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Die Burgruine Lindelbrunn am Ostrand des Dahner Felsenlandes,
vermutlich zum Schutz des Trifels im 12.
Jahrhunderts erbaut, ist aufgrund ihrer außerordentlichen Lage und der
umfassenden Aussicht einer der großen Anziehungspunkte des Pfälzerwaldes.
Die dorthin führenden Wanderwege sind meist
wenig anstrengend. Wir wählen eine sportliche Variante: Von Norden
kommend kraxeln wir über die Felsketten des Dimberges und des
Rötzenberges,
steigen hinauf zur Burg, kehren im sehr reizvoll gelegenen Cramerhaus unterhalb
der Burg ein und nehmen auf dem Rückweg noch das Örtchen Darstein mit. Wer
die Tour in der angegebenen Form gehen möchte, sollte Kondition und für
den Dimbergkamm auch Trittsicherheit mitbringen; wer es lieber etwas
ruhiger angeht, findet ausreichend Gelegenheit zum Abkürzen.
 Direkt
am Ortschild von Dimbach zieht scharf links ein Sträßchen Richtung
Dimberg hoch. In einer Rechtskurve zweigt ein Pfad ab, der durch Kieferngehölz schön empor zum westlichen Eckpfeiler der Dimbergfelsen
führt. Hier beginnt einer der für diese Ecke des Pfälzerwaldes
charakteristischen Felskämme, dem wir jetzt - konsequent oben bleibend -
nach Südosten folgen. Wir bewundern die in den Felsritzen festgekrallten
Bonsaikiefern und staunen darüber, an welch exponierten Stellen
Wildschweine ihr Futter suchen.
Etwa
in der Mitte des Kammes trennt sich die Spreu vom Weizen: Wer nicht ganz
trittsicher ist, folgt dem Hauptpfad nach rechts hinunter und dann ostwärts
weiter, Erlebnishungrige bleiben oben am Kamm und gelangen so zu einer
Stelle, wo man mit etwas Mut und Schwindelfreiheit noch einige Meter
hinauf auf den höchsten Fels des Kammes gelangt. Ein Gemarkungsstein
zeigt, dass wir auf dem Dimberg-Gipfel (418 m) stehen, wo sich ein
sehr lohnender Fernblick nach Norden auftut. Nur wer sich wirklich sicher
fühlt, sollte sich an diese Kraxelei wagen - die mögliche Sturzhöhe ist
beträchtlich.
Wir
bleiben dann auf der Südseite der Felsen hart am Felsfuß und steigen auf
wenig ausgeprägter Pfadspur (bei Nässe heikel!) hinunter an den Fuß des
imposanten, von den Pfälzer Kletterern gerühmten Dimbergpfeilers. In der
Hauptrichtung noch einige Meter weglos abwärts und wir stehen inmitten
von Kastanienwäldern an einer zwischen Dimberg und Rötzenberg gelegenen Wegspinne.
Hier nehmen wir den oberen, nach links Richtung Gossersweiler führenden
Fahrweg.
 In
Sichtweite eines Reitgeländes zweigen wir bald darauf nach rechts ab, wo
ein wenig begangener Pfad an einer kleineren Felsgruppe, den
Isselmann-Steinen, vorbei auf den Rötzenberg (459 m) führt. Auf
dem Kamm gelangen wir schnell zum Rötzenfels, einem kollosalen,
nach Südosten weisenden Felsenriff mit beeindruckender Aussicht (hier
gegen Lindelbrunn und Rödelstein). Der Zugang zum Fels kann wegen
Wanderfalkenbrut gesperrt sein. Bitte ernstnehmen - die enorme Höhe des
Felsens und die Aussicht in den Wasgau erschließen sich auch am Beginn der Sperrzone!
Der
Weiterweg beschreibt einen weiten Rechtsbogen und zieht unterhalb des Rötzenfels
vorbei. Dafür nehmen wir den auf der Ostseite des Rötzenberges
hinunterziehenden Pfad, an dessen Ende wir nach rechts zu einem breiteren
Weg queren. Einer Haarnadelkurve folgen wir und stoßen so einige Meter
unterhalb auf den Rötzenberg-Rundweg, wo wir uns abermals rechts halten
und so eben zu einer Wegspinne mit Schutzhütte gelangen, die auf
dem Sattel zwischen Rötzenberg und Immersberg liegt. Scharf links abwärts
kommen wir über einen Fußweg zu dem Fahrweg, der Gossersweiler und
Lindelbrunn verbindet. Fast eben wandern wir dann an einem
Jugend-Ferienheim vorbei zu den Häusern von Lindelbrunn.
Jetzt
entweder gleich hinauf zur Burg oder zuerst zur Einkehr ins Cramerhaus (345 m). Der noch
einmal heftige Anstieg auf die Burgruine Lindelbrunn (433 m) ist
ein Muss für Pfalzwanderer: die ehemalige Reichsburg liegt auf einem großflächigen
freistehenden Felsplateau und bietet ein phänomenales 360-Grad-Wasgau-Panorama (im
Bild oben sieht man Rötzenfels und Rehberg);
Reste des Palas und der Ringmauer sind gut erhalten.
Für
den Rückweg nach Dimbach steigen wir noch einmal bis zum Wanderparkplatz
Lindelbrunn ab und wenden uns dort nach links, um auf dem bereits bekannten Weg
zum Jugend-Ferienheim zu laufen. Etwa 100 m dahinter folgen wir der nach links
weisenden Markierung Richtung Darstein. Auf einem bequemen Waldweg
erreichen wir zügig die kleine Gemeinde, schlendern ein Stück die Dorfstraße
hinunter und biegen dann halbrechts ab. Weiter in nördlicher Richtung gelangen
wir wieder in den Wald, wo ein Pfad leicht bergauf führt. Dieser stößt auf
einen Forstweg, dem wir uns linkshaltend bis ins stille Dörfchen
Dimbach
anvertrauen.
Variante
1:
Ohne Dimberg.
Auf beschildertem Weg Richtung Lindelbrunn bis zum Schutzhüttchen westlich des
Rötzenberges.
Links Richtung Völkersweiler und nach etwa einer Viertelstunde auf markiertem
Pfad rechts hinauf zum Rötzenberg.
Variante
2:
Ohne Rötzenberg.
An der Wegspinne hinter dem Dimberg-Pfeiler nach rechts auf breitem Weg
zur Schutzhütte am Rötzenberg.
Variante
3:
Ohne Darstein. Ab Lindelbrunn wieder zurück zur Schutzhütte am Rötzenberg und links hinab nach
Dimbach.
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung 20 Über die Buhlsteine zur Burg Lindelbrunn
(Anschluss am Lindelbrunn)
Rundwanderung 28 Hohe Tanne, Burg Landeck und Martinsturm (vom Rötzenberg oder
vom Lindelbrunn in einer Stunde nach Gossersweiler-Stein und weiter
Richtung Landeck, Tour 28 dann in umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 39 Über Heischberg und Höllenberg (von
Dimbach in einer halben Stunde nordwärts
nach Lug)
Stippvisite
Burg 23 Lindelbrunn (Start in Lindelbrunn)
Stippvisite Felsen 34
Rötzenfels (Anschluss am Felsen)
Stippvisite
Felsen 36 Rödelstein (Start in Lindelbrunn)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2011 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Dimbach
(245 m, auf der Deutschen Schuhstraße zwischen Hauenstein und Völkersweiler
bei Lug nach Süden abzweigen)
Parken:
Ortseingang
Länge:
17,5 km
Anstieg: 450
Höhenmeter
Schweiß:
Happig
Aussicht:
Einmalig
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Nicht ohne

Einkehr
am Wege:
Cramerhaus,
Gaststätten
in Darstein
Felsbesteigungen:
Dimbergfelsen,
Isselmann-Stein, Rötzenfels
Burgen
am Wege:
Burgruine
Lindelbrunn
In
der näheren Umgebung:
Freischwimmbäder in Hauenstein und Annweiler,
Badeweiher
Seehof
bei Erlenbach,
Felslandbad
Dahn,
Teufelstisch
mit Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Wild-
und Wanderpark Silz, Erzbergwerk
Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burg
Berwartstein
Burg
Trifels,
Burgruine
Altdahn,
Schuhmuseum
Hauenstein
Regionale
Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion
Hauenstein
Südwestpfalz
Trifelsland
Tourismusgemeinden:
Dimbach
Lug
Schwanheim
Busenberg
Vorderweidenthal
Silz
Gossersweiler-Stein
Völkersweiler
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Dimbergpfeiler

Abend
auf Lindelbrunn
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