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Die Pirmasenser sind zwar durch den Einbruch ihrer Schuhindustrie
arg gebeutelt, können sich aber in anderer Beziehung glücklich schätzen:
Sie nehmen Bus oder Auto, fahren in wenigen Minuten zum Stadtrand, schnüren
ihre Wanderstiefel und befinden sich wenig später mitten im schönsten Pfälzerwald.
Wir tun es ihnen nach und starten unsere Tour am südöstlichen Stadtrand
in der Nähe des sehenswerten Waldfriedhofs. Es erwarten uns Märchenwälder,
vier stille Felspfade, ein weniger stilles Ausflugslokal, eine schön
gelegene Pfälzerwaldvereinshütte
und ein von der NATO wie ein Schweizer Käse durchlöcherter Berg mit
Aussichtspunkt. Die Tour ist auch an Regentagen lohnend, es gibt genügend Gelegenheit zum Aufwärmen.
 Am
Eingang zum Tälchen direkt am Parkplatz ignorieren wir die Markierung Richtung
Beckenhof. Stattdessen passieren wir eine Schranke und nehmen sofort dahinter hinter
den vom Talweg halblinks abzweigenden Pfad. Der anfangs störende Lärm der Bundesstraße 10 ist nach wenigen
Minuten vergessen; auf weich-federndem Waldboden steigen wir auf unserem ersten Felsenpfad
auf der
Westseite des Glasberges zwischen Felsgruppen hindurch leicht bergan. Wir
stoßen dann auf einen vom Tal heraufziehenden Weg. Diesem folgen wir
rechts etwas hinunter ins hintere Tälchen (von den Einheimischen „Gründell“
genannt), gehen dort in der eingeschlagenen Richtung auf einem breiten
Forstweg noch ein Stück talaufwärts und nehmen dann einen halblinks
bergaufwärts führenden Pfad.
Auf
dem Bergrücken erreichen wir einen breiten Weg, den wir gleich brauchen
werden, zunächst aber zurückstellen, da wir noch einen ganz kurzen
Abstecher zu einem schaurigen Platz namens Mordloch
machen. Dazu überqueren wir den Weg und gehen einige Schritte einen
Hohlweg hinunter. An einem Felsen zur Linken soll sich der Legende nach der Ausgang eines
mehrere Kilometer langen Fluchtstollens der Burg Lemberg befunden haben. Hier soll es einst zu einem Verrat gekommen
sein, infolgedessen die Flüchtenden am Stollenausgang erwartet und grausam
hingemetzelt wurden.
 Zurück
zum Weg wenden wir uns nach rechts und kommen so in wenigen Minuten zum Wanderparkplatz An der Platte (410 m), wo sich die Pirmasenser Jogger und
Walker versammeln. Auf der anderen Seite des zum Beckenhof führenden Sträßchens
finden wir einen Pfad hinunter zur Pfälzerwaldhütte am Starkenbrunnen.
Wir passieren gleich zu Beginn die Geisenfelsen,
überqueren einen Weg und laufen dann rechts abwärts an einem Brünnchen
am kleinen, fast versandeten Hammelsweiher vorbei zum idyllischen Waldhaus
Starkenbrunnen (307 m). Die starke Quelle, der die Hütte ihren Namen
verdankt, ist im Jahr 2003 leider versiegt; wahrscheinlich nicht für
immer, da sie sich schon einmal von einem solchen Zwischenfall erholte (es
wäre schade um das beste Quellwasser der Region).
Auf
dem gleichen Weg laufen wir zurück bis zum Hammelsweiher und weiter
bergauf zum beliebten ehemaligen Forsthaus Beckenhof (357 m), heute
eine stark frequentierte Ausflugsgaststätte mit vielen Sitzplätzen im Freien. Von hier aus werden wir in einer weiten Runde um den Großen Arius
(455 m) marschieren und wieder zum Beckenhof zurückkehren. Dass dieser
langgestreckte Berg zu militärischen Zwecken komplett untertunnelt wurde,
braucht uns nicht weiter zu beschäftigen. Als Wanderer berührt uns eher
der Zustand des Bergrückens, der von den Weihnachtsstürmen im Jahr 1999
arg in Mitleidenschaft gezogen wurde; vor allem im Ostteil türmten sich
meterhoch die umgestürzten Buchen.
Am
Parkplatz gehen wir rechts über eine Steintreppe in den Wald hinein.
Ein großer Felsklotz erinnert an den Generalobersten Ludwig Beck, den
Kopf des militärischen Widerstandes gegen Hitler, dessen Vorfahren den
Beckenhof erbauten. Links vom Gedenkstein führt ein sehr steiler Pfad
hinauf zum einzigen Aussichtspunkt dieser Tour, einem Felsen auf dem Großen Arius (438
m). Nach Osten absteigend
treffen wir auf den nächsten Felsenpfad, den Arius-Rundweg, der
uns zunächst an den Naßfelsen vorbeiführt. Auf der Nordseite des
Arius geht er dann in einen Forstweg mit zahlreichen Windungen über.
So
kommen wir zum zweiten Mal zum Beckenhof mit seinem riesigen
Biergarten. Rechts vom Hauptgebäude beginnt - etwas versteckt - der Weg
zum treffend benannten Naturdenkmal Felsentor (410 m). Hier beginnt
eine Passage mit etwas heikler Orientierung - ein Fehler und wir verpassen
das schönste Teilstück unserer Tour.
Also:
Oberhalb des Felsentores geht es rechts weiter zu einem Wegedreieck,
an dem wir uns links halten und auf einen breiten Weg kommen; dieser wird
zugunsten eines nach rechts abwärts führenden Fußweges bald wieder
verlassen. So gelangen wir zu einer
Wegspinne, an der wieder rechts
ein sehr leicht zu übersehender unscheinbarer Pfad abzweigt.
 Hier
beginnt der romantischste Teil der Tour, ein langer Felsenpfad, der sich -
immer auf mittlerer Hanghöhe über dem Glastal bleibend - östlich um den
Glasberg herumwindet. Auf weichem Waldboden
passieren wir dabei drei Felsgruppen: Den eher unauffälligen Luitpoldfelsen,
den besonders attraktiven Gebrochenen Felsen und die Schillerwand,
wo sich der Pfad nach links Richtung Ausgangspunkt wendet und die Geräuschkulisse
der Bundesstraße 10 die Herrschaft zurückgewinnt.
Variante
1:
Ohne Großen Arius. Ab Beckenhof gleich zum Felsentor.
Variante
2:
Ohne Waldhaus Starkenbrunnen. Ab Parkplatz an der Platte links vom
Sträßchen zum Beckenhof.
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung 2 Von Lemberg zum Waldhaus Hohe List (ab Waldhaus
Starkenbrunnen etwa 45 Minuten zum
Sportplatz Lemberg)
Rundwanderung 8 Über Ruppertsfels, Burg Lemberg und Rotenberg (ab Waldhaus
Starkenbrunnen in 5 Minuten zum Startpunkt)
Rundwanderung 9 Von Burg Lemberg zum Kleinen Teufelstisch (ab Waldhaus
Starkenbrunnen etwa 35 Minuten zum Startpunkt)
Rundweg 16 Am
Pirmasenser Felsentor (Start am Beckenhof)
Stippvisite Felsen 23
Ariusfelsen (Start am Beckenhof)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Pirmasens
(379 m)
Parken:
Waldparkplatz
Gründell (300 m, nicht als solcher beschildert; von der Bundesstraße
10 östlich von Pirmasens Ausfahrt "PS-Waldfriedhof", am Friedhof
vorbei und nach etwa 600 m erste mögliche Abzweigung links, auf Asphaltsträßchen
wieder nach links, Parkplatz etwa 200 m weiter am Ende des Sträßchens)
Länge:
15,5 km
Anstieg: 350
Höhenmeter
Schweiß:
Wenig
Aussicht:
Nett
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Nicht
ohne

Einkehr
am Wege:
Forsthaus
Beckenhof, Wanderheim
Starkenbrunnen PWV
(Öffnungszeiten)
Felsbesteigungen:
Aussichtsfelsen
am Westende des Großen Arius
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Pirmasens
(Einkaufszentrum, Dynamikum
Science Center, Erlebnisbad Plub, Schuhmuseum,
Skulpturenpark),
Westwall-Museum in Pirmasens-Niedersimten,
Burgeninformationszentrum
auf
der Burg Lemberg,
Teufelstisch
mit
Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Burgruine Altdahn,
Schuhmuseum
Hauenstein
Regionale
Tourist-Infos:
Tor
zum Wasgau
Südwestpfalz
Pirmasens
Tourismusgemeinden:
Pirmasens
Ruppertsweiler
Lemberg
Münchweiler
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Gebrochener
Felsen

Das
Felsentor
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