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Wenn es im Pfälzerwald einen heiligen Berg gäbe, es müsste der Rehberg
sein. Seine schlanke, klassische Form, die exponierte Lage gegenüber der
Burg Trifels und der unvergleichliche Blick heben ihn aus der Konkurrenz
heraus. Zudem ist er mit 577 Metern der höchste Gipfel im deutschen Teil
des Wasgaus (sieben Meter höher ist der elsässische Grand Wintersberg).
Die meisten Besucher des Rehberges fahren mit dem Auto die Trifelsstrasse
hoch zur Klettererhütte am Asselstein und sind in einer Dreiviertelstunde
oben. Wir dagegen halten es mit den Engländern und sagen: Ein Berg dieses
Kalibers muss „by fair means“ bestiegen werden, also ab Bergfuß und
aus eigener Kraft. Was am Ausgangspunkt Waldrohrbach heißt, dass uns bis
auf den Rehbergturm 350 Höhenmeter und 60 Treppenstufen bevorstehen.
An
der Kirche in Waldrohrbach beginnt ein markierter Weg, der nordwestwärts
zur Wegspinne Hoher Markstein am Südhang des Rehberges hinauf führt.
Nach einem herzhaften Aufstieg, der einen weiten Rechtsbogen beschreibt,
zieht der Weg nur noch gering ansteigend nach Norden. Hier erhebt sich
rechterhand eine Kuppe mit einem Felsmassiv, dem Kleinen Hahnstein.
Diese umrunden wir in einem weiten Linksbogen, indem wir den Hauptweg
zugunsten eines schönen Pfades nach
rechts verlassen (Felsliebhaber gehen hinauf bis zum Hahnstein).
An
der Schutzhütte Hoher Markstein (390 m) folgen wir nicht
dem Schild „Klettererhütte“ nach rechts, sondern nehmen den mittleren
der nach links führenden Wege, der uns fast eben, aber abwechslungsarm
zum Wanderparkplatz Rehberg (361 m) an der Trifelsstrasse bringt.
Hier
beginnt der etwa halbstündige Schlussanstieg durch die Nordwestflanke des
Rehberges. Dafür nehmen wir den steilsten in Frage kommenden Weg, einen
Pfad, der durch schönen Mischwald und entlang einiger Felsen zunächst
zum Rehbergbrunnen führt.

Von hier aus führt ein Pfad und zuletzt
ein breiterer Weg auf den Rehberg-Gipfel (577 m), wo wir zunächst
den Rehbergfelsen passieren und dann den 1862 aus heimischem Buntsandstein
erbauten Aussichtsturm ersteigen. Der Blick ist nach allen
Seiten hin atemberaubend: Trifels-Anebos-Münz in unmittelbarer Nähe über
Annweiler, im Westen und Süden der gesamte Wasgau bis ins Elsass hinein,
im Norden der zentrale Pfälzerwald und im Osten die Rheinebene. Bei guter
Fernsicht grüßen zudem Odenwald und Schwarzwald.
Hinunter
bleiben wir kurz auf dem Anstiegsweg, zweigen allerdings nicht zum
Rehbergbrunnen ab, sondern folgen dem breiteren Weg. So kommen wir auf die
Südseite des Rehberges, auf der wir in einem weiten Rechtsbogen zurück
zum Wanderparkplatz Rehberg gelangen.
 Dort
überqueren wir die Trifelsstrasse, rasten eventuell in der nahegelegenen Klettererhütte
und steigen dann schnell hinauf zum Asselstein (400 m). Dieses
freistehende mächtige Felsenschiff mit seinen fast 60 Meter hohen Wänden
ist zusammen mit dem Dahner Jungfernsprung die beeindruckendste
Felsgestalt des Wasgaus. Schon 1860 gelang die erste
Besteigung - allerdings mit etwas unfeinen Mitteln (neben Leitern,
Drahtseilen und Haken kam auch ein an den Fels angelehnter Baumstamm zum
Einsatz). In den letzten Jahren ist der Fels aus Vogelschutzgründen im Frühjahr
und Sommer für den Klettersport meist gesperrt.
Gehen
wir also hart an der Südwand entlang, bestaunen die Kamine, Risse und
Überhänge des Felskolosses und laufen dann westwärts hinunter zur Trifelsstrasse.
Auf
der anderen Straßenseite beginnt der markierte Karl-Rahn-Pfad, der
sich zunächst
nord-, dann westseitig um den Ebersberg herumwindet und kontinuierlich
ansteigend zum Aussichtspunkt Wasgaublick (430 m) führt. Rechts,
also westwärts, geht ein Weg hinunter zur Strasse zwischen Annweiler und
Waldrohrbach. Hier verlassen wir den Wald, überqueren die Strasse und
gehen durch offenes Gelände auf beschildertem Weg ins Kaiserbachtal
und zurück nach Waldrohrbach.
Variante
1:
Für Sportler: Brutalaufstieg zum Rehberg. Ab Schutzhütte etwa 100 m nach
links, dann weglos in direkter Linie zu Gipfel.
Variante
2:
Ohne Ebersberg. Vom Wanderparkplatz an der Trifelsstraße hinunter nach
Waldrohrbach.
Benachbarte
Wanderungen:
Prädikatsweg Annweilerer
Burgenweg (vom (vom Rehberg zum
Anschluss am Wanderparkplatz Windhof an der Trifelsstraße)
Rundwanderung 28 Hohe Tanne, Landeck, Martinsturm (von
Waldrohrbach hinauf Richtung Gossersweiler-Stein, Rundwanderung 28 dann in
umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 34 Rauhberg, Rindsberg
und Rothenberg (vom Ebersberg nach Wernersberg und hinauf zum Wachtfelsen
oder gleich zur Kaisermühle)
Rundwanderung 38 Madenburg und Slevogthof (vom Rehberg zum
Wanderparkplatz Windhof an der Trifelsstraße)
Rundwanderung 41 Hohenberg und Trifels (vom Rehberg zum
Wanderparkplatz Windhof an der Trifelsstraße und weiter zum
Wanderparkplatz Ahlmühle)
Rundweg
24 Von der Trifelsstraße zur Burgruine Neukastell (Start am
Wanderparkplatz Ahlmühle, 1,5 km vom Rehberg)
Stippvisite
Felsen 38 Asselstein (Start eine halbe Stunde vom Wanderparkplatz Ahlmühle)
Stippvisite Turm 2
Rehbergturm (Start am Wanderparkplatz Rehberg)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2011 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Waldrohrbach
(235 m)
Parken:
Ortsmitte
bei der Kirche
Länge:
11 km
Anstieg: 440
Höhenmeter
Schweiß:
Happig
Aussicht:
Einmalig
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Nicht ohne

Einkehr
am Wege:
Klettererhütte
am Asselstein
Turmbesteigung:
Rehbergturm
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Freischwimmbad
Annweiler,
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße,
Burg
Trifels,
Bad
Bergzabern
(Kurpark,
Südpfalz-Therme)
Regionale
Tourist-Infos:
Trifelsland
Ferienregion Landau-Land
Südliche Weinstraße
Tourismusgemeinden:
Waldrohrbach
Waldhambach
Annweiler
Völkersweiler
Gossersweiler-Stein
Silz
Sonstiges:
Museum
unterm Trifels
Annweiler
Bilder
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Wasgau
vom Rehbergturm

Asselstein
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