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Rundwanderung 65: 
Bismarckturm, Höningen 
und Hardenburg

Aus dem Isenachtal ins Leininger Land

Route (18 km): Wanderparkplatz Klaustal - 1 Schillerfels mit Geiersbrunnen - 2 Peterskopf mit Bismarckturm (Öffnungszeiten)- 3 Forsthaus Lindemannsruhe - 4 Heidenfels - 5 Höningen - 6 Rahnfels – 7 Burgruine Schloßeck - 8 Isenachtal - 9 Burgruine Hardenburg - Wanderparkplatz Klaustal

Karten 1:25.000: "Mittel- und Unterhaardt mit Bad Dürkheim", LVermGeo 
(ISBN 978-3-89637-400-4) oder "Bad Dürkheim und Umgebung", Pietruska-Verlag
(ISBN 978-3-934895-79-9)

Film über den Bismarckturm


Hoch über dem tief eingeschnittenen Tal der Isenach erhebt sich bei Bad Dürkheim das massige Massiv des Petersberges, der mit seinen Trabanten ein erstklassiges Wanderziel abgibt. Auf einer höchst abwechslungsreichen Route verbindet dieser  Tourenvorschlag die Schaustücke der Region: Ein massiger Aussichtsturm, zwei sehr gegensätzliche Burgruinen, zwei der größten Felsen des nördlichen Pfälzerwaldes und ein abgelegenes, aber geschichtsträchtiges Bergdörfchen mit Einkehrmöglichkeit - Anreiz genug, sich diese anspruchsvolle Wanderung im ehemaligen Reich der  Grafen von Leiningen vorzunehmen.

Setzen wir den großen Schweiß gleich an den Anfang: Vom Parkplatz Klaustal geht es [Weiß-Blau, bis Bismarckturm] satte 330 Höhenmeter über die Südwestflanke hinauf auf den 487 m hohen Petersberg, wo der Bismarckturm ein erstes großes Zwischenziel abgibt. Auf einem mit Wurzelwerk garnierten Pfädchen gewinnen wir schnell an Höhe. Der Pfad quert drei Forstwege, auf dem vierten halten wir uns links, bringen kurz eine Waldautobahn hinter uns und passen gut auf, dass wir die nach links abzweigende Fortführung des Pfades nicht verpassen.

Der führt mit nunmehr moderater Steigung durch lichten Buchenwald zum Geiersbrunnen. Unterhalb des nur schwach laufenden, 1874 vom Drachenfelsclub erbauten Brünnchens liegt der wenig markante Schillerfels.

Nur noch wenige Minuten und wir erreichen den Bismarckturm (487 m). Der erweist sich als wahres Buntsandstein-Ungetüm. Um die Jahrhundertwende für 30.000 Reichsmark im neuromanischen Stil erbaut, ragt er, auf breitem Sockel ruhend, 40 m empor. Mehr Buckelquader-Mauerwerk wurde bei keinem pfälzischen Turm verbaut. Bescheidener konnten es unsere Altvorderen allerdings wohl kaum angehen, gab es doch damals im ganzen Reich einen wahren Überbietungswettbewerb beim Turmbau zu Ehren des Reichskanzlers.

Vom Turm (kostenpflichtig!) bietet sich ein umfassender Rundblick über den nördlichen und zentralen Pfälzerwald und die Rheinebene bis zum Taunus im Norden und dem Odenwald im Osten. Jetzt nehmen wir den einzigen unmarkierten Weg in der Umgebung des Turmes, um auf dem langgezogenen Gipfelplateau westwärts zum Heidenfels zu schlendern. Zur Sicherheit: Wir sollten gleich zwei auffällige steinerne Picknick-Tische passieren. Kurz darauf treffen wir auf ein Asphaltsträßchen. Hier machen wir einen Abstecher nach rechts, um im Forsthaus Lindemannsruhe einzukehren. Direkt an der Höhenstraße zwischen Leistadt und Höningen gelegen, ist dies ein vielbesuchter Treffpunkt für Sitzbergsteiger, Wanderer und Zweiradfahrer.

Über den Weiterweg zum Heidenfels instruiert uns eine Orientierungstafel am Forsthaus  [Lokalmarkierung Nr. 7]. Fast eben kommen wir so zum Heidenfels (497 m), dem neben dem Drachenfels auf der anderen Seite des Isenachtals beeindruckendsten Felsen im nördlichen Pfälzerwald. Da die Sicht eingeschränkt ist konzentrieren wir uns auf das Inspizieren des Felsens, zu dessen Fuß ein teilweise mit Treppen befestigter Steig führt.

Vom Felsplateau aus halten wir uns weiter nach Westen [Roter Punkt], überqueren die Höhenstraße und wandern dann auf einem angenehm weichen Weg [Grün-Weißer Balken] hinunter ins Leininger Land nach Höningen (299 m), einem sympathischen, vom Durchgangsverkehr verschonten Dörfchen, wo nach einer Bachüberquerung und einer Treppe zwei Gaststätten zur Einkehr einladen. Danach sollte man unbedingt die wenigen Meter zur Kirche mit ihrem interessanten Friedhof hinaufsteigen!

Wir verlassen Höningen auf dem Herweg, nehmen also abermals die Treppe. Unten im Tälchen wenden wir uns nach rechts, um etwa 300 m talaufwärts zu laufen [Lokalmarkierung Nr. 6]. Links zweigt dann ein unscheinbarer Pfad ab, der uns in 5 Minuten zu einer markanten Wegspinne bringt. Dort kurz nach links und dann halbrechts kommen wir auf einen zunächst breiten und sandigen Wanderweg, der zum nächsten Zwischenziel führt, dem Rahnfels, [Weißes Dreieck, bis Rahnfels].

Bei dem nur mäßig steilen, aber konsequenten Aufstieg überqueren wir ein zweites Mal die Straße Höningen-Leistadt und erreichen dann auf einem Pfad den Bergrücken, wo ein Schild nach links zum Rahnfels weist, dem höchsten Punkt der Tour (516 m). Auf der gesicherten Felsplattform empfangen uns Picknicktische und ein einfacher Unterstand, die Frankenthaler Hütte. Der Fernblick ist entschieden ergiebiger als jener vom Heidenfels: Über das Isenachtal schaut man bis zum Gipfel der Kalmit; tief unten vor Bad Dürkheim und der Rheinebene sind die Klosterruine Limburg und die mächtige Hardenburg zu erkennen.

Der folgende steile Abstieg ins Isenachtal beginnt ostseitig direkt am Rastplatz [Weißer Punkt]. Der stellenweise etwas verwachsene Pfad quert mehrere Forstwege, und führt dann über einen einen flachen Bergrücken zur Burgruine Schloßeck (303 m). Von der inmitten mächtiger Buchen gelegenen bescheidenen Anlage existieren noch ein ansehnlicher Torbogen und einige Mauerreste, die aufs 13. Jahrhundert zurückgehen; als Bauherren werden die Grafen von Leiningen vermutet. Ältere Überbleibsel weisen darauf hin, dass hier schon im 9. oder 10. Jahrhundert eine frühmittelalterliche Fliehburg stand.

Auf einem steilen Zick-Zack-Pfad steigen wir weiter hinunter und treffen dann auf einen breiten Forstweg, dem wir nach rechts folgen um dann hinter einer Spitzkehre links hinunter zur Talsohle kommen. Dort überqueren wir die Straße, wandern linkshaltend an einer Papiermühle vorbei kurz durch das tiefeingeschnittene Isenachtal und steigen dann halbrechts auf einem Wanderweg zur nur fünf Minuten entfernten Hardenburg (200 m) hinauf.

Anfang des 13. Jahrhunderts unter den Grafen von Leiningen erbaut, ist die Burganlage ist mit einer Grundfläche in der Größe zweier Fußballfelder eine der mächtigsten der Pfalz. Zu bestaunen sind ein imposantes Burgtor, gewaltige Geschütztürme und ein wuchtiger Bergfried mit 7 Meter starken Mauern. Im Torrondell wurde nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ein Besucherzentrum untergebracht mit archäologischen Funden, Filmpräsentation und Multimedia-Führung. 

Gesättigt an Eindrücken gelangen wir auf dem Burg-Zufahrtssträßchen in wenigen Minuten zum Wanderparkplatz.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 2 Über den Ungeheuersee zum Bismarckturm (Anschluss am Bismarckturm)
Rundwanderung 56 Aus dem Isenachtal zum Drachenfels (vom Wanderparkplatz 4 km talaufwärts durchs Isenachtal oder vom Rahnfels mit der Markierung Weißes Dreieck zum Startpunkt Alte Schmelz)
Stippvisite Türme 10 Bismarckturm
Stippvisite Felsen 41 Heidenfels
Stippvisite Felsen 46 Rahnfels

Ort: Bad Dürkheim-Hardenburg (155 m)

Parken: Wanderparkplatz Klaustal (am westlichen Ortsende)

Länge: 18 km

Anstieg: 540 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Forsthaus Lindemannsruhe, 
zwei Gaststätten in Höningen

Turm am Wege: Bismarckturm

Burgen am Wege:
Schloßeck,
Hardenburg (mehr...)

Felsbesteigungen: Heidenfels, Rahnfels


In der näheren Umgebung:
Bad Dürkheim (Kurpark, Saline, Spielbank, Riesenfass),
Deutsche Weinstraße
Freinsheim (historische Altstadt, Stadtmauer),
Burg Neuleiningen,
Klosterruine Limburg

Regionale Tourist-Infos:
Bad Dürkheim
Leininger Land

Tourismusgemeinden:
Bad Dürkheim
Höningen
Weisenheim am Berg
Bobenheim am Berg

Frankenstein


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Klosterkirche Höningen


Höningen: Das abgelegene Dörfchen wurde schon 1143 erstmals urkundlich erwähnt. Kloster und St. Jakobskirche waren lange das kulturelle Herz des Altleininger Landes. Das einstmals mächtige, mit Augustinerchor-
herren besetzte Kloster, Grabstätte des Leininger Grafengeschlechts, wurde 1569 durch Feuer zerstört, so dass wir heute nur noch bescheidene Mauerreste vorfinden. Die schmucke Klosterkirche aus dem 12./13. Jh., eines der ältesten romanischen Bauwerke der Pfalz, befindet sich seit der Reformation in evangelischem Besitz.


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