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Nördlich des schönen Modenbachtals,
in unmittelbarer Nähe zu den Winzerdörfern Weyher und Burrweiler, liegen ein vielbesuchter Berg, das
Schänzel, und zwei selten aufgesuchte Plätze, der Kesselberg und der ihm
vorgelagerte Frankenberg. Diese drei hohen Gipfel verbinden wir mit
teilweise pfadfinderischem Geschick zu einer anspruchsvollen Tour.
Am
Wanderparkplatz beginnt linkerhand ein markierter Weg entlang des Modenbachtals
zum hochgelegenen Forsthaus Heldenstein. Wir bevorzugen allerdings eine
schneller in die Höhe führende und deshalb aussichtsreichere Route, die sich am Südhang des Steigerkopfes mit dem
Schänzelturm empor windet. Dafür folgen wir für etwa zehn Minuten der
Markierung, laufen dabei im Wald vorbei an einigen Gemarkungssteinen und
zweigen dann halbrechts aufwärts vom Hauptweg ab. Auf einem breiten,
wenig abwechslungsreichen Weg geht es nun entschieden bergauf; alle
Abzweigungen werden ignoriert. Sobald der Weg abflacht, befinden wir uns
auf einem typischen Haardt-Höhenweg: Heidekraut und Heidelbeersträucher
säumen den Wegrand, dann und wann sehen wir durch lichte Kiefernbestände
hinüber ins Trifelsland. Am
bewirtschafteten Forsthaus Heldenstein
(460
m), einem strengen Buntsandsteinbau mit angenehmer Terrasse und großem Parkplatz, machen
wir Zwischenstation.
 Der weitere Aufstieg zum Schänzelturm (617 m) ist gut
markiert und verläuft auf historischem Boden: Hier fanden bei den
Koalitionskriegen1794/95 entscheidende Stellungskämpfe zwischen
Frankreich und den Alliierten Österreich und Preußen statt. Zwei
Gedenksteine erinnern in der militaristischen Sprache ihrer Epoche
daran. Der Forst hat 2009 rund um den Turm eine
große Fläche freigeschlagen, sodass wir eine umfassende Rundschau genießen
können. Durch
dichten Tannenwald mit Schwarzwald-Atmosphäre steigen wir dann nach Süden zur
großen Wegspinne Benderplatz
(552 m) ab. Dort finden wir halblinks einen breiten Weg mit Beschilderung zum
Kesselberg. Immer
auf der Nordseite des Berges geht es moderat empor, bis rechts ein etwas
versteckter Gipfelpfad abzweigt.
 Der Große
Kesselberg (672 m), zweithöchster Gipfel des Pfälzerwaldes (der
höchste ist die nur einen Meter höhere Kalmit bei Neustadt), bietet
überraschenderweise kaum Aussicht. Auf dem
Gipfelplateau findet man allerdings die auch in der Karte verzeichneten Gletschermühlen:
Auswaschungen im Fels, die als Zeugen früherer Vergletscherung gedeutet
werden.
Wir
laufen einige Meter zurück und finden dann auf den Dr.-Sprater-Pfad, der
uns schön und mit gelegentlichem Fernblick nach Süden zu einem
markierten brettebenen Weg hinunterbringt, welcher die Verbindung zwischen
den Wegspinnen Benderplatz und Kohlplatz herstellt. Wir gehen rechts, also
Richtung Benderplatz, und stoßen dann auf einen von links heraufziehenden
breiten Forstweg, dem wir nach links abwärts folgen.
Kurz
darauf gelangen wir zur einfachen Jagdhütte am Schenkenbrunnen,
an der wir weglos etwa 50 m steil und direkt hinuntersteigen. Nur so können
wir den Höhenweg erwischen, der zuerst südwärts, dann nordwärts am
Frankenberg entlang führt. Wir folgen dem Höhenweg also nach links und
genießen auf dem Weg zum Frankenfels immer wieder Ausblicke: Tief unten
im Tal der Modenbacherhof, darüber die Burgruinen Meistersel und Ramburg,
weiter hinten Trifels, Asselstein, Großer Adelsberg.
Nach
etwa einer halben Stunde wendet sich der Weg scharf nach links - wir
befinden uns direkt unterhalb des Frankenfelsens und kraxeln über eine
steile Pfadspur empor (wer diese scheut, findet 150 m weiter einen
gangbareren Pfad). Der Frankenfels
(545 m), auch als Frankenburg bezeichnet, hat mit sonstigen Pfälzer
Burgruinen wenig gemein. Die Betonung liegt ganz auf Ruine: Bescheidene
Mauerrestchen, weit verstreutes Baumaterial, einige in den Fels gehauene
Treppenstufen und eine glatt zugehauene Wand lassen Vergangenes allenfalls
erahnen. Vielleicht liegt gerade darin die Magie dieses offenkundig selten
besuchten Platzes.
Auf
der Nordseite nehmen wir
Pfadspuren, um wieder auf den Höhenweg zu gelangen, den wir bald darauf
zugunsten eines rechts abwärts führenden, halb verfallenen Weges
verlassen. Ein Forstweg wird überquert und wir stolpern über zahllose
vom Frankenfelsen herabgerollte Steine weiter talwärts, halten uns dann
links und gelangen über einen markierten Pfad zur bewirtschafteten Amicitia-Hütte. Auf dem abschließenden Talweg blicken wir mit ein
wenig Stolz zum sich aufsteilenden Kesselberg zurück.
Variante:
Ohne Frankenfelsen.
Ab Kesselberg zur Wegspinne Kohlplatz östlich des Berges und direkt
hinunter ins Modenbachtal.
Benachbarte
Waderungen:
Prädikatsweg
Pfälzer Hüttentour (vom Wanderparkplatz
im Modenbachtal in 20 min südwärts bergauf zum Anschluss an der Wegspinne
Dreimärker)
Rundwanderung 31 Drei-Burgen-Wanderung (vom Modenbachtal zum Wanderparkplatz Drei Buchen oder vom Forsthaus
Heldenstein zur Ruine Meistersel)
Rundwanderung 42 Teufelsberg und Trifelsblickhütte (vom
Modenbachtal zum Anschluss an der Wegspinne Dreimärker)
Stippvisite Turm 8
Schänzelturm (Start am Forsthaus Heldenstein)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Ramberg,
Weyher
oder Burrweiler
Parken:
Wanderparkplatz
im Modenbachtal (292 m, von Weyher oder Burrweiler kommend Richtung Ramberg, am Beginn der
Steigung nach rechts, Nähe Amicitiahütte und Nellohütte)
Länge:
16 km
Anstieg: 540
Höhenmeter
Schweiß:
Happig
Aussicht:
Grandios
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Anspruchsvoll

Einkehr
am Wege:
Forsthaus
Heldenstein, Amicitiahütte des Vereins Amicitia Landau
Turmbesteigung:
Schänzelturm
Burgen
am Wege:
Frankenfelsen
(Frankenburg)
In
der näheren Umgebung:
Deutsche Weinstraße,
Hambacher Schloss,
Rietburg,
Rietburgbahn-Sessellift,
Burg
Trifels
Regionale
Tourist-Infos:
Ferienregion
Landau-Land
Ferienregion
Edenkoben
Trifelsland
Tourismusgemeinden:
Weyher
Burrweiler
Gleisweiler
Frankweiler
Ramberg
Dernbach
Sonstiges:
Schlachten
am Schänzel
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Gletschermühlen
auf dem Kesselberg
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