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Rundwanderung 57: Über Esthal
zum Waldhaus Schwarzsohl

Rund um die Wolfsschlucht

Route (19 km): Elmstein – 1 Wegspinne Paul-Selbach-Ruh – 2 Wolfsschluchthütte PWV – 3 Esthal – 4 Wegspinne Esthaler Bänke – 5 Heidenkopf – 6 Waldparkplatz – 7 Waldhaus Schwarzsohl PWV – 8 Wegspinne Am Steinernen Kreuz - Elmstein

Karte 1:25.000: "Oberhaardt von Neustadt a.d.W.", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-402-8)

Karte 1:40.000: "Naturpark Pfälzerwald - Nordteil", Pietruska-Verlag 
(ISBN 978-3-934895-92-8)


Das Waldhaus Schwarzsohl ist der zentrale Sammelpunkt für Wanderer im Dreieck Waldleiningen- Elmstein-Weidenthal. Von den mindestens sechs gängigen Hauptrouten zu dieser hochgelegenen Hütte des Pfälzerwald-Vereins nehmen wir die südliche. So kann das Auto vielleicht mal zu Hause bleiben - das Kuckucksbähnel bringt uns von Neustadt aufs Angenehmste zum Ausgangspunkt Elmstein.

Bahnbenutzer kommen von der Endstation der nostalgischen Bahnlinie in fünf Minuten zum Einstieg am Elmsteiner Friedhof. Dort geht es gleich bergauf. Wir orientieren uns zunächst an der Markierung zum Waldhaus Schwarzsohl [Blauer Balken] und steigen auf weichem Waldboden, aber schweißtreibend einen Fußweg nordwärts hinauf. Wo dieser auf einen breiten, sandigen Forstweg trifft, behalten wir die Richtung bei. Den bald nach halblinks empor führenden Weg Richtung Schwarzsohl lassen wir liegen, bleiben also auf dem breiten, bequemen Weg [Gelb-Roter Balken, bis Esthal], der uns in einigen Windungen zu einem Sträßchen bringt, welches von Elmstein zum kleinen Weiler Schwabenbach führt. 

Ab einer Wegspinne mit einer Paul-Selbach-Ruh genannten Sitzgruppe (350 m) wird es wölfisch: Zu unserer Linken liegen die Häuser von Schwabenbach und das Forsthaus Wolfsgrube, wo noch heute eine Grube zu sehen ist, die einst als Wolfsfalle diente; nächstes Zwischenziel ist dazu passend die Wolfsschlucht mit der gleichnamigen Hütte. Die Route überquert ein Sträßchen, folgt einige Meter einem Grobschotterweg und zweigt dann nach links ab. So kommen wir durch das Schwabenbachtal ins Breitenbachtal.

Den früher zur Holztrift genutzten Bach überqueren wir und laufen nach links talaufwärts zur Wolfsschluchthütte des Pfälzerwald-Vereins (255 m), wo wir wunderschön am glasklaren Wasser des Breitenbaches rasten können. Auf der gleichen Talseite gehen wir noch 10 Minuten talaufwärts bis zum Beginn eines Schotterweges, den uns die amtliche Markierung als Aufstieg nach Esthal ans Herz legt. Alternativ kann man auch einen rechts abzweigenden steilen Fußpfad nehmen, der auf weichem Geläuf an den Ortsrand führt. Dort zeugt eine Marienstatue von der ortüblichen Frömmigkeit - Esthal beherbergt ein Kloster. An der Statue halten wir uns halblinks, um nochmals gelenkschonend hinter den Häusern entlang zu laufen. Im Ort kommen wir mit einer Rechts-Links-Kombination in die Dorfstraße.

Das vom Durchgangs-
verkehr verschonte Dörfchen Esthal (340 m), richtig "Eeschdl" ausgesprochen, ist eine geruhsame Schlenderei wert. Die freundlichen Bewohner pflegen ihre aus grob zubehauenen Buntsandsteinen erbauten Häuser weiß zu verfugen - ein schöner Brauch, der auch in den Nachbargemeinden Elmstein und Iggelbach zu bewundern ist.

Wir passieren die Kirche und gehen geradeaus, genau nordwärts, weiter bis zum Ortsrand [Weiß-Roter Balken, bis Wegspinne Esthaler Bänke]. Die folgende Passage über den Michaels-Berg liefert ein Musterbeispiel dafür, wie ein und derselbe Weg unterschiedlichen Wanderer-Typen gerecht werden kann: Während sich die einen vom lichten Kiefernwald, dem Heidekraut am Wegsaum und dem Rhythmus der Wegwindungen zur Meditation inspirieren lassen, schätzen die anderen solche gemächlich ansteigenden Wege, weil sie Gelegenheit zu einem ausgiebigen Schwätzchen bieten.

An der großen Wegspinne Esthaler Bänke (450 m) bietet die Markierung mal wieder eine Waldautobahn an; die umgehen wir, indem wir schon nach zwanzig Metern halbrechts abbiegen und [ohne Markierung] über den Heidenkopf (470 m) laufen. Auf dem wenig ausgeprägten Berg halten wir uns zweimal links und treffen dann an einem Felsblock, der auf den nur hundert Schritte entfernten Heidenbrunnen verweist, wieder auf den Hauptweg [Weiß-Roter Balken, bis Waldhaus Schwarzsohl]. Wenige Minuten später erreichen wir an einem Wanderparkplatz das von Weidenthal nach Elmstein führende Sträßchen. Immer links davon führt ein weitgehend ebener Weg durch schönen Buchenwald zu unserem Hauptziel, dem Waldhaus Schwarzsohl (470 m). 

Für den Rückweg nach Elmstein halten wir uns brav an die Markierung [Blauer Balken], überqueren an der Wegspinne Am Steinernen Kreuz die Straße und wandern - immer auf einem Höhenrücken - genau nach Süden. Letztendlich treffen wir im Abstieg auf den breiten Sandweg vom Beginn unserer Tour und kurz darauf auf eine Wegspinne, an der wir geradeaus auf dem Herweg nach Elmstein absteigen.


Benachbarte Wanderungen:
Naturspaziergang 9 (Breitenbachtal)


Kloster Esthal LuftansichtPartner dieses Tourentipps:
Gästehaus Kloster St. Maria, Klosterstr. 60
67472 Esthal/Pfalz
Telefon: 06325/95420
Mail: esthal@kloster-erleben.eu
Web: www.kloster-st-maria-esthal.de


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Überarbeitet im Oktober 2014

Ort: Elmstein (225 m)

Parken: Friedhof (von Neustadt kommend an der rechten Seite der Durchgangsstraße)

Länge: 19 km

Anstieg: 390 Höhenmeter

Schweiß: Oh ja

Aussicht: Wenig

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Wolfsschluchthütte PWV, 
Waldhaus Schwarzsohl PWV (Öffnungszeiten), 
Gaststätten in Esthal


In der näheren Umgebung:
Neustadt an der Weinstraße 
(sehr schöne Innenstadt, Museen),
Badeweiher Helmbachweiher und Geiswiese (am Ende des Helmbachtals),
Hambacher Schloss (Maxburg)
Kuckucksbähnel
Kurpfalz-Park bei Wachenheim

Regionale Tourist-Infos:
Region Lambrecht
Zentrum Pfälzerwald

Tourismusgemeinden:
Elmstein
Esthal
Lambrecht
Neidenfels
Neustadt
Frankeneck
Iggelbach


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Breitenbach

Wegspinne Esthaler Bänke