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Rundwanderung 49: Dimberg, Rötzenberg und Lindelbrunn

Auf Kammpfaden ins 
Herz des Wasgaus

Route (17,5 km): Dimbach - 1 Dimbergfelsen - 2 Dimberg-Gipfel - 3 Wegspinne - 
4 Rötzenberg - 5 Rötzenfels (Rötzenstein) - 6 Wegspinne/Schutzhütte westlich des Rötzenberges - 7 Lindelbrunn mit Cramerhaus - 8 Burgruine Lindelbrunn - 9 Lindelbrunn - 10 Darstein - Dimbach

Karten 1:25.000: "Östl. Wasgau mit Bad Bergzabern", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-404-2) oder "Hauenstein & Trifelsland", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-88-1)

Das erste Drittel des Tourentipps ist nahezu identisch mit dem Premiumweg Dimbacher Buntsandstein Höhenweg. Auf dem Dimberg-Kamm Trittsicherheit erforderlich, eventuell Felssperrung Rötzenfels beachten!


Die Burgruine Lindelbrunn am Ostrand des Dahner Felsenlandes, vermutlich zum Schutz des Trifels im 12. Jahrhunderts erbaut, ist aufgrund ihrer außerordentlichen Lage und der umfassenden Aussicht einer der großen Anziehungspunkte des Pfälzerwaldes. Die dorthin führenden Wanderwege sind meist wenig anstrengend. Wir wählen eine sportliche Variante: Von Norden kommend kraxeln wir über die Felsketten des Dimberges und des Rötzenberges, steigen hinauf zur Burg, kehren im sehr reizvoll gelegenen Cramerhaus unterhalb der Burg ein und nehmen auf dem Rückweg noch das Örtchen Darstein mit. Wer die Tour in der angegebenen Form gehen möchte, sollte Kondition und für den Dimbergkamm auch Trittsicherheit mitbringen; wer es lieber etwas ruhiger angeht, findet ausreichend Gelegenheit zum Abkürzen.

Direkt am Ortschild von Dimbach zieht scharf links ein Sträßchen Richtung Dimberg hoch. In einer Rechtskurve zweigt ein Pfad ab [Weiß-Rotes Logo des Dimbacher Buntsandstein Höhenweges, bis Wegspinne/Schutzhütte westlich des Rötzenberges], der durch Kieferngehölz schön empor zum westlichen Eckpfeiler der Dimbergfelsen führt. Hier beginnt einer der für diese Ecke des Pfälzerwaldes charakteristischen Felskämme, dem wir jetzt - konsequent oben bleibend - nach Südosten folgen. Wir bewundern die in den Felsritzen festgekrallten Bonsaikiefern und staunen darüber, an welch exponierten Stellen Wildschweine ihr Futter suchen.

Etwa in der Mitte des Kammes trennt sich die Spreu vom Weizen: Wer nicht ganz trittsicher ist, folgt dem Hauptpfad nach rechts hinunter und dann ostwärts weiter, Erlebnishungrige bleiben oben am Kamm und gelangen so zu einer Stelle, wo man mit etwas Mut und Schwindelfreiheit noch einige Meter hinauf auf den höchsten Fels des Kammes gelangt. Ein Gemarkungsstein zeigt, dass wir auf dem Dimberg-Gipfel (418 m) stehen, wo sich ein sehr lohnender Fernblick nach Norden auftut. Nur wer sich wirklich sicher fühlt, sollte sich an diese Kraxelei wagen - die mögliche Sturzhöhe ist beträchtlich.

Wir bleiben dann auf der Südseite der Felsen hart am Felsfuß und steigen auf wenig ausgeprägter Pfadspur (bei Nässe heikel!) hinunter an den Fuß des imposanten, von den Pfälzer Kletterern gerühmten Dimbergpfeilers. In der Hauptrichtung noch einige Meter weglos abwärts und wir stehen inmitten von Kastanienwäldern an einer zwischen Dimberg und Rötzenberg gelegenen Wegspinne. Hier nehmen wir den oberen, nach links Richtung Gossersweiler führenden Fahrweg.

In Sichtweite eines Reitgeländes zweigen wir bald darauf nach rechts ab, wo ein wenig begangener Pfad an einer kleineren Felsgruppe, den Isselmann-Steinen, vorbei auf den Rötzenberg (459 m) führt. Auf dem Kamm gelangen wir schnell zum Rötzenfels, einem kollosalen, nach Südosten weisenden Felsenriff mit beeindruckender Aussicht (hier gegen Lindelbrunn und Rödelstein). Der Zugang zum Fels kann wegen Wanderfalkenbrut gesperrt sein. Bitte ernstnehmen - die enorme Höhe des Felsens und die Aussicht in den Wasgau  erschließen sich auch am Beginn der Sperrzone!

Der Weiterweg beschreibt einen weiten Rechtsbogen und zieht unterhalb des Rötzenfels vorbei. Dafür nehmen wir den auf der Ostseite des Rötzenberges hinunterziehenden Pfad, an dessen Ende wir nach rechts zu einem breiteren Weg queren. Einer Haarnadelkurve folgen wir und stoßen so einige Meter unterhalb auf den Rötzenberg-Rundweg, wo wir uns abermals rechts halten und so eben zu einer Wegspinne mit Schutzhütte gelangen, die auf dem Sattel zwischen Rötzenberg und Immersberg liegt. 

Hier verlassen wir den Dimbacher Buntsanstein-Höhenweg und nehmen einen Fußweg scharf links abwärts [Blauer Balken, bis Lindelbrunn]. Bald stoßen wir auf einen Fahrweg, der Gossersweiler und Lindelbrunn verbindet und uns an einem Jugend-Ferienheim vorbei zu der Höhensiedlung Lindelbrunn bringt

Jetzt entweder gleich hinauf zur Burg oder zuerst zur Einkehr ins Cramerhaus (345 m). Der noch einmal heftige Anstieg auf die Burgruine Lindelbrunn (433 m) ist ein Muss für Pfalzwanderer: die ehemalige Reichsburg liegt auf einem großflächigen freistehenden Felsplateau und bietet ein phänomenales 360-Grad-Wasgau-Panorama (im Bild oben sieht man Rötzenfels und Rehberg); Reste des Palas und der Ringmauer sind gut erhalten.

Für den Rückweg nach Dimbach steigen wir noch einmal bis zum Wanderparkplatz Lindelbrunn ab und wenden uns dort nach links, um auf dem bereits bekannten Weg Richtung Gossersweiler zum Jugend-Ferienheim zu laufen. Etwa 100 m dahinter folgen wir der nach links weisenden Markierung Richtung Darstein [Roter Punkt, bis Darstein]. Auf einem bequemen Waldweg erreichen wir zügig die kleine Gemeinde, schlendern ein Stück die Dorfstraße hinunter und biegen dann halbrechts ab. Weiter in nördlicher Richtung gelangen wir wieder in den Wald, wo ein Pfad leicht bergauf führt. Dieser stößt auf einen Forstweg, dem wir uns linkshaltend bis ins stille Dörfchen Dimbach anvertrauen.


Variante 1: 
Ohne
Dimberg. Von Dimbach direkt Richtung Lindelbrunn [
Blaues Kreuz, bis Lindelbrunn] bis zum Schutzhüttchen westlich des Rötzenberges. Links Richtung Völkersweiler [Blauer Balken] und nach etwa einer Viertelstunde auf dem Dimbacher Buntsandstein Höhenweg rechts hinauf zum Rötzenberg.

Variante 2: 
Ohne
Rötzenberg. An der Wegspinne hinter dem Dimberg-Pfeiler nach rechts auf breitem Weg zur Schutzhütte am Rötzenberg und zum Lindelbrunn [
Blauer Balken].

Variante 3: 
Ohne Darstein. Ab Lindelbrunn wieder zurück zur Schutzhütte am Rötzenberg und links hinab nach Dimbach
[
Blaues Kreuz].

Benachbarte Wanderungen:
Premiumweg Dimbacher Buntsandstein Höhenweg
Rundwanderung 20 Über die Buhlsteine zur Burg Lindelbrunn (Anschluss am Lindelbrunn)
Rundwanderung 28
Hohe Tanne, Burg Landeck und Martinsturm (vom Rötzenberg oder vom Lindelbrunn in einer Stunde nach Gossersweiler-Stein und weiter Richtung Landeck, Tour 28 dann in umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 39 Über Heischberg und Höllenberg (von Dimbach in einer halben Stunde
nordwärts nach Lug)
Stippvisite Burg 23 Lindelbrunn (Start in Lindelbrunn)
Stippvisite Felsen 34 Rötzenfels (Anschluss am Felsen)
Stippvisite Felsen 36 Rödelstein (Start in Lindelbrunn)


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Ort: Dimbach (245 m, auf der Deutschen Schuhstraße zwischen Hauenstein und Völkersweiler bei Lug nach Süden abzweigen)

Parken: Ortseingang

Länge: 17,5 km

Anstieg: 450 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Cramerhaus,
Gaststätten in Darstein

Felsbesteigungen: Dimbergfelsen, Isselmann-Stein,  Rötzenfels

Burgen am Wege:
Burgruine Lindelbrunn


In der näheren Umgebung:
Freischwimmbäder in Hauenstein und Annweiler,

Badeweiher Seehof bei Erlenbach, 
Felslandbad Dahn,
Teufelstisch mit Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Wild- und Wanderpark Silz, Erzbergwerk Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burg Berwartstein
Burg Trifels,
Burgruine Altdahn,

Schuhmuseum Hauenstein

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion Hauenstein
Südwestpfalz
Trifelsland

Tourismusgemeinden:
Dimbach
Lug
Schwanheim

Busenberg
Vorderweidenthal
Silz
Gossersweiler-Stein 
Völkersweiler


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Dimbergpfeiler

Abend auf Lindelbrunn

  
 

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In der Umgebung der Tour:

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