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Rundwanderung 66: 
Von Oberotterbach
zur Ruine Guttenberg

Mit den Waldgeistern in den Mundatwald

Route (11 km): Oberotterbach - 1 Otterbachtal - 2 Waldgaststätte „Im Schützenhaus“ - 3 Waldgeisterweg - 4 Rastplatz Eicheltal - 5 Wegspinne Schlossbrunnen - 6 Burgruine Guttenberg - 7 Pfälzer Weinsteig (Teilstück) - 8 Breitenborn-Quelle im Rußbachtal - 9 Landschaftsweiher - 10 Schweigen-Rechtenbach, Ortsteil Rechtenbach - 11 Evangelische Kirche - 12 Wanderweg Deutsche Weinstraße - Oberotterbach

Karten 1:25.000: "Östlicher Wasgau mit Bad Bergzabern", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-404-2) oder "Bad Bergzaberner Land", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-94-2)


Im äußersten Südosten des Pfälzerwaldes, zwischen Bad Bergzabern und dem elsässischen Wissembourg liegt die kleine Burgruine Guttenberg. Zusammen mit dem Stäffelsbergturm über Dörrenbach ist sie das bevorzugte Wanderziel dieser Region. Wir starten unsere Rundwanderung im hübschen Winzerdorf Oberotterbach zwischen dem Deutschen Weintor in Schweigen und Bad Bergzabern, laufen zunächst durch ein landschaftlich schönes und unterhaltsames Tal, dann durch kastanienreiche Wälder hinauf zur mit großartigen Fernblicken auftrumpfenden Burg, steigen auf einem Traumpfad hinunter in das Winzerdorf Rechtenbach und nehmen dann noch die einzigartige Stimmung der pfälzischen Weinberge mit.

Für den Aufstieg zur Burg nutzen wir den Talschluss des Otterbaches, der durch Weinberge und Rübenäcker zum Rhein bei Wörth fließt [Gelb-Grüner Balken, bis Wegspinne Schlossbrunnen]. So halten wir, da der Weg meist nur moderat ansteigt, die Aufstiegsmühen in Grenzen und werden nebenbei gut unterhalten: Hier verläuft der „Waldgeisterweg“. Auf einer Weglänge von 2 km hat der Holzschnitzer Volker Dahl aus Baumstümpfen und Wurzeln eine ganze Reihe skurriler Figuren geschaffen - ein besonders für Familien mit Kindern lohnendes Ausflugsziel.

Durch die Oberdorfstraße wandern wir in das noch knappe 4 km lange Otterbachtal hinein. Wenige Minuten hinter den letzten Häusern liegt rechterhand die Waldgaststätte „Im Schützenhaus“. Die heben wir uns für den Abschluss der knapp dreistündigen Tour auf.

Hier beginnt der beginnt der Waldgeisterweg. Auf gehfreundlichem Feinschotter geht es weiter in das freundliche Wiesental hinein, das sich nach einer waldigen Verengung überraschend noch einmal öffnet, um dann endgültig in den Wald überzugehen. Am Ende des Waldgeisterweges liegt der Rastplatz Eicheltal, wo wir in der Gesellschaft von an die alemannische Fastnacht erinnernden Holzskulpturen noch einmal tief durchschnaufen, denn noch liegen 250 Höhenmeter Anstieg vor uns. Die sind dank des nur wenig steilen sandigen Weges allerdings gut zu verkraften.

In einem weiten Linksbogen kommen wir so zur Wegspinne Schlossbrunnen, an der acht Wege zusammentreffen, vom Germanshof im Wieslautertal her, von Böllenborn, Dörrenbach und Bad Bergzabern. Die letzten zehn Minuten hinauf zur Burgruine Guttenberg (503 m) auf dem Schlossberg haben es dann in sich: Der Pfälzer Weinsteig, dem wir jetzt folgen, verläuft hier auf einem ausgesprochen steilen Wurzelpfad [rot-weißes Logo].

Die Burgruine steht auf einem langen, schmalen Bundsandsteinfelsen und wurde vom 12. Jahrhundert bis zu ihrer Zerstörung im Bauernkrieg 1525 durchgängig genutzt. Von der ehemaligen Anlage sind noch Reste der Ringmauern und der Vorburg, eine Felsentreppe und Teile des Bergfrieds übrig geblieben. Beim Aufstieg zur Oberburg machen Balkenlöcher deutlich, dass es einen viergeschossigen Holzanbau gab - als Reichsburg musste die Guttenberg schon etwas vorweisen. Felsenkammern, ein typisches Merkmal der anderen Pfälzer Felsenburgen, allerdings finden wir hier nicht.

Schon vor dem malerischen Burgtor können wir über den Nachbargipfel Hoher Kopf hinweg freie Sicht nach Süden genießen. Die nördliche Aussichtsplattform beschert uns dann einen Fernblick, der über die dominierenden Annweilerer Gipfel Rehberg, Adelsberg und Orensberg bis zur Kalmitregion im Norden reicht. In unmittelbarer Nähe ist der Stäffelsbergturm über Dörrenbach zu identifizieren, dessen Betoncharme von hier aus glücklicherweise nur zu erahnen ist. Von der südwärts gewandten Aussichtsplattform schauen wir über die Rheinebene bis zum Hornisgrindegebiet im Nordschwarzwald und weit ins Elsass hinein. Auch unsere Aufstiegsroute ist in Gänze einsehbar, links des Hohen Kopfes wird dann der Abstieg verlaufen.

Hinter dem Burgtor wenden wir uns nach links und biegen dann nach etwa 50 Metern scharf rechts ab, um auf dem Pfälzer Weinsteig auf einem schmalen Pfad vom Burgberg herunter zu steigen [rot-weißes Logo, bis ca. 15 min nach der Burg]. Nach wenigen Minuten treffen wir auf einen breiten, ebenen Wanderweg, dem wir durch hübschen Mischwald nach links folgen [jetzt auch Gelber Punkt und schwarzer Punkt auf weißem Balken ("Armbanduhren-Weg“)].

Nach einer Viertelstunde verlassen wir den Weinsteig und nehmen stattdessen einen Pfad nach links [Gelber Punkt, bis Rechtenbach], der uns bis ins Tal hinunter bringen wird - ein purer  Abstiegsgenuss, sind wir doch auf einem jener samtweichen Traumpfade unterwegs, die der Pfälzerwald anderen Mittelgebirgen voraus hat. Die Route quert zweimal Forstwege, auf denen wir uns jeweils kurz rechts halten, um wieder Anschluss an den Pfad zu finden. Dass wir hier - wie auf der Aufstiegsroute - auch noch in ungewöhnlicher Höhe reichlich Kastanien finden können, merken wir uns für die nächste Erntesaison vor (Ende September bis Ende Oktober).

Im Talgrund stoßen wir auf den Breitenborn, eine munter sprudelnde Quelle im Rußbachtal. Dem sanft gluckernden Bächlein folgen wir - zuletzt auf Asphalt - bis zum Winzerdorf Rechtenbach. Am Ortseingang lässt es sich an einem idyllischen Weiher noch einmal gut rasten. Im Ort biegen wir links in die Straße „Im Pfarrwingert“ ab und kommen so zur evangelischen Kirche. Auch hier gibt es einen hübschen Rastplatz. An der schmucken Kirche laufen wir nach links, sofort wieder rechts und bei nächster Gelegenheit links weiter, um durch die Weinberge von Rechtenbach nordwärts nach Oberotterbach zu streifen.

Das letzte Wegstück verläuft auf dem Wanderweg Deutsche Weinstraße, welcher parallel, aber meist mit angemessenem Abstand zur namensgebenden Autoroute über 83 km vom Deutschen Weintor in Schweigen bis hinauf nach Bockenheim führt. In Oberotterbach noch einmal gute fünf Minuten nach links und wir können mit der Einkehr im Schützenhaus eine erlebnisreiche Wanderung gebührend abschließen.


Benachbarte Wanderungen:
Premiumweg Dornröschen-Rundwanderweg (Anschluss an der Ruine Guttenberg)
Premiumweg Kapellen-Pilgerweg (Anschluss an der Ruine Guttenberg)
Rundwanderung 27 Hohe Derst und Hohe Derst und Ruine Guttenberg (Anschluss an der Wegspinne Schlossbrunnen)
Rundwanderung 44
Von Bad Bergzabern zum Stäffelsberg (von der Wegspinne Schlossbrunnen 45 min bis zum Turm)
Stippvisite Burg 18 Guttenberg (Anschluss an der Burg)


© www.wanderportal-pfalz.de 2013 - palzvisit Touristik-Service

Ort: Oberotterbach (215 m, 
von Bad Bergzabern Richtung Wissembourg)

Parken: Oberdorfstraße 
(
in Ortsmitte rechts ab)

Länge: 11 km

Anstieg: 330 Höhenmeter

Schweiß: happig

Aussicht: grandios

Abgeschiedenheit: mittel

Orientierung: problemlos


Einkehr am Wege:
Waldgaststätte "Im Schützenhaus", Gaststätten in Oberotterbach und Rechtenbach

Felsbesteigungen: Keine

Burgen am Wege:
Burgruine Guttenberg


In der näheren Umgebung:
Weißenburg im Elsass (sehr romantisches Städtchen),
Deutsches Weintor in Schweigen
,
Deutsche Weinstraße,

Bad Bergzabern
(Kurpark,
Südpfalz-Therme),
Badeweiher Seehof bei Erlenbach,
Wild- und Wanderpark Silz

Regionale Tourist-Infos:
Bad Bergzaberner Land
Südliche Weinstraße

Tourismusgemeinden:
Oberotterbach
Schweigen-Rechtenbach
Dörrenbach
Bad Bergzabern


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Oberburg der Burgruine Guttenberg

Durch die Weinberge von Rechtenbach


Die Brückenmühle

Am Waldgeisterweg erinnert eine Infotafel daran, dass hier über Jahrhunderte eine Ölmühle in Betrieb war. Nicht ein einziger Stein ist heute davon zu entdecken - kein Wunder, wurde das Gebäude doch vor 100 Jahren komplett abgetragen und in Niederotterbach als Wohnhaus mit Gastschänke wieder aufgebaut.

Der Mundatwald

Die Burgruine Guttenberg liegt im Mundatwald, an dessen besondere französisch-deutsche Geschichte eine Tafel auf der Oberburg erinnert: Der auf bundesrepublikanischem Gebiet gelegene Wald wurde 1949 unter französische Verwaltung gestellt und erst 1986 an Deutschland zurückgegeben.

  
 

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