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In vergangenen Zeiten näherte sich der Reisende seinem Ziel mangels schneller Verkehrsmittel in kleinen Schritten und konnte sich so langsam auf das zu Erwartende einstellen. Der heutige Pfalzwanderer kann es ihm nachtun - zumal wenn er ein Pfalz-Greenhorn ist und von Westen her einreist: Auf einer Schnuppertour im Süden von Pirmasens lässt sich sein zukünftiges Wanderrevier wunderbar in Ruhe inspizieren. Die Wanderung verläuft an der Scheidelinie zwischen der bäuerlich geprägten “Hackmesserseite“ und dem Waldland, zwischen Löß und Buntsandstein. Dabei erleben wir recht gegensätzliche Landschaftsformen: Ein botanisch interessantes Feuchttal, einen offenen aussichtsreichen Höhenzug, prachtvolle Laubwälder und ein stilles Wiesental.
Linkerhand steht der Teufelsfelsen, den wir aber erst auf dem Rückweg inspizieren werden. Wir bleiben jetzt durchgehend auf der in Gehrichtung linken Talseite und passieren einen weiteren Weiher. Im Talgrund wechseln mächtige Fichten mit Erlenbeständen und unwegsamem Unterholz. Nach einer guten Dreiviertelstunde Gehzeit nähern wir uns dem Talschluss des Gersbachtals, wo steile Viehweiden die bisherigen feuchten Talauen ablösen. An einer ausgeprägten Linkskurve beginnt ein mäßig steiler Weg, der uns in mehreren Windungen durch Buchenwald und zuletzt an Feldern vorbei zum Kettrichhof (459 m) bringt, einer kargen Bauernsiedlung mit reichlich Eternit-Charme. Hier erleben wir einen abrupten Wechsel der Szenerie: Vor uns liegen die Weiten des Pfälzerwaldes mit ihren vielgestaltigen dunklen Bergketten. Der Pfälzerwald-Neuling beginnt zu ahnen, welcher Reichtum an Wandermöglichkeiten sich dort auftut. Vielleicht findet sich ein Ortskundiger, der in aller Ruhe die vielen Gipfel und Täler erklärt - in Erinnerung bleiben wird allerdings nur, dass weit hinten die Burg Trifels zu sehen ist.
Für den folgenden Abstieg ins Rodalbtal (wir orientieren uns an der Beschilderung des Prädikatsweges Rothenberg-Weg) nehmen wir den schönsten der vielen in Frage kommenden Wege, einen Felsenpfad, der auf einem Kilometer Länge an vielen kleineren bauchigen Felsen entlang führt.
Auf der anderen Straßenseite liegt ein Wanderparkplatz (430 m), an dem unsere Abstiegsroute hinunter in Gersbachtal beginnt. Wir folgen jetzt durchgehend der Beschilderung Richtung Niedersimten und gelangen so zunächst auf einem Pfad, dann auf einem ebenen Forstweg und letztlich wieder auf einem Pfad zum Teufelsfelsen über dem Gersbachtalweiher. Auf einem gesicherten Pfad durchsteigen wir gefahrlos die fast 50 m hohe mehrstufige Felsformation und schlendern dann gemütlich durch das Gersbachtal zum Ausgangspunkt. Variante:
Benachbarte
Wanderungen: Hotel-Restaurant
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Ort: Pirmasens, Ortsteil Niedersimten (290 m) Parken: Wanderparkplatz am Naturfreundehaus Gersbachtal (von Pirmasens Richtung Bitsch, in Niedersimten links ab ins Gersbachtal) Länge: 15 km Anstieg: 270 Höhenmeter Schweiß: Wenig Aussicht: Nett Abgeschiedenheit: Mittel Orientierung: Meist einfach
Einkehr
am Wege: Felsbesteigungen: Keine Burgen am Wege: Keine In
der näheren Umgebung: Regionale
Tourist-Infos: Tourismusgemeinden: Bilder zum Vergrößern anklicken! Teufelsfelsen Kuriosum im Weiler Kettrichhof |