen Weißenberg. Auch der Rückweg „zieht sich“. Eine Tour also wie geschaffen zur Kontemplation. Und das während des ganzen Jahres: Im Hochsommer bieten die Buchenlaub-Dächer viel Schatten, winters liegt hier oben manchmal ausreichend Schnee für eine Skibegehung.

„De eewisch Pfad“ ist nicht als solcher ausgeschildert, sondern mit seinem Fernziel „Johanniskreuz“. Er beginnt direkt am Wanderparkplatz unterhalb der Burgruine Gräfenstein und zieht zunächst auf halber Berghöhe an der Südflanke des Winschert entlang, eines mächtigen Bergrückens, der auch einen selten besuchten Aussichtsfelsen aufweist. Durch wunderbare Buchenwälder geht es stetig leicht bergan; der Jagdfelsen ist für lange Zeit die einzige markante Stelle.

So kommen wir auf den Bergrücken des Mühlenberges; dort geht der Pfad in einen Forstweg über. An einer Weggabelung gehen wir rechts und verlassen damit den markierten Weg, um ostwärts zu dem zum Hermersbergerhof führenden Sträßchen zu gelangen. Dieses überqueren wir und können dann immer der Beschilderung „Hermersbergerhof“ nach Süden folgen.

Zunächst gibt es einige kurze An- und Abstiege, dann geht es auf fast gleichbleibender Höhe etwas eintönig weiter, bis wir wieder auf das Sträßchen stoßen. Diesem folgen wir kurz bis zum Wanderparkplatz am Holländerklotz (551 m); ein markanter Felsblock erinnert hier daran, dass in großen Mengen Eichenholz aus dem Pfälzerwald für den Schiffsbau nach Holland verkauft wurde.

Vom Luitpoldturm nach SüdwestenZum Weißenberg (607 m) mit dem 1909 eingeweihten und nach dem Bayernprinz benannten Luitpoldturm führt ein beschilderter Fußweg. Auch der Aufstieg zum Turm genügt unseren heutigen Ansprüchen an Monotonie. Wer nach 166 Stufen auf der Aussichtsplattform angekommen ist, gute Sicht hat und eine weitere zen-mäßige Betätigung sucht, zählt in Ruhe die umliegenden Gipfel - er wird auf etwa 300 kommen. Die auf der Aufsichtsplattform angebrachten Tafeln weisen auf die Wichtigsten hin. Der ganze Pfälzerwald liegt uns zu Füßen, in den Tälern wohnen - man glaubt es kaum - auch Menschen.

Vom Turm laufen wir südwärts bergab zu einem kleinen Parkplatz am Luitpoldstein (Wirtshausgänger machen jetzt einen Abstecher zu den Fleischtöpfen am Hermersbergerhof!). Am Gedenkstein für den bayrischen Prinzen beginnt ein 2008 als "Forstmeisterweg" neu ausgeschilderter Wanderweg. Dieser verläuft durch die Kernzone "Quellgebiet der Wieslauter", ein zukünftiges Stück Urwald also. Über einen "Schmaler Hals" genannten Bergrücken gelangen wir leicht absteigend zur markanten Wegspinne Auf der Spalt (435 m). Hier beginnt der langgezogene Abstieg ins Wartenbachtal (270 m).

Dort finden wir auf der anderen Talseite einen Bergpfad hinauf zum Wanderparkplatz Gräfenstein. Als würdiger Abschluss unserer langen Tour wartet jetzt noch die auch Merzalber Schloss genannte Burgruine Gräfenstein (447 m). Dafür nehmen wir gerne den kurzen, aber schweißtreibenden Aufstieg auf uns. Die große Burganlage ist vorbildlich restauriert und wartet mit dem einzigen siebeneckigen Bergfried in Deutschland auf. Sehr lohnend ist der Aussichtsturm, der allerdings ob einiger stockdunkler Treppen klaustrophobe Besucher vor unüberwindliche Schwierigkeiten stellt - Kinder dagegen werden begeistert sein. Nach ausgiebiger Burgbesichtigung steigen wir dann auf dem Aufstiegsweg zum Wanderparkplatz ab.


Variante: 
Verlängerung über Wieslauterhof. Im Wartenbachtal talabwärts,
zunächst an einer Schutzhütte vorbei, in das nächste Seitental rechts einbiegen, am Wieslauter Hof und der Wieslauterquelle vorbei hinauf zum Gräfenstein.

Benachbarte Wanderungen: 
Rundwanderung 13 Durchs
Ziegler Tal zum Merzalber Schloss (Anschluss am Gräfenstein)
Rundwanderung 14 Pfadfindertour über die "Bollen"
(Anschluss am Gräfenstein oder am Luitpoldturm)
Rundwanderung 30 Aus dem Wellbachtal zum Luitpoldturm (Anschluss am Luitpoldturm)
Stippvisite Burg 12 Gräfenstein (Start am Wanderparkplatz Gräfenstein)
Stippvisite Felsen 18 Winschertfels (Start am Wanderparkplatz Gräfenstein)
Stippvisite Turm 3 Luitpoldturm


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Ort: Merzalben (280 m)

Parken: Wanderparkplatz am Gräfenstein (380 m, von Münchweiler/Rodalben kommend bis zum Ortsende und rechts hoch bis ans Ende des Sträßchens)

Länge: 16,5 km

Anstieg: 420 Höhenmeter

Schweiß: Wenig

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Immens 

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege: Keine, aber Abstecher zum Hermersbergerhof möglich, auch Merzalber Hütte PWV an der Anfahrt zur Burg (Öffnungszeiten)

Turmbesteigung:
Luitpoldturm

Burgen am Wege:
Gräfenstein


In der näheren Umgebung:
Badeweiher Clausensee,
Pirmasens (Einkaufszentrum, Kunstausstellungen, Skulpturenpark, Erlebnisbad PlubSchuhmuseum),
Westwall-Museum
in Pirmasens-Niedersimten,
Burgeninformationszentrum auf der Burg Lemberg,
Teufelstisch mit Spielpark Teufelstisch,

Johanniskreuz (Ausflugsgaststätten, Motorradfahrertreff),
Haus der Nachhaltigkeit in  Johanniskreuz

Regionale Tourist-Infos:
Gräfensteiner Land
Region Pirmasens
Tourismusregion Hauenstein
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Merzalben
Leimen
Münchweiler
Rodalben
Hermersbergerhof


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Vom Luitpoldturm zum Hermersbergerhof

Vom Luitpoldturm zum Hermersbergerhof

  

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