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Rundwanderung 42:
Teufelsberg und Trifelsblick

Zur schönstgelegenen Haardt-Hütte

Route (14 km): Frankweiler - 1 Hainbachtal - 2 Privatklinik Bad Gleisweiler - 3 St. Anna-Kapelle - 4 St. Anna-Hütte - 5 Teufelsberg (Wetterkreuz) - 6 Trifelsblickhütte - 7  Wegspinne Dreimärker - 8 Landauer Hütte - 9 Schutzhütte - 10 Ringelsberghütte - 11 Wegspinne - 12 Waldlehrpfad - Frankweiler

Karten 1:25.000: "Oberhaardt von Neustadt a.d.W.", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-402-8) oder "Edenkoben, Landau & Neustadt", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934 895-55-3)

Tipp: Die Tour verläuft teilweise auf dem etwas leichteren Prädikatsweg Pfälzer Hüttentour


Ab und an gelüstet es auch vernünftige Zeitgenossen nach Superlativen. Hier ist einer, denn wir besuchen: Erstens eine der wärmsten Ecken Deutschlands, wo das mediterrane Klima nicht nur Wein und Esskastanien, sondern auch Zitronen, Quitten und  Feigen gedeihen lässt; zweitens eine exponiert gelegene Kapelle, die einen der besten Aussichtsplätze über der Rheinebene abgibt; drittens eine Pfälzerwald-Vereinshütte, welche alle anderen an Lage und Ausblick übertrifft (insgesamt stehen nicht weniger als vier Hütten auf dem Tagesprogramm); viertens einen hohen Haardtberg mit starken Kontrasten und fünftens einen Waldlehrpfad inmitten ergiebiger Kastanienwälder.

Am Parkplatz in Frankweiler (Bild) beginnt der beschilderte Hüttenweg zur Landauer Hütte. Von ihm biegen wir allerdings schon nach zwanzig Metern rechts ab auf einen Pfad, der etwas abwärts zwischen Pferdekoppeln hindurch und an einem schönen Gehöft vorbei das Hainbachtal überquert. Jetzt halten wir uns aufsteigend genau am Waldrand und spazieren über eine romantische Allee (Bild oben) zwischen Weinbergen und Kastanienwald hinüber nach Gleisweiler (überflüssigerweise wird diese Perle von Weindörfchen als „Nizza der Pfalz“ verkauft; ist dann umgekehrt Nizza das "Gleisweiler der Cote d´Azur"?).

Gleich am Ortseingang kommen wir zur Privatklinik Bad Gleisweiler (290 m), wo wir uns Zeit für den öffentlich zugänglichen Kurpark nehmen - und staunen: Man muss nicht in ferne Länder reisen, um Palmen, Sumpfzypressen, Gingkos, Redwoods und 150 Jahre alte und bis zu fünfzig Meter hohe Sequoias zu sehen.

Direkt an der Klinik führt ein Weg mit der Beschilderung „Trifelsblickhütte“ bergauf. Diesem folgen wir nur für wenige Minuten, da wir vor dem Besuch der Hütte noch anderes vorhaben. Bei erster Gelegenheit also zweigen wir rechts ab und laufen oberhalb von Gleisweiler über Streuobstwiesen in Richtung der am Berghang auftauchenden St. Anna-Kapelle.

Im Wald steigen wir dann einen steilen, etwas tristen Hohlweg hinauf, nehmen den zweiten querenden Pfad nach rechts und kommen so auf weich-federndem Waldboden fast eben zur St. Anna-Kapelle (415 m). Die ist nicht nur Wallfahrtsort, sondern auch ein Aussichtsbalkon erster Güte; über die Rheinebene hinweg schauen wir zum Odenwald und weit hinunter in den Schwarzwald. Wenige Meter oberhalb steht die Burrweiler Hütte (420 m, auch als St. Anna-Hütte bezeichnet).

Hier beginnt der Aufstieg zum Teufelsberg; die Beschilderung weist Richtung „Wetterkreuz“. Der teilweise mit Bundsandsteinblöcken befestigte Weg geht später in einen Pfad über und zieht mit löblicher Entschiedenheit bergauf. Wir ignorieren alle Querwege und kommen so schweißnass auf dem Teufelsberg (597 m) an, wo wir ein steinernes Wetterkreuz und die verstreuten Felsblöcke der Teufelsfelsen vorfinden (der Teufel muss ein umtriebiger Geselle gewesen sein, finden wir seine Spuren doch vielerorts in der Pfalz, z.B. auf Rundwanderung 39). Von so hoch oben schaut man selten hinunter in die Weinberge!

Auf einem steinigen, aber sehr schönen Pfad steigen wir auf der Westseite des Teufelsberges, wo der abrupte Wechsel der Vegetation auffällt, schnell hinunter zur Trifelsblickhütte (530 m). Dies ist gewiss die Hütte mit der schönsten Lage und dem aufregendsten Fernblick im gesamten Pfälzerwald: wir schauen nicht nur weit in den Wasgau hinein, sondern auch weit nach Süden in die Rheinebene; an sehr klaren Tagen sieht man sogar den Turm des Straßburger Münsters.

Auf sanft absteigendem Höhenweg wandern wir nordwärts weiter zur wichtigen Wegspinne Dreimärker (446 m), an der nicht weniger als acht Wege zusammentreffen. Halblinks laufen wir auf einem ebenem, aber leider im ersten Teil seit 2006 vom Forst brutal verunstalteten Höhenweg zur vielbesuchten Landauer Hütte (461 m), die auf einem „Zimmerplatz“ genannten Sattel zwischen dem Hainbachtal und dem Dreiburgental  bei Dernbach liegt. Hier lohnt ein Abstecher zur mächtigen und sehr aussichtsreichen Burgruine Neu-Scharfeneck.

Der schnellste Abstieg nach Frankweiler würde jetzt durchs Hainbachtal führen. Wir bevorzugen jedoch den Weg über den breiten Rücken des Eichberges und an einer Schutzhütte vorbei zur  Ringelsberghütte (462 m), denn wo sonst kann man auf einer Tour gleich vier Hütten besuchen? Mit guter Markierung kommen wir über den Rücken des Eichberges zu der aussichtsreich über dem Weindorf Frankweiler gelegenen Hütte.

Für den Abstieg laufen wir zunächst etwa 200 m nach Süden zu einer Wegkreuzung, an der wir nach links zum Frankweiler Waldlehrpfad halten. An der nächsten Gabelung gehen wir rechts und befinden uns direkt oberhalb des Frankweiler Steinbruchs, der aus der Rheinebene gut zu sehen ist. Bis in die fünfziger Jahre hinein wurde hier der gelbe Buntsandstein abgebaut, der vielen Häusern der umliegenden Weindörfer ihr unverwechselbares Gepräge gibt. Unten angekommen, geht es linkshaltend durch ein Wohnviertel genau zum Ausgangspunkt.


Variante 1: 
Direkter Abstieg ab Trifelsblickhütte. Zunächst auf breitem Weg, dann sehr schön über Bergpfad Richtung Kurklinik Bad Gleisweiler.

Variante 2: 
Ohne Landauer Hütte. Ab Dreimärker hinunter ins Hainbachtal, wo eine Walddusche (?) von verspieltem Humor zeugt.

Benachbarte Wanderungen: 
Prädikatsweg Pfälzer Hüttentour (Start in Frankweiler)
Rundwanderung 31
Drei-Burgen-Wanderung
(von der Wegspinne Dreimärker zum Anschluss am Wanderparkplatz Drei Buchen oder von Dreimärker zur Landauer Hütte und von dort auf die Burgruine Neu-Scharfeneck)
Rundwanderung 32 Frankenfels, Kesselberg und Ludwigsturm (ab Dreimärker hinab ins Modenbachtal)
Rundwanderung 46 Über den Orensberg zur Neu-Scharfeneck (Anschluss an der Landauer Hütte)
Naturspaziergang 30 Gleisweiler Allee und Hainbachtal
Stippvisite Burg 3 Neu-Scharfeneck
Stippvisite Andere Ziele 2 St.
Anna-Kapelle
Stippvisite Felsen 39 Orensfelsen (Anschluss an der Landauer Hütte
)


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Ort: Frankweiler (260 m)

Parken: Am Ende der Bergbornstraße (290 m, in der Ortsmitte bergwärts abzweigen)

Länge: 14 km

Anstieg: 390 Höhenmeter

Schweiß: Oh ja

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Burrweiler Hütte (St. Anna-
Hütte), Trifelsblickhütte, Landauer Hütte, Ringelsberg-
hütte (alle PWV) (Öffnungszeiten)

Felsbesteigungen: Keine

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Deutsche Weinstraße,
Hambacher Schloss,
Rietburg, Rietburgbahn-Sessellift
Burg Trifels

Regionale Tourist-Infos:
Ferienregion Landau-Land
Ferienregion Edenkoben
Trifelsland

Tourismusgemeinden:
Frankweiler
Gleisweiler
Burrweiler
Ramberg
Dernbach
Albersweiler


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Trifelsblickhütte

Landauer Hütte