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Rundwanderung 36: 
Über die Heidelsburg
ins Schwarzbachtal

Im Waldfischbacher Holzland

Route (16 km): Waldfischbach - 1 Heidelsburg - 2 Schwarzbachtal - 3 Hundsweiher Sägmühle - 4 Hundstälchen - 5 Naturfreundehaus Heltersberg - 6 Heltersberg - 7 Finstersteig - 8 Naturfreundehaus Waldfischbach - 9 Galgenfels - Waldfischbach

Karte 1:25.000: "Vom Johanniskreuz bis Pirmasens", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-401-1)


Holzland wird der Teil des Pfälzerwaldes genannt, der sich zwischen den Flüsschen Moosalbe im Westen, Schwarzbach im Süden und den Bergen um Johanniskreuz im Osten erstreckt. Der Name ist Programm: Wir finden hier von Buchen dominierte ausgedehnte Wälder und - im Westen der pfälzischen Wasserscheide - das für Lagerung und in früheren Zeiten auch für den Transport des eingeschlagenen Holzes so unverzichtbare Quantum Wasser. Das Tal des Schwarzbaches, der von Johanniskreuz herunter kommt, ist oberhalb von Burgalben ein Gedicht von einem Wiesental - Grund genug für einen Zwischenabstieg nach dem Besuch der Heidelsburg mit den ältesten Burgresten des Pfälzerwaldes.

Der durch sehr abwechslungsreichen Wald führende, gut beschilderte Weg zur Heidelsburg [Gelbes Kreuz, bis Hundsweiher Sägmühle] verläuft zunächst über einen zu Recht als „Felsenweg“ bezeichneten Pfad. Dieser wird von einem Weg abgelöst, der sich in vielen Windungen mit sanften Auf- und Abstiegen auf halber Höhe am Galgenberg und am Drei-Sommer-Berg entlang zieht. Nach einer Stunde sind wir an der Heidelsburg (340 m) angelangt.

Die Burg geht auf das 4. Jahrhundert zurück und ist damit die älteste Burganlage des Pfälzerwaldes. Sie diente dem Schutz einer Salzstraße und beherbergte - wie eine römische Inschrift auf einem dort gefundenen Stein nahelegt - das erste Forstamt Deutschlands. Von diesen Zeiten zeugen heute lediglich ein paar karge Mauerreste; die interessantesten Fundstücke wurden ins Historische Museum der Pfalz in Speyer verfrachtet. Dennoch, der Platz hat - vielleicht gerade weil er der Phantasie viel Spielraum lässt - einen eigenen Zauber.

Wir gehen unbedingt bis zur vordersten Spitze des Bergrückens, wo sich ein Pfad zwischen den Gipfelfelsen nach unten zwängt. Links herum kommen wir unter den sehr ansehnlichen Felsen hindurch. Ein schräg nach rechts abzweigender Wanderweg dient dann für den von vielerlei Gesteinsbrocken gesäumten Abstieg ins Schwarzbachtal (269 m), wo wir nach einigen Metern auf der Straße parallel dazu einen ebenen Waldweg zur Hundsweiher Sägmühle finden.

Bei den Häusern der Hundsweiher Sägmühle (272 m, kurz vor dem Clausensee mit seinem riesigen Campingplatz) verlassen wir das Schwarzbachtal, denn ab hier geht es durch das stille Hundstälchen hinauf Richtung Heltersberg [ohne Markierung). Des weicheren Geläufs wegen bleiben wir zunächst auf der linken Talseite. Auch hier sind die Berghänge übersät mit Felsbrocken - das Gestein dieser Region hat nicht die Festigkeit, wie wir sie aus dem Dahner Felsenland kennen. In anderen Gegenden würde man so etwas großspurig „Felsenmeer“ oder „Steinernes Meer“ nennen - hier wird es für nicht weiter erwähnenswert befunden.

Wo sich das Hundstälchen spürbar verengt, finden wir einen nach links abzweigenden Pfad, der zunächst über ein Holzbrückchen und dann steil hinauf zu einer wunderbaren Waldwiese führt [Rot-Weißes Logo des Heltersberger Brunnenwanderweges]. An einer Weggabelung nehmen wir statt eines Fahrweges den entschlossen ansteigenden Pfad zum Naturfreundehaus Heltersberg (Lettenkaut, 430 m) mit seiner großen Spielwiese.

Der Übergang zum letzten Wegabschnitt muss stimmen: Wir gehen auf einem Sträßchen etwa 150 m in Richtung des durch die Radfahrer Hartmut und Udo Bölts bekannten Höhendorfes Heltersberg, nehmen die ersten Abzweigung nach links [Grünes N der Naturfreunde-Markierung, bis Waldfischbach] und stoßen nach wenigen Metern auf eine zum Westrichhof führende bebaute Straße mit Wohnhäusern. Dieser folgen wir nach links bis zum Verbotsschild, wo ein Weg mit der Beschilderung „Waldfischbach“ halbrechts wegführt.

Schon wenige Meter später kommen wir zu einer unbeschilderten Weggabelung, an der wir die eingeschlagene Richtung beibehalten, uns also nicht nach rechts abdrängen lassen. Das nächste, in der Karte als Finstersteig verzeichnete Wegstück ist weder finster noch ein Steig, sondern verläuft fast eben durch ein ausgedehntes Wiesengelände zu dem nach Waldfischbach führenden Bergrücken des Kumpf.

Wir wandern auf breitem Weg mit schönem Baumbestand südwestwärts lange über den Rücken und dann rechts ab zum Naturfreundehaus Waldfischbach (Galgenberghaus, 380 m). Über den Galgenfels mit Blick hinunter nach Waldfischbach und zur Sickinger Höhe im Westen kommen wir schnell hinunter zum Parkplatz.


Variante: 
Ohne Hundstälchen. An der Hundsweiher Sägmühle links hoch auf Bergpfad und der Naturfreunde-Markierung zum Naturfreundehaus Heltersberg folgen.

Benachbarte Wanderungen:
Prädikatsweg Holzlandweg (Start in Waldfischbach)
Prädikatsweg Sickinger Höhenweg (Start in Waldfischbach)
Rundwanderung 64
Dinkelsbachtächen, Hundstächen, Seelenfelsen (Anschluss am Eingang des Dinkelsbach-
tälchens zwischen Heidelsburg und Hundsweiher Sägmühle)

Rundwanderung 40 Aus dem Schwarzbachtal zum Kippfelsen (von der Hundsweiher Sägmühle in
einer halben Stunde am Clausensee vorbei zum Ausgangspunkt).
Naturspaziergang 26 Hundstälchen (Start an der Hundsweiher Sägemühle)
Stippvisite Burg 33 Heidelsburg (Start im Schwarzbachtal)
Naturspaziergang 35 Klappertal (Start bei Waldfischbach-Burgalben)


© www.wanderportal-pfalz.de 2005 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im Juni 2014

Ort: Waldfischbach-Burgalben  
(248 m)

Parken: Parkplätzchen unterhalb des Galgenfelsens (360 m, am Verkehrskreisel in Ortsmitte Richtung Heltersberg, rechts hoch mit Beschilderung Friedhof, am Sportplatz vorbei, weiter bergauf Richtung Galgenberghaus, erster kleiner Parkplatz an Stromtrasse)

Länge: 16 km

Anstieg: 240 Höhenmeter

Schweiß: Wenig

Aussicht: Wenig

Abgeschiedenheit: Groß

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Gasthäuser an der Hundsweiher Sägmühle, 
Naturfreundehaus Heltersberg
,
Naturfreundehaus Waldfischbach
(z.Zt. nicht bewirtschaftet, Stand: Oktober 2016)

Felsbesteigungen: Keine 

Burgen am Wege: Heidelsburg


In der näheren Umgebung:
Badeweiher Clausensee, Schwimmbad Heltersberg,
Pirmasens (Einkaufszentrum, Kunstausstellungen, Skulpturenpark, Erlebnisbad PlubSchuhmuseum),
Westwall-Museum in Pirmasens-Niedersimten,
Johanniskreuz (Ausflugsgaststätten, Motorradfahrertreff),
Haus der Nachhaltigkeit in  Johanniskreuz

Regionale Tourist-Infos:
Südwestpfalz
Ferienregion Holzland

Gräfensteiner Land
Region Pirmasens

Tourismusgemeinden:
Waldfischbach-Burgalben
Heltersberg
Clausen
Leimen
Merzalben


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An der Heidelsburg

  
 

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