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Rundwanderung 29: 
Über den Großen Almersberg

Der verborgene Riese

Route (20,5 km): Wanderparkplatz im Wellbachtal - 1 Almersberg-Gipfelfelsen - 2 Almersberg-Aussichtsfels - 3 Wegkreuzung  - 4 Wegspinne - 5 Forsthaus Taubensuhl - 6 Fassenteich - 7 Wellbachtalstraße - 8 Hofstätten - 9 Annweiler Forsthaus - 10 Kaltenbachtal - Wanderparkplatz im Wellbachtal

Karten 1:25.000: "Oberhaardt von Neustadt a.d.W.", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-402-8) oder "Hauenstein & Trifelsland", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-88-1)

Das Annweiler Forsthaus ist z.Zt. nicht bewirtschaftet! (Stand Februar 2014)


Der Himalaya hat den Hidden Peak, die Bernina den Piz Zupo („versteckter Berg“) und der Pfälzerwald den Großen Almersberg: Hohe Gipfel, die sich den Blicken aus dem Tal entziehen, und wegen ihrer populäreren Nachbarn etwas vernachlässigt werden. Uns kann das nur recht sein, bietet doch die Gegend zwischen dem Almersberg und dem Forsthaus Taubensuhl den Genuss absoluter Einsamkeit. Ab Taubensuhl sehen wir dann ab und zu wieder Menschen.

Vom Parkplatz überqueren wir die Wellbachtalstraße und finden gleich einen markierten Bergpfad. Wir atmen noch einmal tief durch, denn der Aufstieg zum Almersberg ist mit 350 m Höhenunterschied einer der strammsten des Pfälzerwaldes. Der zunächst langgezogene, dann im Zick-Zack verlaufende Pfad bringt uns auf einen breiten Forstweg, den wir an einem kleinen Teich überqueren. Damit befinden wir uns am Gipfelfuß des Almersberges.

Ein letzter steiler Pfad bringt uns auf der Nordflanke des Berges zunächst zu den Almersberg-Gipfelfelsen, gebildet aus dem für diese Gegend des Pfälzerwaldes typischen Blockfelswerk, und dann auf das langgezogene Gipfelplateau des Großen Almersberges (564 m). Dieses wird nach Kahlschlag gerade wiederaufgeforstet. Wir begehen das Plateau in Südwest-Richtung und schauen, dass wir den großartigsten Punkt dieser Tour nicht zu verpassen: vor einer ausgeprägten Rechtskurve zweigt eine unscheinbare Pfadspur nach links ab, auf der wir mit wenigen Schritten zum grandios auf einem Felsen gelegenen Aussichtspunkt auf dem Almersberg kommen - der ganze Wasgau liegt uns hier zu Füßen (Bild oben).

Wir steigen im Uhrzeigersinn um den Almersberg herum hinunter Richtung Norden und kommen so zur Schlüsselstelle der Tour: Wenn wir hier nicht den markierten, von Annweiler kommenden Taubensuhlweg erwischen (blaue Markierung), können wir uns mächtig verlaufen. Also im Detail: Auf unserem Abstiegsweg nehmen wir den zweiten nach links abwärts führenden Pfad und stoßen dann genau nördlich des Almersberg-Gipfels auf einen Fahrweg. Diesen überqueren wir und treffen - so alles gut geht - nach wenigen Metern an einer Wegkreuzung auf die Markierung „Taubensuhl“, der wir ab hier konsequent folgen.

Der breite Forstweg führt auf dem Bergrücken streng nach Norden durch Mischwälder und überquert zwei Wegspinnen. An der dritten Wegspinne beginnt - leicht zu übersehen - ein schöner, leicht ansteigender Pfad durch dunklen Tannenwald zu einem Bergrücken. Diesem folgen wir bis zum Forsthaus Taubensuhl (528 m), einer idyllischen Oase inmitten der Waldeinsamkeit.

Der Weiterweg nach Hofstätten ist gut markiert. Er verläuft zunächst durch hochgelegene fast ebene Wälder und trifft etwa 3 km vom Taubensuhl entfernt auf einen Forstweg (nördlich eines Langeck genannten Bergrückens). Dort geht es halblinks über einen Pfad hinunter zum Fassenteich (327 m), wo wir auf die Wellbachtalstraße nach Johanniskreuz stoßen. Auf der gegenüberliegenden Talseite sehen wir einige Häuser, die im Aufstieg nach Hofstätten passiert werden.

In Hofstätten (447 m), einer der wenigen Siedlungen im zentralen Pfälzerwald, biegen wir entweder am Ortseingang links ab oder schlendern durch das hübsche Dörfchen und halten uns dann am Wanderparkplatz links. 

Zunächst durch Wiesengelände, dann durch schönen Mischwald kommen wir bergauf zu einem Sattel, von dem ein Pfad steil hinunterleitet ins Eiderbachtal. Dieses überqueren, ein letzter Anstieg und wir sind am vielbesuchten Annweiler Forsthaus (454 m), wo es auf einer weiten Wiese  noch Sportgelegenheiten für Nimmersatte gibt.

Jetzt geht es nur noch bergab: Einige Meter auf dem Sträßchen, am Waldrand halbrechts der Abstieg entlang eines Kälberteich genannten Hochtals und dann durch das Kaltenbachtal auf breitem Weg rechts vom Bach zum Wanderparkplatz im Wellbachtal.


Variante: 
Vom Annweiler Forsthaus über Kirschfelsen (mit Aussichtsturm) zum Ausgangspunkt statt durch Kälberteich-Kaltenbachtal. Vo
m Kirschfelsen südwärts steil hinunter zum Ausgangspunkt (etwa eine Stunde mehr).

Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 23 Am Großen Adelsberg (vom Almersberg südwärts  Richtung Annweiler in einer guten Stunde zur Anschlusspunkt im Sattel hinter dem Kehrenberg)
Rundwanderung 30 Aus dem Wellbachtal zum Luitpoldturm (Anschluss am Parkplatz im Wellbachtal oder am Annweiler Forsthaus, Tour 30 dann in umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 33
Von Eußerthal zum Taubensuhl (Anschluss am Taubensuhl)
Rundwanderung 43 Auf Umwegen zum Annweiler Forsthaus (Anschluss am Annweiler Forsthaus)
Rundwanderung 54 Von Turm zu Turm (vom Taubensuhl eine Stunde nach Nordwesten zum Anschluss an der Wegspinne An der Wurzel)
Rundweg 18 Von der Hornesselwiese zum Forsthaus Taubensuhl (Anschluss am Taubensuhl)

Stippvisite Turm 14 Kirschfelsturm (Start am Annweiler Forsthaus)


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Ort: Rinnthal (190 m)

Parken: Wanderparkplatz im Wellbachtal (210 m, von der Bundesstraße 10 zwischen Annweiler und Hauenstein Richtung Johanniskreuz abbiegen und noch etwa 3 km ins Wellbachtal bis zur Abzweigung Annweiler Forsthaus)

Länge: 20,5 km

Anstieg: 720 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios (vom Almersberg)

Abgeschiedenheit: Immens (erste Tourenhälfte)

Orientierung: Anspruchsvoll (vor allem zwischen Almersberg und Taubensuhl)


Einkehr am Wege:
Forsthaus Taubensuhl, Gasthäuser in Hofstätten, Annweiler Forsthaus

Felsbesteigungen: Almersberg-Aussichtsfels 

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Wasgaufreibad in Hauenstein,
Freibad Annweiler,

Burg Trifels,
Johanniskreuz (Ausflugsgaststätten, Motorradfahrertreff),
Haus der Nachhaltigkeit
in  Johanniskreuz
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße,
Schuhmuseum Hauenstein

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland
Tourismusregion Hauenstein

Tourismusgemeinden:
Rinnthal
Wilgartswiesen
Hofstätten
Johanniskreuz
Eußerthal

Annweiler
Hermersbergerhof


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Rast auf dem Almersberg