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Rundwanderung 41: 
Hohenberg und Trifels

Gipfel des Stolzes

Skizze Große Rundwanderung 41

Trifels von Südosten

Route (12 km): Annweiler (Feriendorf Waldbühl) - 1 Schutzhütte Am Zollstock - 2 Hohenberg - 3 Felsen auf dem Hohenberg - 4 Schutzhütte Am Zollstock - 5 Wanderparkplatz Ahlmühle - 6 Ruine Scharfenberg (Münz)  - 7 Jungturm/Münzfels/Kiefernfels - 8 Ruine Anebos  - 9 Parkplatz an den Schlossäckern - 10 Trifels - 11 Parkplatz an den Schlossäckern - Annweiler (Feriendorf Waldbühl)

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Annweiler


Das pfälzische Geschichtsbewusstsein konzentriert sich auf zwei Plätze: Das Hambacher Schloss bei Neustadt als Ort des demokratischen Aufbruchs von 1832 und die Burg Trifels bei Annweiler - Sitz der Staufer, Aufbewahrungsort der Reichskleinodien, Lieblingsburg von Kaiser Barbarossa,  Gefängnis für Richard Löwenherz. Diese vollständig erhaltene Burg mit ihren Trabanten Anebos und Münz ist unser heutiges, touristisch natürlich voll erschlossenes Ziel. Um zumindest  auf einem Teil des Weges abseits vom Rummel zu bleiben, steigen wir zunächst auf den Hohenberg. Dieser mächtige, aus der Rheinebene gesehen dominante Klotz an der Eingangspforte des Queichtals ist alleine der Aussicht wegen schon ein Muss für ambitionierte Pfalzwanderer.

Einige Meter hinter der an der Waldgrenze unterhalb des Trifels gelegenen Feriensiedlung Waldbühl zweigt bergwärts ein Wohnsträßchen ab; hier beginnen wir unsere Hohenberg-Besteigung. In fast gerader Linie und moderat ansteigend führt ein breiter Weg durch Wiesen und Kastanienwald zur Wegspinne Am Zollstock (334 m), die auf einem Sattel zwischen Hohenberg und Föhrlenberg liegt. Wie es sich für einen ordentlichen Pass gehört, steht hier auch eine Schutzhütte.

Vom Hohenberg in die RheinebeneDer Beschilderung „Hohenberg“ folgend nehmen wir für den Schlussanstieg den Weg, der mit zahlreichen Kehren durch die Südflanke des Hohenberges verläuft. Auf dem Hohenberg (552 m) steht ein aus Steinblöcken pyramidenförmig aufgeschichtetes Aussichtstürmchen, welches allerdings derzeit wegen Baufälligkeit gesperrt ist.

Auf dem Gipfelkamm nach Westen passieren wir zunächst eine Schutzhütte und kommen dann zu einem Aussichtspunkt auf einem Felsen, der zu den lohnendsten der Pfalz gehört: Über Trifels-Anebos-Münz schauen wir weit in den Wasgau hinein, auch nach Süden und Norden ist der Blick völlig frei. Wegen seiner exponierten Lage wird der Fels, wie zwei Absprungrampen zeigen, auch zum Paragliding genutzt.

Zurück zur Wegspinne Am Zollstock nehmen wir die Westseite des Hohenberges; dazu steigen wir zunächst auf einem nordwärts führenden Pfad ab, um anschließend einen weiten Linksbogen zu beschreiben. Von der Wegspinne führt ein weitgehend ebener Forstweg westwärts zum Wanderparkplatz Ahlmühle (360 m) an der Trifelsstraße.

Auf der anderen Straßenseite steht eine Holzhütte, an der wir den rechten, steil aufwärts ziehenden Pfad zur Burgruine Scharfenberg nehmen (488 m, auch Münz genannt). Trotz oder wegen der Nähe zum Trifels wird die Burg augenscheinlich recht selten besucht. Als Reichsburg neben dem Trifels im 11. Jahrhundert erbaut, diente sie als Münzstätte und wurde dann wie so viele Pfälzer Burgen während des Bauernkriegs 1525 zerstört. Erhalten sind ein 20 m hoher, nicht zugänglicher Bergfried, Teile der Ringmauer und der Burggraben.

Hinüber zur Anebos bleiben wir zunächst absteigend immer am Grat. Vor dem Sattel zwischen Münz und Anebos stehen mit dem Münzfels und dem Jungturm zwei spektakuläre Kletterfelsen mit bis zu 36 Meter hohen, nach Osten teilweise überhängenden Wandfluchten. Im Aufstieg passieren wir noch den Kiefernfels und kommen dann auf steilem Pfad zur Ruine Anebos (481 m). Diese wurde vermutlich bereits Ende des 13. Jahrhunderts aufgegeben, also nur etwa ein Jahrhundert lang genutzt. Entsprechend karg die Überreste: Andeutungen der Ringmauer, eine Felskammer und einige Balkenlöcher sind die letzten Zeugen des Rittergeschlechts derer von Anebos.

Ein letzter Zwischenabstieg und wir kommen zum Parkplatz an den Schlossäckern im Sattel zwischen Anebos und Trifels, wo der ruhigere Teil der Wanderung endet (Restaurant! Busse! Souvenirs!). Der Aufstieg zum Trifels geht noch einmal heftig in die Waden - verlaufen kann man sich allerdings nicht.

Vom Föhrlenberg zum TrifelsDer Trifels (494 m, hier vom Föhrlenberg gesehen), von den Saliern errichtet und von den Staufern zur Reichsburg ausgebaut, war die Lieblingsburg des Kaisers Barbarossa und Schatzkammer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Reichskleinodien (Kaiserkrone, Reichskreuz und Schwert), die höchsten Symbole des Reiches sind heute hier als Nachbildungen ausgestellt. 

Von der historischen Perspektive zur der des Wanderers: Wir stehen 310 m über Annweiler auf einem 50 Meter hohen dreifach gespaltenen Felsen (deshalb Tri-fels) und genießen ein Panorama, das demjenigen des Hohenberges kaum nachsteht. Bei soviel Glanz verwundet es nicht, dass der Eintritt zur gesamten Burg kostenpflichtig ist. Hinunter nach Annweiler steigen wir wieder zum Parkplatz ab, wo wir scharf links einen Fußweg finden, der knapp oberhalb unseres Ausgangspunkts auf den Zollstock-Weg stößt.


Variante 1: 
Mit Föhrlenberg-Überschreitung (für ausdauernde Geher sehr lohnend). Nach
der Hohenberg-Besteigung ab Schutzhütte am Zollstock südostwärts Richtung Neukastell-Leinsweiler. An der Wegspinne Hexentanzplatz beginnt der Aufstiegspfad zum Föhrlenberg (533 m), Abstieg auf der Westflanke hinunter zum Wanderparkplatz Ahlmühle.

Variante 2: 
Ohne Scharfenberg (Münz) und Anebos. Ab Wanderparkplatz Ahlmühle fast
eben östlich oder - schöner - westlich unter den Burgen vorbei zum Trifels.

Benachbarte Wanderungen:
Prädikatsweg Annweilerer Burgenweg (Anschluss am Parkplatz Schlossäcker)
Rundwanderung 38
Madenburg und Slevogthof (Anschluss am Wanderparkplatz Ahlmühle)
Rundwanderung 45 Auf den königlichen Rehberg (vom Trifels westlich unter Anebos und Münz entlang der Trifelsstraße zum Rehberg-Parkplatz)
Rundweg 24 Von der Trifelsstraße zur Burgruine Neukastell (Start am Wanderparkplatz Ahlmühle)
Stippvisite Burg 10 Trifels
Stippvisite Burg 26 Anebos
Stippvisite Burg 30 Scharfenberg (Münz)
Stippvisite Felsen 38 Asselstein (Start eine halbe Stunde vom Wanderparkplatz Ahlmühle)
Stippvisite Turm 2 Rehbergturm (Start eine halbe Stunde vom Wanderparkplatz Ahlmühle)


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Ort: Annweiler (175 m)

Parken: Feriendorf Waldbühl (von Queichhambach nach Annweiler kommend am ersten Kreisverkehr links in den Burgenring und hoch bis zum Fuß des Trifels, 245 m)

Länge: 12 km

Anstieg: 630 Höhenmeter

Schweiß: Brutal

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Gaststätte am Parkplatz
an den Schlossäckern, Burgschenke auf dem
Trifels

Felsbesteigungen: Hohenberg-Fels

Burgen am Wege: 
Trifels, Anebos, Scharfenberg (Münz)


In der näheren Umgebung:
Freischwimmbad Annweiler, 
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße
Schuhmuseum Hauenstein,
Museum unterm Trifels in Annweiler

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland

Ferienregion Landau-Land
Südliche Weinstraße

Tourismusgemeinden:
Annweiler
Birkweiler
Eschbach

Leinsweiler

Albersweiler
Queichhambach

Sonstiges:
Öffnungszeiten Trifels


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Burgruine Scharfenberg

Burgruine Scharfenberg

Anebos und Trifels vom Föhrlenberg

Anebos und Trifels