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Ab und an gelüstet es auch vernünftige Zeitgenossen nach Superlativen.
Hier ist einer, denn wir besuchen: Erstens eine der wärmsten Ecken
Deutschlands, wo das mediterrane Klima nicht nur Wein und Esskastanien,
sondern auch Zitronen, Quitten und Feigen
gedeihen lässt; zweitens eine exponiert gelegene Kapelle, die einen der besten
Aussichtsplätze über der Rheinebene abgibt; drittens eine Pfälzerwald-Vereinshütte,
welche alle anderen an Lage und Ausblick übertrifft (insgesamt stehen
nicht weniger als vier Hütten auf dem Tagesprogramm); viertens einen hohen
Haardtberg mit starken Kontrasten und fünftens einen Waldlehrpfad inmitten
ergiebiger Kastanienwälder.
 Am
Parkplatz in Frankweiler (Bild) beginnt der beschilderte Hüttenweg zur Landauer
Hütte. Von ihm biegen wir allerdings schon nach zwanzig Metern rechts ab
auf einen Pfad, der etwas abwärts zwischen Pferdekoppeln hindurch und an
einem schönen Gehöft vorbei das Hainbachtal überquert. Jetzt
halten wir uns aufsteigend genau am Waldrand und spazieren über eine
romantische Allee (Bild oben) zwischen Weinbergen und Kastanienwald hinüber nach Gleisweiler
(überflüssigerweise wird diese Perle von Weindörfchen als „Nizza der Pfalz“ verkauft; ist dann
umgekehrt Nizza das "Gleisweiler der Cote d´Azur"?).
Gleich
am Ortseingang kommen wir zur Privatklinik Bad Gleisweiler (290 m),
wo wir uns Zeit für den öffentlich zugänglichen Kurpark nehmen - und
staunen: Man muss nicht in ferne Länder reisen, um Palmen,
Sumpfzypressen, Gingkos, Redwoods und 150 Jahre alte und bis zu fünfzig
Meter hohe Sequoias zu sehen. Direkt
an der Klinik führt ein Weg mit der Beschilderung „Trifelsblickhütte“
bergauf. Diesem folgen wir nur für wenige Minuten, da wir vor dem Besuch
der Hütte noch anderes vorhaben. Bei erster Gelegenheit also zweigen wir
rechts ab und laufen oberhalb von Gleisweiler über Streuobstwiesen in
Richtung der am Berghang auftauchenden Kapelle.
 Im Wald steigen wir dann
einen steilen, etwas tristen Hohlweg hinauf, nehmen den zweiten querenden
Pfad nach rechts und kommen so auf weich-federndem Waldboden fast eben zur
St. Anna-Kapelle (415 m). Die ist nicht nur Wallfahrtsort, sondern
auch ein Aussichtsbalkon erster Güte; über die Rheinebene hinweg schauen
wir zum Odenwald und weit hinunter in den Schwarzwald. Wenige
Meter oberhalb steht die Burrweiler Hütte (420 m, auch als St.
Anna-Hütte bezeichnet), wo der Aufstieg zum Teufelsberg beginnt; die
Beschilderung weist Richtung „Wetterkreuz“. Der teilweise mit
Bundsandsteinblöcken befestigte Weg geht später in einen Pfad über und
zieht mit löblicher Entschiedenheit bergauf. Wir ignorieren alle Querwege
und kommen so schweißnass auf dem Teufelsberg (597 m) an, wo wir
ein steinernes Wetterkreuz und die verstreuten Felsblöcke der
Teufelsfelsen vorfinden (jener muss ein umtriebiger Geselle gewesen sein,
finden wir seine Spuren doch vielerorts in der Pfalz, z.B. auf Rundwanderung
39). Von so hoch oben schaut man selten hinunter in die Weinberge!
 Auf
einem steinigen, aber sehr schönen Pfad steigen wir auf der
Westseite des Teufelsberges, wo der abrupte Wechsel der
Vegetation auffällt, schnell hinunter zur Trifelsblickhütte (530 m). Dies
ist gewiss die Hütte mit der schönsten Lage und dem aufregendsten
Fernblick im gesamten Pfälzerwald: wir schauen nicht nur weit in den Wasgau
hinein, sondern auch weit nach Süden in die Rheinebene; an sehr klaren Tagen sieht man
sogar den Turm des Straßburger Münsters.
Auf
sanft absteigendem Höhenweg wandern wir nordwärts weiter zur wichtigen Wegspinne
Dreimärker (446 m), an der nicht weniger als acht Wege zusammentreffen.
Halblinks laufen wir auf einem ebenem, aber leider im ersten Teil seit 2006 vom
Forst brutal verunstalteten Höhenweg zur vielbesuchten Landauer Hütte
(461 m), die auf einem „Zimmerplatz“ genannten Sattel zwischen dem
Hainbachtal und dem Dreiburgental bei Dernbach liegt. Hier lohnt ein
Abstecher zur mächtigen und sehr aussichtsreichen Burgruine Neu-Scharfeneck.
Der
schnellste Abstieg nach Frankweiler würde jetzt durchs Hainbachtal
führen. Wir
bevorzugen jedoch den Weg über den breiten Rücken des Eichberges und an
einer Schutzhütte vorbei zur
Ringelsberghütte (462 m), denn wo sonst kann man auf einer
Tour gleich vier Hütten besuchen? Mit guter Markierung kommen wir über
den Rücken des Eichberges zu der aussichtsreich über dem Weindorf Frankweiler gelegenen Hütte.
Für
den Abstieg laufen wir zunächst etwa 200 m nach Süden zu einer Wegkreuzung,
an der wir nach
links zum
Frankweiler Waldlehrpfad halten. An der nächsten Gabelung gehen
wir rechts und befinden uns direkt oberhalb des Frankweiler Steinbruchs,
der aus der Rheinebene gut zu sehen ist. Bis in die fünfziger Jahre
hinein wurde hier der gelbe Buntsandstein abgebaut, der vielen Häusern
der umliegenden Weindörfer ihr unverwechselbares Gepräge gibt. Unten
angekommen, geht es linkshaltend durch ein Wohnviertel genau zum Ausgangspunkt.
Variante
1:
Direkter Abstieg ab Trifelsblickhütte. Zunächst auf breitem Weg, dann
sehr schön über Bergpfad Richtung Kurklinik Bad Gleisweiler.
Variante
2:
Ohne Landauer Hütte. Ab Dreimärker hinunter ins Hainbachtal, wo eine
Walddusche (?) von verspieltem Humor zeugt.
Benachbarte
Wanderungen:
Prädikatsweg Pfälzer
Hüttentour
(Start in Frankweiler)
Rundwanderung 31 Drei-Burgen-Wanderung
(von
der Wegspinne Dreimärker zum Anschluss am Wanderparkplatz Drei Buchen
oder von Dreimärker zur Landauer Hütte und von dort auf die Burgruine Neu-Scharfeneck)
Rundwanderung
32 Frankenfels, Kesselberg und Ludwigsturm (ab Dreimärker hinab ins
Modenbachtal)
Rundwanderung 46 Über den Orensberg zur Neu-Scharfeneck
(Anschluss an der Landauer Hütte)
Naturspaziergang 30
Gleisweiler Allee und Hainbachtal
Stippvisite Burg 3
Neu-Scharfeneck
Stippvisite Andere Ziele 2
St. Anna-Kapelle
Stippvisite
Felsen 39 Orensfelsen (Anschluss an
der Landauer Hütte)
Partner
dieser
Tour:
Landhotel
Annahof
Schloßstraße 36
76857 Albersweiler - St. Johann
Telefon: 06345-949450
Web: www.annahof-albersweiler.de
©
www.wanderportal-pfalz.de
2011 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Frankweiler
(260 m)
Parken:
Am Ende der Bergbornstraße (290 m, in der Ortsmitte
bergwärts abzweigen)
Länge:
14 km
Anstieg: 390
Höhenmeter
Schweiß:
Oh ja
Aussicht:
Einmalig
Abgeschiedenheit:
Gering
Orientierung:
Meist einfach

Einkehr
am Wege:
Burrweiler Hütte (St. Anna-
Hütte), Trifelsblickhütte, Landauer Hütte, Ringelsberg-
hütte (alle PWV) (Öffnungszeiten)
Felsbesteigungen:
Keine
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Deutsche
Weinstraße,
Hambacher Schloss,
Rietburg, Rietburgbahn-Sessellift
Burg
Trifels
Regionale
Tourist-Infos:
Ferienregion
Landau-Land
Ferienregion
Edenkoben
Trifelsland
Tourismusgemeinden:
Frankweiler
Gleisweiler
Burrweiler
Ramberg
Dernbach
Albersweiler
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Trifelsblickhütte

Landauer
Hütte
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