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Orientierung

Nicht immer einfach

Weggabelung im zentralen PfälzerwaldAls sehr vielgestaltige Landschaft mit einer bunten Mischung von  Wanderwegen, Fußpfaden, rudimentären Wegspuren, Forststräßchen und Forstwegen bietet der Pfälzerwald prächtige Gelegenheiten zum Sich-Verlaufen. Dies besonders dann, wenn man die Hauptrouten verlässt. Die Vielzahl der Wege, die manchmal fragwürdige Markierung und Beschilderung und die teilweise große Abgeschiedenheit machen Wandertouren in der Region oft zu einem kleinen Orientierungsabenteuer (was den Genuss durchaus verdoppeln kann!).

Kartenstudium sollte deshalb bei größeren Wanderungen obligatorisch sein, hilft allerdings in Zweifelssituationen manchmal auch nicht weiter, da sich das Wegenetz durch Eingriff der Forstbehörden häufig ändert oder weil Wege durch Sturmschäden unpassierbar geworden sind. Ein Kompass kann - sofern man ihn zu benutzen weiß - vor allem bei schlechtem Wetter nicht schaden. Wer sich hoffnungslos verlaufen hat, alarmiert nicht per Handy-Doofy die Bergwacht, sondern geht bergab - im Tal wohnen Menschen. Dort und unterwegs könnten ein wenig Sprachkenntnisse "Pfälzisch für Wanderer" nicht schaden.

Markierungen

Vor Jahren noch hätte man mit Fug und Recht behaupten können: Die Markierungen im Pfälzerwald bieten eine große Chance für den mündigen Wanderer! Inzwischen ist die Wegmarkierung entschieden verbessert worden, in Teilen des Wandergebiets ist sie sogar vorbildlich.

Sollte das einmal nicht der Fall sein, gibt es im Wesentlichen  folgende Markierungsvarianten:

1. Die solle gucke wo se bleiwe. 
An entscheidenden Stellen gibt es überhaupt keine Markierungen. Ehrlich und kalkulierbar.

2. So e bissel Markierung kennt jo nix schade.
Lückenhafte Markierungen meist nach dem Zufallsprinzip gaukeln etwas vor, was später nicht gehalten wird. Besonders tückisch.

3. Do wo die Leit schdehebleiwe, werrn die Schilder sowieso abgeriss.  
Völliger oder weitgehender Verzicht auf Schilder und Markierungen an Wegspinnen und Abzweigungen. Das wird mehr als wettgemacht, indem man an eindeutigen Stellen kräftig mit Farbe und Schildern hantiert. Amüsant.

4. De Lui hat nix zu due? Do soll er mol de Wald markiere! 
Gut gemeinte, aber unsystematische Markierung. Nah- und Fernziele werden nicht deutlich, Kilometerangaben sind lückenhaft oder Fehlanzeige, Standortangaben fehlen. Spannend.

5. Hauptsach, unser Bimbeldorfer Wegenetz is schää nummeriert!  
Das örtliche Wegenetz wird mit Hilfe von Zahlen durchmarkiert. Wer von außen in das Gebiet hineinwandert und die in Ortsmitte oder sonstwo möglicherweise vorhandene Orientierungstafel nicht studieren und auswendig lernen konnte, steht buchstäblich im Wald. Bewundernswert fleißig, aber nur hilfreich für Spaziergänge oder Rundwege ohne jegliche Variante ab Orientierungstafel.

Recht  verlässlich sind die Markierungen, die an den Wanderparkplätzen des Vereins Naturpark Pfälzerwald beginnen und unter der Rubrik Rundwege beschrieben sind.

 

 

  

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