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Rundwanderung 28: Hohe Tanne, Landeck, Martinsturm

Kontraste über dem Klingbachtal

Skizze Große Rundwanderung 28

Vom Abtskopf ins Trifelsland: Leberstein, Hundsfels, Rehberg, Trifels-Anebos-Münz

Route (20 km): Silz - 1 Wegspinne Katzeneiche - 2 Abtskopf - 3 Aussichtspunkt - 4 Wegspinne - 5 Hohe Tanne - 6 Wegspinne Karlsplatz- 7 Klingbachhof - 8 Burgruine Landeck - 9 Schlössel - 10 Aussichtspunkt - 11 Heidenschuh - 12 Wegspinne - 13 Martinsturm - 14 Wegspinne - 15 Wegkreuzung - 16 Schutzhütte - Silz

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Annweiler


Es gibt Zeitgenossen, die bei einem herzhaften Aufstieg aufblühen wie der Krokus im Frühling. Warum gönnen wir ihnen nicht derer zwei? Dazu wählen wir zwischen Silz und Klingenmünster einen stillen Berg und einen weniger stillen, steigen zwischendurch tief hinunter ins Klingbachtal und rasten ausgiebig auf der Burg Landeck. Vier exzellente Aussichtspunkte und ein einmalig kompakter Streifzug durch die pfälzische Burgengeschichte sind zusätzlicher Lohn.

Am westlichen Ortsende von Silz (also Richtung Dahn) beginnt ein beschilderter Weg, der über die Katzeneiche nach Blankenborn führt. Diesen nehmen wir für unseren Aufstieg zum Abtskopf, dem südlich von Silz gelegenen großen Bergmassiv. Nach kurzem Aufstieg erreichen wir die Wegspinne Katzeneiche auf dem vom Abtskopf nach Westen herunterziehenden Kamm.

Von der Burgruine Landeck zur Hohen TanneDort halten wir uns links auf dem Bergrücken und achten darauf, uns nicht in die Südflanke des Berges abdrängen zu lassen, die erschreckend anschaulich das Grauen von Kiefern-Monokulturen demonstriert. Sollten wir die Beschilderung zum Abtskopf einmal vermissen: Wir bleiben auf dem breiten Weg und halten uns im Zweifel eher links (also auf der Nordseite des Abtskopfes). Durch lichten Mischwald werden wir so zu einem nach rechts aufwärts führenden Gipfelpfad gelangen.

Die Gipfelbesteigung des aus der Ferne so formschönen Abtskopfes (486 m, im Bild oben von Burg Landeck) ist eher eine Frage der Ehre denn des befriedigenden Erlebnisses: wenig Aussicht, eine verrottete Schutzhütte und unbewältigte Sturmschäden. Da trifft es sich, dass schon nach wenigen Metern Abstieges (zunächst Nordost-, dann Südost-Richtung) ein Aussichtspunkt am Weg liegt, der alles rund um den Trifels auf dem Präsentierteller hat (Bild oben). Auf der gegenüberliegenden Talseite steht - allerdings zwischen den Bäumen kaum zu erkennen - der Martinsturm, der den abschließenden Höhepunkt der Tour bilden wird.

Ab hier können wir der Beschilderung zur Hohen Tanne folgen, die uns zunächst in einem weiten Rechtsbogen zur einer nicht näher benannten Wegspinne bringt. Dort heißt es aufpassen, denn der Weiterweg zweigt 10 m hinter der Wegspinne etwas versteckt nach links ab. Wir bleiben oben auf dem Bergrücken und kommen auf einem breiten Weg durch schöne Hochkiefern zu einem pittoresken Rastplatz mit einer an einem Felsenknubbel gelegenen Sitzgruppe. Wenige Schritte weiter stehen wir an der Hohen Tanne (391 m), einem an einer Wegkehre gelegenen, etwas verwachsenen Aussichtspunkt mit Blick auf unser nächstes großes Ziel, die Burg Landeck.

Nächster Anlaufpunkt ist die Wegspinne Karlsplatz (344 m), wo eine rekordverdächtige Anzahl von Wegen zusammentrifft. Halblinks abwärts nehmen wir den Forstweg zum Klingbachhof (173 m) am Ortseingang von Klingenmünster.

Burgruine LandeckDie nächste Wegstunde wartet mit höchst unterschiedlichen Burganlagen aus drei Epochen auf. Nach Überqueren der Straße steigen wir zügig hinauf zur aufwendig restaurierten, aus der Staufer-Zeit stammenden Burgruine Landeck (305 m), wo wir Pfälzische Spezialitäten, die dazugehörige Weinschorle und einen ungehinderten Ausblick in die Rheinebene, den Odenwald und den Schwarzwald genießen können. Zudem gibt es ein kleines Burgmuseum und Burgführungen. Vor der Burg informiert eine Wandertafel über unseren Weiterweg, der zunächst rechtshaltend zum mitten im Wald gelegenen Burgruine Schlössel (350 m) führt. Diese ist eine der ältesten Burganlagen der Pfalz und die einzige, die ausschließlich auf die Zeit der Salier zurückgeht.

Nordwärts gelangen wir dann zu einem  Aussichtspunkt auf einem kleinen Felsen, wo wir uns nach Westen wenden und auf einem sehr schönen Kammweg in wenigen Minuten den Heidenschuh (430 m) erreichen, Reste einer kleinen frühmittelalterlichen Fliehburg mit zwei Wällen aus roh behauenen Steinblöcken. Dorthin kommen wir, indem wir in Höhe einer kleinen Schutzhütte einen Abstecher wenige Meter nach links machen.

Weiter auf dem von Birken gesäumten Kammweg gelangen wir zu einer  Weggabelung, an der wir links leicht bergauf abbiegen. Nach wenigen Minuten folgt an einer Wegspinne der Anstieg zu unserem letzten Aussichtspunkt, dem schon 1886 erbauten Martinsturm (504 m) auf dem Treutelskopf. Die Aussicht erstreckt sich, von ein paar Baumwipfeln abgesehen, ungehindert über 360 Grad.

Wir steigen auf dem Anstiegsweg zurück zur Wegspinne, wo wir uns nach links wenden, um auf einem ebenen Forstweg Richtung Gossersweiler-Stein zu wandern. An einer großen Lichtung gehen wir kurz rechts zu einer Wegkreuzung, wo wir uns wieder links halten. Bald  kommen wir an einer Schutzhütte unterhalb des mächtigen Hundsfelsens (ein Abstecher lohnt!) und dann an einer Wegabzweigung nach Waldrohrbach vorbei. Einige hundert Meter dahinter verlassen wir den markierten Weg nach links und steigen auf Sicht nach Silz ab.


Variante:
Ohne Heidenschuh und Martinsturm. Ab Burg Landeck auf der Südseite des Berges meist eben nach Silz.

Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 38
Madenburg und Slevogthof (kurz vor Tourenende beschildert hinunter nach Waldrohrbach und von dort zur Madenburg)
Rundwanderung 44 Von Bergzabern zum Stäffelsberg (ab Wegspinne Karlsplatz in einer Stunde nach Bad Bergzabern)
Stippvisite Burg 9 Landeck (Anschluss am Klingbachhof)
Stippvisite Burg 42 Schlössel (Start an der Burg Landeck)


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Ort: Silz (211 m)

Parken: Ortsmitte

Länge: 20 km

Anstieg: 650 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios 

Abgeschiedenheit: Mittel (belebt in Burgnähe)

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Gaststätte auf der Burg Landeck

Turmbesteigung: Martinsturm auf dem Treitelskopf

Burgen am Wege:
Burg Landeck

Schlössel
Heidenschuh (karge Reste)


In der näheren Umgebung:
Weißenburg im Elsass (sehr romantisches Städtchen),
Deutsches Weintor in Schweigen
,
Deutsche Weinstraße,

Bad Bergzabern
(Kurpark,
Südpfalz-Therme),
Felslandbad Dahn,
Badeweiher Seehof bei Erlenbach,
Wild- und Wanderpark Silz,
Erzbergwerk Nothweiler,

Biosphärenhaus Fischbach,
Burg Berwartstein,
Burgruine Altdahn

Regionale Tourist-Infos:
Region Bad Bergzabern
Südliche Weinstraße

Tourismusgemeinden:
Silz
Klingenmünster
Waldhambach
Waldrohrbach
Gossersweiler-Stein
Völkersweiler
Birkenhördt
Gleiszellen
Böllenborn


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Waldhambach, Rehberg, Adelsberg und Trifels vom Heidenschuh

Waldhambach, Rehberg, Adelsberg und Trifels vom Heidenschuh

Martinsturm

Martinsturm