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Rundwanderung 27: Hohe Derst und Ruine Guttenberg

Hoch hinauf im Mundatwald

Skizze Große Rundwanderung 27

Hohe Derst und der Mundatwald von Weißenburg

Route (16,5 km): Reisdorf - 1 Hohe Derst - 2 Aussichtspunkt - 3 Steinerner Tisch - 4 Wegspinne Am Schlossbrunnen - 5 Burgruine Guttenberg - 6 Wegspinne Am Schlossbrunnen - 7 Wanderparkplatz Drei Eichen - 8 Stäffelsbergturm - 9 Wegspinne Am Bild - 10 Böllenborn - 11 Sattel am Kahlenberg - 12 Wegspinne Birkenhördter Linde - Reisdorf

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Bad Bergzabern


Dem Wanderer, der aus dem Dahner Felsenland nach Osten schaut, wird ein langgestreckter Höhenzug auffallen, welcher den Wasgau gegen die Rheinebene abriegelt: die Hohe Derst, der bei weitem höchste Berg im Südosten des Pfälzerwaldes. Der zwischen dem Massiv und dem sehr besuchenswerten elsässischen Grenzstädtchen Weißenburg gelegene Mundatwald bietet zudem ein besonderes Stück französisch-deutscher Geschichte. Das Areal stand nach dem zweiten Weltkrieg über 40 Jahre unter französischer Verwaltung und wurde erst 1986 an Deutschland zurückgegeben. Unsere Beine wird’s nicht kümmern - die sind mit Höhenmetern vollauf beschäftigt: Die Aufstiege zur Hohen Derst, zur Burgruine Guttenberg und auf den Stäffelsberg mit seinem Aussichtsturm sind eine schweißtreibende Angelegenheit; auch der Rückweg ins Dörfchen Reisdorf hat es noch einmal in sich.

Am südlichen Ortsrand des kleinen, abgelegenen Dörfchens Reisdorf beginnt ein sehr sportlicher Pfad hinauf zur Hohen Derst. Er passiert in seinem oberen Teil die Hühnerfelsen und erreicht nach 270 Höhenmetern eine militärische Anlage, die genau auf dem Gipfel der Hohen Derst (560 m) steht. Stünde allerdings an der Umzäunung des Geländes kein Stein mit der Inschrift „Hohe Derst“ - wir wüssten nicht, dass wir uns hier auf dem höchsten Punkt befinden, da es auf dem weitläufigen Gipfelplateau keinerlei Aussicht gibt.

Unser nächstes Ziel ist der Steinerne Tisch, einer der vielen tischförmigen Buntsandsteinfelsen der Pfalz, auf dem nordwestlichen Eckpunkt des Derst-Massivs. Am Militärgelände gehen wir auf einem Pfad rechts um den Zaun herum und  dann auf einem breiteren Weg nach links. Etwa hundert Meter hinter einer Schranke zweigt halblinks ein unbeschildertes Pfädchen vom Hauptweg ab, das auf dem Kamm zunächst zu einem Aussichtspunkt mit Blick in die Rheinebene führt.

Der SteinernerTisch auf der Hohen DerstKurz dahinter steht der Steinerne Tisch (543 m). Einige Meter weiter liegen einige Felsblöcke, von denen man früher wohl einen freien Blick nach Norden hatte; heute ist diese Stelle weitgehend zugewachsen, gibt allerdings einen recht hübschen Rastplatz ab. Weiter geht es zur südostwärts im Mundatwald gelegenen Ruine Guttenberg. Wir laufen auf dem Pfädchen zurück, bis links ein Bergpfad abzweigt, der uns schnell hinunterbringt zu der großen Wegspinne Am Schlossbrunnen unterhalb der Burgruine. 

Burgruine Guttenberg Der Aufstieg zur Burgruine Guttenberg (503 m), einer für den Pfälzerwald typischen Felsenburg, ist kurz und knackig. Von der ehemaligen Anlage sind nur noch karge Gemäuerreste übrig geblieben; unverändert dagegen sind die schönen Ausblicke in die Rheinebene und die Nordvogesen. Auf dem Aufstiegsweg geht es zurück zur Wegspinne, wo wir den zweiten Weg von rechts nehmen. So kommen wir ohne Höhenverlust zum Wanderparkplatz Drei Eichen. Dieser liegt auf einem Sattel an dem Sträßchen, welches von Böllenborn zur Militäranlage auf der Hohen Derst führt. Hier beginnt ein Forstweg mit Beschilderung nach Dörrenbach; diesen verlassen wir nach wenigen Minuten nach rechts, um auf einem Wanderweg den Farrenberg auf seiner Südseite zu umgehen.

Vom Stäffelsbergturm Richtung Burgruine GuttenbergWir stoßen wieder auf den Forstweg und kommen gleich zu einer Weggabelung. Dort halten wir uns rechts und finden nach einigen Metern einen Pfad, der durch schönes Heidekrautgelände von Süden auf den Stäffelsberg (481 m, mit Schutzhütte) hinaufführt. Der Stäffelsbergturm, dessen Betoncharme wir mit Gleichmut ertragen, bietet ein ausgezeichnetes Panorama; besonders nach Norden und Osten haben wir ungehinderte Sicht, im Tal lugt ein Teil des Dörfchens Böllenborn heraus, zu dem wir jetzt absteigen.

Zunächst geht es nordwärts hinunter zur wichtigen Wegspinne Am Bild, wo nicht weniger als acht Wege zusammentreffen.

Direkt hinter der Wegspinne beginnt  an einer Steinsäule ein fast verfallener steiler Steig links hinunter nach Böllenborn  (265 m). Wir kommen am östlichen Ortsende des stillen Dorfes raus, laufen wenige Meter auf der Straße Richtung Bad Bergzabern und biegen dann nach links ab, um nordwestwärts unseren letzten Anstieg hinter uns zu bringen. Dieser endet auf einem nicht näher bezeichneten Sattel am spitzgipfeligen Kahlenberg genau im Norden von Böllenborn. Hier stoßen wir auf einen Wanderweg, der von Bergzabern nach Reisdorf führt. Fast eben kommen wir zum Wegspinne Birkenhördter Linde nahe der Hirzeckstraße (Rundwanderung 37) und dann in sanftem Abstieg durchs Birkenhördter Tal zurück nach Reisdorf.


Variante: 
Ohne Stäffelsberg. Ab Wanderparkplatz Drei Eichen bezeichnet hinunter nach Böllenborn.

Benachbarte Wanderungen: 
Rundwanderung 44
Von Bad Bergzabern zum Stäffelsberg (Anschluss auf dem Stäffelsberg)
Stippvisite Burg 18 Guttenberg (Anschluss an der Burg)
Stippvisite Turm 7 Stäffelsbergturm (Anschluss am Turm)


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Ort: Reisdorf (290 m, von Bad Bergzabern Richtung Dahn und über Böllenborn oder vom Weißenburg kommend Richtung Dahn und beschildert rechts hinauf)

Parken: Im Örtchen

Länge: 16,5 km

Anstieg: 650 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Klasse

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Gaststätten in Böllenborn und Reisdorf

Felsbesteigungen: Keine

Burgen am Wege:
Burgruine Guttenberg


In der näheren Umgebung:
Weißenburg im Elsass (sehr romantisches Städtchen),
Deutsches Weintor in Schweigen
,
Deutsche Weinstraße,

Bad Bergzabern
(Kurpark,
Südpfalz-Therme),
Felslandbad Dahn,
Badeweiher Seehof bei Erlenbach,
Wild- und Wanderpark Silz,
Erzbergwerk Nothweiler,

Biosphärenhaus Fischbach,
Burg Berwartstein,
Burgruine Altdahn

Regionale Tourist-Infos:
Region Bad Bergzabern
Südliche Weinstraße

Tourismusgemeinden:
Reisdorf
Böllenborn
Dörrenbach
Birkenhördt
Oberotterbach
Bad Bergzabern
Schweigen-Rechtenbach
Niederschlettenbach
Bobenthal


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Frisches Buchenlaub am Stäffelsberg

Frisches Buchenlaub am Stäffelsberg

Böllenborn vom Stäffelsbergturm

Böllenborn vom Stäffelskopftturm

 

  

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