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Rundwanderung 16: Von Fischbach zum Großen Eyberg

Der König des Felsenlandes von Süden

Skizze Große Rundwanderung 16

Im Deckental in der Nähe des Biosphärenhauses

Route (20,5 km): Fischbach - 1 Wolfsäger Tal - 2 Jugendzeltplatz Wolfsäger Hof - 3 Mückenspinne  - 4 Hohle Felsen - 5 Wegspinne Mückenplätzel - 6 Wegspinne Am Hinterstell - 7 Preußenpfad - 8 Großer Eyberg mit Aussichtsturm - 9 Aussichtspunkt -  10 Am Hundel - 11 Deckental - 12 Spießwoog - 13 Biosphärenhaus - Fischbach

Karte: Topographische Karte 1:25.000 Dahn


Wer „Die große pfälzische Waldeinsamkeit“ kennen lernen möchte, knöpft sich entweder die Berge im zentralen Pfälzerwald rund um den Hermersbergerhof vor oder sucht das Gebiet des Großen Eyberges auf. Die meisten Wanderer gehen diese dominierende Erhebung im Dahner Felsenland von Norden aus an. Wir dagegen beginnen im Süden und kontrastieren damit die Abgeschiedenheit der höher gelegenen Waldzonen mit zwei großzügigen, romantischen Wiesentälern, deren Bäche die ins Elsass strebende Sauer speisen. Wie alle längeren Touren zwischen Salzwoog, Fischbach und Dahn bietet auch diese großartige Gelegenheiten für folgenschwere Verhauer. Besonders in sich haben es die meist schlecht oder gar nicht beschilderten Wegspinnen auf den Hälsen - so werden im Eyberggebiet die zwischen zwei Gipfeln gelegenen Übergänge genannt, die der Alpenwanderer als Joch, Scharte, Furka, Fuorcla oder Col kennt. Wer sich hier vergeigt und nicht mehr weiß, wo Nord und Süd ist, verlängert seine Wanderung schnell um zwei Stündchen.

Winter im Wolfsäger TalWir lassen es gemächlich angehen, laufen mit der gelb-roten Markierung nordwärts durch die Dahner Straße und folgen dann eine gute Stunde dem Wolfsäger Tal bachaufwärts. Trotz Asphaltsträßchen (auf der anderen Talseite geht es auch asphaltfrei) können wir sehr bald die Einsamkeit genießen, passieren einen schönen Weiher und kommen nach einigen Talwindungen zum großzügigen Wiesengelände eines Jugendzeltplatzes. Hier stand vor Generationen der Wolfsäger Hof, ein weltabgeschiedenes Gehöft.

Wir bleiben auf der gleichen Talseite und gehen auf breitem Weg nach rechts durch ein Seitental stetig hinauf zur Schutzhütte an einer Mückenspinne (336 m) genannten Wegkreuzung. Dort halten wir uns weiter ostwärts (grün- gelb) und steigen auf dem nach Salzwoog führenden Wanderweg weiter aufwärts zu einem Militärsträßchen, dem wir 50 m nach rechts folgen. In einer Kurve beginnt ein kurzer Bergpfad zu den Hohlen Felsen (451 m) auf dem kleinen Mückenkopf, einem sehr imposanten Massiv mit beeindruckenden Felsüberhängen. Sein westlichstes Bollwerk wurde 2004 durch einem Felssturz arg ramponiert.

Durch schöne Buchenwälder geht es jetzt hinab zur Wegspinne Mückenplätzel, wo wir genau aufpassen: Wenige Meter nach rechts (westwärts) haltend, sollten wir einen Pfad finden, der hinunter zur Wegspinne Am Hinterstell (343 m) mit Schutzhütte führt.

Auch hier kann man sich prima verhauen - viele Wege, wenige Markierungen. Unsere Route ist ein Forstweg, der zunächst genau nach Süden ausgerichtet ist, sich jedoch bald ostwärts Richtung Großer Eyberg wendet. Wir behalten diese Hauptrichtung konsequent bei, ignorieren auch einen nach Dahn führenden, linkerhand abzweigenden Weg und kommen so auf den Preußenpfad, der sich als breiter, konstant ansteigender Weg erweist. An einer Jagdhütte biegen wir scharf links ab, gehen an dieser vorbei und finden dahinter einen steil zum Eyberg empor führenden Pfad.

Der Aussichtsturm auf dem Großen Eyberg (513 m), eine eigenwillige Stahl-Holz-Konstruktion, ist eine Hinterlassenschaft der Amerikaner und bietet einen vor allem nach Süden hin lohnenden Fernblick.

Vom Eyberg nach Osten in den WasgauMit der fälligen großen Rast warten wir noch, denn dafür gibt es bald eine weitaus attraktivere Gelegenheit. Den Gipfel überschreitend und nach Osten steil absteigend kommen wir zu einem geschotterten ehemaligen Armeesträßchen, auf dem wir - immer noch hoch droben - den Eyberg rechtshaltend auf seiner Südseite umgehen. Dabei  stoßen wir auf einen der schönsten Rastplätze des Wasgaus: Ein famoser Aussichtspunkt über dem Reinigshof (Rundwanderung 6) mit bestens platzierter Ruhebank.

Auf dem für die Orientierung im Eyberggebiet wichtigen Sattel Am Hundel (382 m, mit Schutzhütte), nehmen wir den steilsten in unserer Gehrichtung abwärts führenden Weg und gelangen so ins Deckental und zu den wunderschönen Wiesen und Fischweihern am Spießwoog (223 m). Dort, wo wir auf die Straße zwischen Fischbach und Schönau stoßen, steht das sehr besuchenswerte Biosphärenhaus des Naturparks Pfälzerwald-Nordvogesen am Ortsrand von Fischbach. Durch das schmucke Dörfchen kommen wir dann schnell zurück zum Ausgangspunkt.


Variante: 
Statt über das Biosphärenhaus Fischbach durchs Deckental und
Wolfsägertal zurück. Bei den Fischweihern am Spießwoog rechts in Tal wechseln und bei den dortigen Weihern links hinüber ins Wolfsägertal.

Benachbarte Wanderungen:
Prädikatsweg Wasgau-Seen-Tour (Anschluss im Wolfsäger Tal und am Biosphärenhaus)
Rundwanderung 4 Storrbachtal, Hohle Felsen und Eyberg (Anschluss an den Hohlen Felsen)
Rundwanderung 6 Rund um den Reinigshof (vom Sattel Am Hundel ostwärts hinunter zum Reinigshof)
Rundwanderung 24 Stille Wasser im Maimontland (in etwa 30 Minuten von Fischbach Richtung Petersbächel und hinter dem Saarbach rechts zum Pfälzerwoog)
Rundwanderung 50 Die Dahner Felsen- und Burgenrunde (in etwa 40 Minuten vom Eyberg nach Dahn zum Campingplatz Büttelwoog)
Rundweg 17 Rund um den Eyberg (Anschluss am Preußenpfad)
Stippvisite Turm 4 Eybergturm (Anschluss am Turm)

Stippvisite Ziel 5 Biosphärenhaus Fischbach


© www.wanderportal-pfalz.de 2005 - palzvisit Touristik-Service

Ort: Fischbach (220 m)

Parken: Ortsmitte

Länge: 20,5 km

Anstieg: 400 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Klasse

Abgeschiedenheit: Groß

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Biosphärenhaus Fischbach,
Gasthäuser in Fischbach

Fels-/Turmbesteigungen:  
Hohle Felsen, Eybergturm

Burgen am Wege: Keine


In der näheren Umgebung:
Badeweiher Saarbacher Hammer bei Fischbach,  Schöntalweiher bei Ludwigswinkel und
Seehof bei Erlenbach,
Felslandbad Dahn,
Erzbergwerk Nothweiler,
Burgruine Fleckenstein,
Burgruine Altdahn,
Burg Berwartstein

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Fischbach
Petersbächel

Ludwigswinkel
Schönau
Dahn
Bruchweiler
Rumbach

Sonstiges:
Biosphärenhaus Fischbach


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Fischweiher im Schlettenbacher Tal in der Nähe des Biosphärenhauses

Im Schlettenbacher Tal

Vom Aussichtspunkt am Großen Eyberg zum Jüngstberg

Vom Eyberg zum Jüngstberg

  

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