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Rundwanderung 76: 
Durchs Kindsbacher Bärenloch 
zur Burg Nanstein

Streifzug über dem Landstuhler Bruch

Route (8 km): Parkplatz am Bärenlochweiher - 1 Bärenloch - 2 Hexentanzplatz - 3 Heidenfelsen (Abstecher zum Plateau) - 4 Aussichtspunkt Herrengärtchen - 5 Burg Nanstein - 6 Heidenfelsen (Felsfuß) - 7 Aussichtspunkt auf dem Hörnchen - 8 Bärenloch - Parkplatz am Bärenlochweiher

Karte 1:25.000: "Westpfalz Süd - Pfälzer Mühlenland mit Sickinger Höhe", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-414-1)

Beachten Sie die Öffnungszeiten der Burg Nanstein!


Weit im Nordwesten des Naturparks Pfälzerwald senkt sich die Sickinger Höhe steil hinab in die von Homburg bis Kaiserslautern reichende westpfälzische Moorniederung, das Landstuhler Bruch. Größter Anziehungspunkt dieser Gegend ist die prächtige Burg Nanstein über Landstuhl. Dorthin führt diese gut zweistündige Rundwanderung, die uns auf ausgesprochen angenehmem Geläuf nicht nur eine Einkehrstation und mehrere Aussichtspunkte beschert, sondern auch eine kleine Geschichtslektion über Kaiser Barbarossa, das Sickinger Rittergeschlecht und die Industriebarone von Stumm und Gienanth.

Am Parkplatz am Bärenlochweiher inspizieren wir eine Infotafel über die Wanderwege um Kindsbach und Landstuhl. Wir gehen links am Wasser entlang, passieren das Kahnhaus und wechseln dann auf die rechte Talseite, wo sich entlang des plätschernden Kindsbächleins ein sandiger Waldpfad in das Naturschutzgebiet des hinteren Bärenlochs (siehe auch Info-Box rechts) hinauf zieht [Gelb-blauer Balken, bis Forstweg hinter dem Hexentanzplatz].

Im engen, klammartigen Talschluss wendet sich der Weg nach links, um eine Steilstufe zu umgehen. Sportliche Naturen können weiter geradeaus zwischen Felsblöcken empor kraxeln, sie treffen dann wieder auf den Hauptweg, der kurz darauf den Hexentanzplatz erreicht - ein von Felsen umkränztes Plateau, das seinen Namen der mystischen Atmosphäre des Platzes verdankt.

Direkt oberhalb treffen wir auf einen mit Feinsplitt belegten Forstweg. Hier wenden wir uns nach rechts - dort, im Westen, liegt unser Ziel, die Landstuhler Burg. Der Forstweg [ohne Beschilderung zur Burg!] führt durch lichten Kiefernwald über den Kahlenberg. Nach etwa zehn Minuten biegen wir nach rechts auf einen weichen Waldweg ab [Rotes Kreuz, bis Burg Nanstein]. Schon nach 50 m ist ein Abstecher zum Heidenfelsen möglich. Dazu verlässt man den Weg nach rechts und kommt auf einem Wurzelpfad [ohne Markierung] schnell zum Plateau des überraschend steil nach Norden abbrechenden Felsens. Hier kann man einen ersten Blick über das Landstuhler Bruch genießen.

Auf dem Heidenfelsen liegt ein römisches Quellheiligtum aus der Mitte des 3. Jahrhunderts. Mit etwas Phantasie lassen sich auf einem der beiden noch erhaltenen Steine drei sitzende Quellgottheiten entdecken, auf dem anderen eine opfernde Figur am Altar mit zwei kleineren Figuren daneben.

Wieder zurück auf dem Hauptweg geht es in Sichtweite der Häuser am Landstuhler Ortsteil Melkerei vorbei. Ein typisches ortsnahes Spaziergängergelände mit vielen Hunden - wir achten auf Tretminen.

Der hübsch gewundene Weg bringt uns zum Aussichtspunkt Herrengärtchen (siehe Info-Box rechts) mit seinem 220-Grad-Blick zur US-Airbase bei Ramstein, zum Potzberg mit seinem klobigen Aussichtsturm, zum Königsberg-Massiv mit dem Selberg und zum Donnersberg.

Der von kleineren Felsen flankierte Weg schlängelt sich jetzt - immer noch im Wald - an der Abbruchkante der Sickinger Höhe entlang zur Burg Nanstein. Die Besichtigung der aufwändig restaurierten Oberburg ist kostenpflichtig (Schließzeiten: Montag und der ganze Dezember, zur Burg siehe Info-Box rechts).

Nach der Einkehr in der aussichtsreich gelegenen Burgschänke geht es auf halber Hanghöhe des Steilabbruchs, immer mit dem Landstuhler Bruch zur Linken, in Richtung Heidenfelsen. Dazu laufen wir kurz zurück, gehen nach links hinab [ Rotes Kreuz, ca. 100 m] und in der ersten Wegkehre geradeaus [Markierung L3, für "Lundwandelweg?"] auf einem Pfädchen weiter. Unterwegs sollten wir uns nicht von einem Schild mit L2 irre machen lassen - die Hauptrichtung zählt! Bald kommen wir zu einem Forstweg, dem wir in einem sanften Anstieg nach rechts folgen [ohne Markierung].

Nach Überqueren eines anderen Forstweges geht es wieder bergauf [Schild mit dem Sickinger Wappen und den Nummern 2 und 3]. Bald führt ein Treppenweg [ohne Markierung] rechts hinauf zu einigen kleineren Felsen. Dort gehen wir unbedingt nach links weiter, um auf einem abenteuerlichen Steig am Felsfuß des wie von einer Riesenfaust gespaltenen Heidenfelsens entlang zu stolpern. 

Dahinter führt der Pfad bergauf. Oben halten wir uns halblinks [ohne Markierung], und kommen so oberhalb der Abbruchkante zu dem Aussichtspunkt Hörnchen. Hinter einer Ruhebank beginnt - leicht zu übersehen - ein kurzweiliger Felsenpfad, der uns rechtsherum in das bereits bekannte obere Bärenloch führt. Auf dem Anstiegsweg laufen wir dann in wenigen Minuten hinunter zum Weiher.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 51 Durchs Walkmühltal (Anschluss 2 km östlich des Hexentanzplatzes)
Naturspaziergang 1 Naturschutzgebiet Gelterswoog (5 km östlich des Hexentanzplatzes)


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Ort: Kindsbach (260 m, zwischen Landstuhl und Kaiserslautern-
Einsiedlerhof)

Parken: Parkplatz am Bärenlochweiher (beschilderte Abzweigung im Ort)

Länge: 8 km

Anstieg: 220 Höhenmeter

Schweiß: Wenig

Aussicht: Nett

Abgeschiedenheit: Mittel 

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Burgschänke auf der Burg Nanstein (ab 12 Uhr geöffnet, Montag Ruhetag)

Felsbesteigungen: Heidenfels

Burgen am Wege: Burg Nanstein (Öffnungszeiten)


In der näheren Umgebung:
Landstuhl, Kaiserslautern (Einkaufsstadt, Erlebnisbad, Gartenschaugelände mit Japanischem Garten, Pfalzgalerie, Pfalztheater, Erlebnisbad Monte Mare, Fritz-Walter-Stadion),
Museum Sickinger Höhe in Queidersbach,
Burgruine Hohenecken

Regionale Tourist-Infos:
Kaiserslautern-Stadt
Kaiserslautern-Land
Kaiserslautern-Süd

Tourismusgemeinden:
Kindsbach
Landstuhl
Kaiserslautern
Queidersbach
Bann


Zum Heidenfels


Zur Geschichte
des Bärenlochs

Die Bezeichnung Bärenloch auf das mittelhochdeutsche „Berndayl“ zurückgeht und auf die im Mittelalter in der Pfalz noch anzutreffenden Braunbären hinweist. Wahrscheinlich schon unter Kaiser Barbarossa wurde in dem engen Tal Fischzucht betrieben. Carl Freiherr von Gienanth, dessen Eisen-Sippe das Gelände von den Sickingen-Hohenburgern erworben hatte, ließ dann 1864 den Bärenlochweiher in seiner heutigen Größe anlegen.

Der Aussichtspunkt Herrengärtchen - eine Lektion in Sachen Kontrolle

Der Aussichtspunkt wurde im 19. Jahrhundert angelegt, als Landstuhl Kurstadt wurde und man vom Kurpark hier herauf flanierte. Auf einer Infotafel wird geschildert, dass um 1830 Heinrich Didier, Inhaber der Posthalterei, Gutsbesitzer und Unternehmer, den Platz nutzte, um mit dem Fernrohr seine Arbeiter tief drunten bei der Bruchkultivierung zu kontrollieren. Nachdem der Stahlbaron Karl-Ferdinand vom Stumm-Halberg 1853 die Waldungen um das Herrengärtchen gekauft hatte, diente das Herrengärtchen bei Jagden und Waldfesten der Zerstreuung vornehmer Gäste aus ganz Deutschland.

Burg Nanstein

Wie die meisten pfälzischen Burgen geht auch diese auf das 12. Jahrhundert zurück. Zum Schutz der Kaiserpfalz in Kaiserslautern wurde sie ab 1160 unter Kaiser Barbarossa errichtet, wobei man sich den natürlichen Schutz eines steil aufragenden, hellrot leuchtenden Felsens zunutze machte. Berühmtester Bewohner war der letzte Reichsritter Franz von Sickingen, der 1523 bei der Belagerung der Burg im sogenannten Reichsritterkrieg sein Leben ließ. Seine Söhne bauten die Burg zu einem Renaissance-Schloss um. Im Schreckensjahr 1689 wurde Nanstein während des Pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen zerstört.

  
 

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