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Rundwanderung 19: 
Felsensteige über Schindhard

Wasgaulandschaft par excellence

Route (13,5 km): Sportplatz Schindhard - 1 Wasgaublick - 2 Aussichtspunkt auf dem Kahlenberg-Gipfel - 3 Felslandblick - 4 Aussichtspunkt am Kuckucksfelsen - 5 Schindhard - 6 Bärenbrunner Mühle im Bärenbrunner Tal - 7 Kelterhaus Busenberg - 8 Drachenfelsblick auf dem Eichelberg - 9 Wanderparkplatz - 10 Tal westlich von Busenberg  - 11 Sprinzelsfelsen (Dickenbergturm) - 12 Dickenbergfelsen - 13 Straßenüberquerung und Burgenblick - Sportplatz Schindhard

Karten 1:25.000: "Östl. Wasgau mit Bad Bergzabern", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-404-2) oder "Dahner Felsenland", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-95-9)


Vielen Besuchern des Pfälzerwaldes ist das Dahner Felsenland besonders ans Herz gewachsen. Das mag damit zu tun haben, dass unsere Vorstellung vom Paradies mit der eher offenen Landschaftsform einhergeht, wie wir sie hier vorfinden. Felder und Wiesen auch in den mittleren Höhenlagen lassen die mächtigen, meist auf Bergkämmen gelegenen Felsenschiffe und Felstürme besonders plastisch hervortreten, die Bewaldung der Berge ist lichter als im zentralen Pfälzerwald und gibt immer wieder den Blick in die großzügigen Tallandschaften frei. Unsere mit drei Anstiegen gewürzte Tour repräsentiert diese Charakteristika in idealer Weise. Wir wandern in der Nähe des Klettererdomizils Bärenbrunner Hof und können daher eine außergewöhnliche Felskulisse (samt Eidechsen) erwarten.

Das Auto stellen wir am Sportplatz des von Felsmassiven umgebenen Dörfchens Schindhard ab. Dort zieht halbrechts ein Weg auf den mächtigen Kapellenfelsen zu, von dem gleich wieder ein Bergpfad abzweigt [Himmelblaues Logo des Felsenland Sagenweges]. Unser erstes Wegdrittel gehört dem Kahlenberg, der mit gleich vier Panorama-Rastplätzen dafür sorgen wird, dass wir unser Gehtempo nicht überziehen. Wir gewinnen schnell an Höhe und stehen schon bald am Wasgaublick, einer kleinen Felskanzel mit ideal gelegener Ruhebank. Kenner identifizieren Lämmerfelsen, Büttelfels, Hochstein und Fischfels.

Bis Busenberg vertrauen wir uns jetzt der Markierung des Prädikats-Fernwanderweges Pfälzer Waldpfad an [Grün-Weißes Logo]. Zunächst geht es auf einem Bergrücken weiter entschieden bergauf; nach zehn Minuten Schweiß stehen wir auf dem Kahlenberg-Gipfel (399 m). Dort gibt ein auf einem Felshöcker gelegener Aussichtspunkt den Blick frei nach Norden zur Dahner Burgengruppe, nach Erfweiler mit dem Zimmerfelsen und zum Römerfelsen. 

Auf einem anregenden Höhenpfad kommen wir zum dritten Aussichtspunkt, dem Felslandblick. Hier rücken ins Blickfeld: Schindhard mit dem Kapellenfels und direkt dahinter der durch seinen Sendemast nicht zu verwechselnde Dickenberg, unser abschließender Gipfel. Kurz darauf können wir als fünfminütigen Abstecher noch einen Aussichtspunkt oberhalb des - von hier nicht sichtbaren - Kuckucksfelsens über Schindhard mitnehmen.

Der nun breitere Weg führt jetzt vom Kahlenberg nach Süden hinunter zu einem ausgedehnten Wiesengelände. Dort halten wir uns rechts und schlendern zwischen den Pferchfeldfelsen zur linken und dem langgezogenen Kuckucksfelsen zur Rechten hinunter zum östlichen Ortsrand von Schindhard  (215 m), überqueren das zum Bärenbrunner Hof führende Sträßchen und laufen durch das Bärenbrunner Tal bis in die Nähe eines Gehöfts, der Bärenbrunner Mühle.

Hier biegen wir nach rechts in ein Seitental ab und wandern - ausnahmsweise auf Grobschotter und nicht wie sonst bei dieser Tour auf samtweichen Pfaden - zum Kelterhaus am Ortsrand von Busenberg hinauf. Rechts herum kommen wir in den Wald und steigen auf dem Busenberger Holzschuhpfad [Rosa Logo, bis Wanderparkplatz] unter den beeindruckenden Wandfluchten des Eichelbergfelsens zum Aussichtspunkt Drachenfelsblick (340 m) über Busenberg. Dessen 240-Grad-Panorama reicht vom ultralangen Bergkamm der Hohen Derst über die Burgruine Drachenfels und den Kegelgipfel des Jüngstberges bis zum Großen Eyberg und der Dahner Felsen-Szenerie. Das i-Tüpfelchen setzt hier noch ein kleiner Abstecher zum Kreuz auf dem Eichelberg-Gipfelfelsen.

Ein gewundener Pfad, der den versteckten Eckfelsen umrundet, bringt uns kurzweilig hinunter zum Wanderparkplatz an der Straße zwischen Schindhard und Busenberg.

Nach dem Kahlenberg und dem Eichelberg steht jetzt der Dickenberg auf dem Programm. Dazu gehen wir [ohne Markierung] kurz an der Straße entlang nach Süden, überqueren die Straße nach Dahn und streifen durch ein breites, zwischen Busenberg und den Dickenberg eingebettetes Wiesental südwärts. Nach 250 m zweigt an einem Gemarkungsstein ein Pfad rechts ab in den Wald [Rosa Logo des Busenberger Holzschuhpfades, bis Straßenüberquerung]. Ein steiler Pfad führt hinauf zum bizarren Sprinzelsfelsen (auch Dickenbergturm genannt). Durch ein Felsentor gelangen wir auf die andere Bergseite und in wenigen Schritten auf das Felsplateau, das mit einem umfassenden Blick über die Streuobstwiesen-Landschaft bei Busenberg und die Drachenfels-Jüngstberg-Szenerie glänzt; die wuchtigen Felsen gegenüber sind die  intensiv bekletterten Bruchweiler Geiersteine.

Der Holzschuhpfad zieht nun über den Dickenberg nordwärts zu einem weiteren Aussichtspunkt auf dem kleinen Dickenbergfelsen und dann steil hinunter zur bereits zuvor berührten Straße.

Nach der Straßenüberquerung beginnt der Abstieg nach Schindhard [Himmelblaues Logo des Felsenland Sagenweges, bis Endpunkt]. Der Holzschuhpfad zieht nun über den Dickenberg nordwärts zu einem weiteren Aussichtspunkt auf dem kleinen Dickenbergfelsen und dann steil hinunter zur bereits zuvor berührten Straße.

Auf der anderen Straßenseite beginnt der Abstieg nach Schindhard; er folgt dem Felsenland Sagenweg. Wir schlendern durch Obstwiesen, verarbeiten unsere Eindrücke und genießen unterwegs noch den Blick zum Hochsteinmassiv und der Dahner Burgengruppe (Altdahn-Grafendahn-Tanstein). Im Tal bringt uns ein Fahrradweg in wenigen Minuten zurück in das Wasgaudörfchen.


Variante:
Ohne Dickenberg (4 km weniger). Am Wanderparkplatz zwischen Busenberg und Schindhard sofort die Straße überqueren und [ohne Markierung] halbrechts hinunter nach Schindhard.

Benachbarte Wanderungen:
Premiumweg Busenberger Holzschuhpfad (Anschluss am Wanderparkplatz zwischen Busenberg und Schindhard)
Felsenland Sagenweg
(Anschluss am Sportplatz Schindhard)
Rundwanderung 7 Heidenberg, Jüngstberg und Drachenfels (vom Dickenbergturm auf Sicht zum Anschluss am schräg gegenüber gelegenen Drachenfels)
Rundwanderung 18 Von Dahn zum Bärenbrunner Hof (ab Rauhberg zum Bärenbrunner Hof)
Rundwanderung 50 Die Dahner Felsen- und Burgenrunde (ab Sportplatz nach Nordwesten zum Parkplatz unterhalb der Burgruine Altdahn)
Stippvisite Felsen 25 Eichelfels (Anschluss am Felsen)
Stippvisite Felsen 32 Sprinzel (Anschluss am Felsen)


© www.wanderportal-pfalz.de 2005 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im Dezember 2014

Ort: Schindhard bei Dahn (215 m)

Parken: Sportplatz (von Dahn kommend am Ortseingang von Schindhard links hoch)

Länge: 13 km

Anstieg: 490 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Problemlos


Einkehr am Wege: Keine (Bärenbrunner Hof 2 km von Startpunkt)

Felsbesteigungen: Wasgaublick, Kahlenberg-Gipfelfels, Drachenfelsblick, Eichelberg-Gipfelfels,
Sprinzel (Dickenbergturm)

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Felslandbad Dahn
Badeweiher Saarbacher Hammer bei Fischbach, Schöntalweiher bei Ludwigswinkel, Seehof bei Erlenbach, Rohrwoog bei Hinterweidenthal,
Teufelstisch mit Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Wild- und Wanderpark Silz, Erzbergwerk Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burg Berwartstein,
Burgruine Altdahn

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion Hauenstein
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Dahn
Erfweiler
Busenberg
Bruchweiler

Sonstiges:
Zünftiger Campingplatz am Bärenbrunner Hof


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Vom Rauhberg nach Erfweiler
und zur Burgruine Altdahn

Auf dem Dickenbergturm (Sprinzel)