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Es gibt Zeitgenossen, die bei einem herzhaften Aufstieg aufblühen wie
der Krokus im Frühling. Warum gönnen wir ihnen nicht derer zwei? Dazu wählen
wir zwischen Silz und Klingenmünster einen stillen Berg und einen weniger
stillen, steigen zwischendurch tief hinunter ins Klingbachtal und rasten
ausgiebig auf der Burg Landeck. Vier exzellente Aussichtspunkte und ein
einmalig kompakter Streifzug durch die pfälzische Burgengeschichte sind zusätzlicher
Lohn.
Am
westlichen Ortsende von Silz (also Richtung Dahn) beginnt ein beschilderter Weg, der über die
Katzeneiche nach Blankenborn führt. Diesen nehmen wir für unseren
Aufstieg zum Abtskopf, dem südlich von Silz gelegenen großen Bergmassiv. Nach
kurzem Aufstieg erreichen wir die Wegspinne Katzeneiche auf dem vom Abtskopf nach Westen
herunterziehenden Kamm.
 Dort
halten wir uns links auf dem Bergrücken und achten darauf, uns nicht in
die Südflanke des Berges abdrängen zu lassen, die erschreckend
anschaulich das Grauen von Kiefern-Monokulturen demonstriert. Sollten wir
die Beschilderung zum Abtskopf einmal vermissen: Wir bleiben auf dem breiten
Weg und halten uns im Zweifel eher links (also auf der Nordseite des Abtskopfes). Durch lichten Mischwald werden wir so zu einem nach rechts
aufwärts führenden Gipfelpfad gelangen.
Die
Gipfelbesteigung des aus der Ferne so formschönen Abtskopfes
(486 m, im Bild oben von Burg Landeck) ist eher eine Frage der Ehre denn des befriedigenden
Erlebnisses: wenig Aussicht, eine verrottete Schutzhütte und unbewältigte
Sturmschäden. Da trifft es sich, dass schon nach wenigen Metern Abstieges
(zunächst Nordost-, dann Südost-Richtung) ein Aussichtspunkt
am Weg liegt, der alles rund um den Trifels auf dem Präsentierteller hat (Bild oben). Auf der gegenüberliegenden
Talseite steht - allerdings zwischen den Bäumen kaum zu erkennen - der
Martinsturm, der den abschließenden Höhepunkt der Tour bilden wird.
Ab
hier können wir der Beschilderung zur Hohen Tanne folgen, die uns zunächst
in einem weiten Rechtsbogen zur einer nicht näher benannten Wegspinne
bringt. Dort heißt es aufpassen, denn der Weiterweg zweigt 10 m hinter
der Wegspinne etwas versteckt nach links ab. Wir bleiben oben auf dem
Bergrücken und kommen auf einem breiten Weg durch schöne Hochkiefern zu einem
pittoresken Rastplatz mit einer an einem Felsenknubbel gelegenen
Sitzgruppe. Wenige Schritte weiter stehen wir an der Hohen
Tanne (391 m), einem an
einer Wegkehre gelegenen, etwas verwachsenen Aussichtspunkt mit Blick auf unser nächstes großes
Ziel, die Burg Landeck.
Nächster
Anlaufpunkt ist die Wegspinne Karlsplatz
(344 m), wo eine rekordverdächtige Anzahl von Wegen zusammentrifft.
Halblinks abwärts nehmen wir den Forstweg zum Klingbachhof
(173 m) am Ortseingang von Klingenmünster.
 Die
nächste Wegstunde wartet mit höchst unterschiedlichen Burganlagen aus drei
Epochen auf. Nach Überqueren der Straße
steigen wir zügig hinauf zur aufwendig restaurierten, aus der Staufer-Zeit
stammenden Burgruine Landeck (305 m), wo wir Pfälzische Spezialitäten, die dazugehörige
Weinschorle und einen ungehinderten
Ausblick in die Rheinebene, den Odenwald und den
Schwarzwald genießen können. Zudem gibt es ein kleines Burgmuseum und
Burgführungen. Vor
der Burg informiert eine Wandertafel über unseren Weiterweg, der zunächst
rechtshaltend zum mitten im Wald gelegenen Burgruine Schlössel
(350 m) führt. Diese ist eine der ältesten Burganlagen der Pfalz und die
einzige, die ausschließlich auf die Zeit der Salier zurückgeht.
Nordwärts
gelangen wir dann zu
einem Aussichtspunkt
auf einem kleinen Felsen, wo wir uns nach Westen wenden und auf einem
sehr schönen Kammweg in wenigen Minuten den Heidenschuh
(430 m) erreichen, Reste einer kleinen frühmittelalterlichen
Fliehburg mit zwei Wällen aus roh behauenen Steinblöcken.
Dorthin kommen wir, indem wir in Höhe einer kleinen Schutzhütte
einen Abstecher wenige Meter nach links machen.
Weiter auf dem von Birken gesäumten Kammweg gelangen wir zu einer Weggabelung, an der wir links leicht bergauf abbiegen. Nach
wenigen Minuten folgt an einer Wegspinne
der Anstieg zu unserem letzten Aussichtspunkt, dem schon 1886
erbauten Martinsturm (504 m)
auf dem Treutelskopf. Die Aussicht erstreckt sich, von ein paar
Baumwipfeln abgesehen, ungehindert über 360 Grad.
Wir
steigen auf dem Anstiegsweg zurück zur Wegspinne, wo wir uns nach
links wenden, um
auf einem ebenen Forstweg Richtung Gossersweiler-Stein zu wandern. An
einer großen Lichtung gehen wir kurz rechts zu einer Wegkreuzung,
wo wir uns wieder links halten. Bald
kommen wir an einer Schutzhütte unterhalb des mächtigen
Hundsfelsens (ein Abstecher lohnt!) und dann an einer Wegabzweigung nach
Waldrohrbach vorbei. Einige hundert Meter dahinter verlassen wir den
markierten Weg nach links und steigen auf Sicht nach Silz ab.
Variante:
Ohne
Heidenschuh
und Martinsturm. Ab Burg Landeck auf der Südseite des Berges meist eben
nach Silz.
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung 38 Madenburg
und Slevogthof (kurz vor Tourenende beschildert hinunter nach Waldrohrbach
und von dort zur Madenburg)
Rundwanderung 44 Von Bergzabern zum Stäffelsberg (ab
Wegspinne Karlsplatz in einer Stunde nach Bad Bergzabern)
Stippvisite Burg 9 Landeck
(Anschluss am Klingbachhof)
Stippvisite
Burg 42 Schlössel (Start an der Burg Landeck)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Silz
(211 m)
Parken:
Ortsmitte
Länge:
20 km
Anstieg: 650
Höhenmeter
Schweiß:
Happig
Aussicht:
Grandios
Abgeschiedenheit:
Mittel
(belebt in Burgnähe)
Orientierung:
Nicht ohne

Einkehr
am Wege:
Gaststätte
auf der Burg Landeck
Turmbesteigung:
Martinsturm
auf dem Treitelskopf
Burgen
am Wege:
Burg
Landeck
Schlössel
Heidenschuh
(karge Reste)
In
der näheren Umgebung:
Weißenburg
im Elsass (sehr romantisches Städtchen),
Deutsches
Weintor in Schweigen,
Deutsche Weinstraße,
Bad Bergzabern
(Kurpark,
Südpfalz-Therme),
Felslandbad
Dahn,
Badeweiher
Seehof bei Erlenbach,
Wild-
und Wanderpark Silz,
Erzbergwerk
Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burg
Berwartstein,
Burgruine
Altdahn
Regionale
Tourist-Infos:
Region Bad
Bergzabern
Südliche Weinstraße
Tourismusgemeinden:
Silz
Klingenmünster
Waldhambach
Waldrohrbach
Gossersweiler-Stein
Völkersweiler
Birkenhördt
Gleiszellen
Böllenborn
Bilder
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Waldhambach,
Rehberg, Adelsberg und Trifels vom
Heidenschuh

Martinsturm
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