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Rundwanderung 60: 
Heidenlöcher, Eckkopf 
und Stabenberg

Zwei-Türme-Tour über Deidesheim

Route (16 km): Deidesheim - 1 Parkplatz am Eingang des Sensentales  - 2 Michaelskapelle - 3 Heidenlöcher - 4 Wegspinne - 5 Eckkopfturm - 6 Wegspinne Am Weißenstich (Schutzhütte) - 7 Stabenbergtürmchen - 8 Kupferbrunner Tal - 9 Deidesheimer Hütte (Waldschenke im Mühltal) - 10 Wanderparkplatz Mühltal - Deidesheim

Karten 1:25.000: "Mittel- und Unterhaardt mit Bad Dürkheim", LVermGeo 
(ISBN 978-3-89637-400-4) oder "Bad Dürkheim und Umgebung", Pietruska-Verlag
(ISBN 978-3-934895-79-9)


Die Höhenzüge der Haardt üben auf den Wanderfreund einen unwiderstehlichen Reiz aus - mögen die Weindörfchen und die Rebenhänge noch so malerisch sein, er muss hinauf! Seine Gelüste werden auf dieser Tour reichlich befriedigt, bietet sie doch einen herzhaften Anstieg und vier höchst unterschiedliche Stationen: eine Kapelle mit Panoramablick, Überreste einer  frühen Fliehburg, ein verwegener Aussichtsturm und ein Türmchen, das aufs Anschaulichste Pfälzerwald-Geschichte repräsentiert.

Im Weindorf Deidesheim gehen wir vom Ortszentrum nordwärts und biegen dann in die Straße "Kaisergarten" Richtung Haardtberge ab. Schon nach wenigen Metern zweigt halblinks ein Wirtschaftsweg ab [Roter Punkt , bis Wegspinne hinter den Heidenlöchern], der durch die berühmten Deidesheimer Weinlagen zu den Bergen mit der gut zu sehenden Michaelskapelle führt. 

Am Wanderparkplatz am Eingang des Sensentales beginnt rechts der Anstieg zur Michaelskapelle (266 m) [jetzt auch Rot-Weißes Logo des Prädikatsweges Pfälzer Weinsteig]. Sportliche Naturen nehmen ein steiles Pfädchen, Gelegenheitswanderer den breiten  offiziellen Weg hinauf zur Kapelle. Dort stehen in exquisiter Lage einige Ruhebänke mit Blick über Deidesheim und die Rheinebene bis hinüber nach Heidelberg und zum Odenwald. Eine Tafel informiert über die bewegte Geschichte der Wallfahrtskapelle, die lange in Schutt und Asche lag und erst 1952 wieder aufgebaut wurde.

Für den Aufstieg zu den Heidenlöchern (347 m), kann man Markierung Markierung sein lassen und einfach immer den jeweils steilsten Fußpfad durch die herrlichen Kastanien- und Kiefernwälder nehmen. In einer Viertelstunde erreicht man so die erstaunliche Anlage, eine im 9. und 10. Jahrhundert erbaute Fliehburg, deren magische Atmosphäre sofort gefangen nimmt. Eine gut erhaltene, 450 m lange Ringmauer umschließt ein Plateau, auf dem in geringem Abstand voneinander zahlreiche Mauerreste davon zeugen, dass hier etwa 80 eingeschossige Steingebäude den Bewohnern der Ebene Schutz bieten sollten - man fürchtete vor allem einen Einfall der Hunnen.

Auf der Westseite der Anlage finden wir einen Durchstieg durch die Ringmauer und einen angenehmen, fast ebenen Pfad, der uns in wenigen Minuten zu einer Wegspinne bringt (Punkt 348,8 in der Karte). Halblinks [Weißer Punkt, bis Wegspinne Am Weißenstich] führt jetzt zunächst ein breiter Forstweg, dann ein schöner Fußweg mit wunderbarem Kiefernnadelteppich stetig bergauf bis zu einem breiten Weg, der unsere Hauptrichtung West einschlägt. 

Ohne weiteren Anstieg kommen wird bald zu einer Wegkreuzung, an der wir scharf links den kurzen Schlussanstieg zum Eckkopfturm (516 m) auf dem gleichnamigen Gipfel nehmen. Die gewagte Stahlrohrkonstruktion mit Holzstufen wurde 1975 errichtet; im Sockel befindet sich ein an Wochenenden bewirtschafteter Raum. Der Turm ist nur am Wochendende zugänglich! Wir sehen bei gutem Wetter die gesamte pfälzische Rheinebene, das Donnersberg-Massiv im Norden der Pfalz und weite Teile des Pfälzerwaldes.

Auf dem Anstiegsweg wieder bis zu Wegspinne und dann halblinks [Weißer Punkt] laufen wir jetzt durch Mischwald leicht absteigend zur Wegspinne und Schutzhütte Am Weißen Strich (472 m), einem der wanderstrategisch wichtigsten Punkte dieser Gegend. Dort vertrauen wir uns der nach halblinks, also Südwesten führenden Markierung zum Stabenberg an [Rot-Weißer Balken].

Nach kurzer Forstautobahn geht es auf einem kurzweiligen Fußweg geradeaus weiter; Eichenbestände mit grasbewachsenem Boden verleihen dieser Passage einen speziellen Reiz. Noch ein kurzer Anstieg und wir stehen auf dem Stabenberg (auch Steffelsberg, 496 m) mit dem Stabenbergturm. Dieses gerade mal vier Meter hohe, aber recht charmante Türmchen war der erste Bau, den der kurz zuvor gegründete Pfälzerwald-Verein im Jahre 1904 errichten ließ. Ein Jahrhundert zuvor hatte schon die französische Armee den Platz zur Nachrichtenübermittlung mit einem "Dillegraphen" genutzt. Der Blick ist nach Süden und Nordwesten frei - wir erkennen den benachbarten Weinbiet-Gipfel mit seinen Türmen, das Hambacher Schloss, tief unten Neustadt an der Weinstraße und die Rheinebene.

Für den Abstieg gehen wir etwa 200 m zurück und nehmen dann einen Pfad rechts hinunter [Roter Punkt]. Dieser geht in einen Forstwehg über, von dem links unser Weg zur Deidesheimer Hütte abzweigt [Schild]. Auf einem recht attraktiven Fußweg und dann einem weniger attraktiven Forstweg gelangen wir schnell hinunter ins Kupferbrunner Tal mit der Deidesheimer Hütte (Waldschenke im Mühltal, 225 m).

Im Tal nehmen wir statt des Hüttenweges einen parallel dazu verlaufenden Pfad, der am Bachbett des Weinbachs entlang zum Wanderparkplatz Mühltal verläuft. Auf dem Fahrsträßchen [Blau-Gelber Balken] kommen wir letztlich in einer Viertelstunde zurück nach Deidesheim.


Variante: 
Ohne Stabenberg (von der
Schutzhütte Am Weißen Strich steil hinunter ins Martental und an der Deidesheimer Hütte vorbei zum Wanderparkplatz Mühltal und nach Deidesheim, ca. 3 km weniger [Blau-Gel
ber Balken])

Benachbarte Wanderungen:
Prädikatsweg Pfälzer Weinsteig
Rundwanderung 69 Von der Wachtenburg zum Forster Steinbruch und den Heidenlöchern (Anschluss an den Heidenlöchern)
Stippvisite Türme 11 Eckkopfturm (Anschluss am Turm)
Stippvisite Türme 16 Stabenbergtürmchen (Anschluss am Turm)
Stippvisite Andere Ziele 16 Michaelskapelle (Anschluss an der Kapelle)


Partner dieser Tour:

Gästehaus Ritter von Böhl
Weinstraße 35-37
D-67146 Deidesheim
Telefon: 06326-972201
Web: www.ritter-von-boehl.de

Mit Cafe "Alt-Deidesheim"


© www.wanderportal-pfalz.de 2006 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im Mai 2015

Ort: Deidesheim (140 m)

Parken: Ortsmitte

Länge: 17 km

Anstieg: 420 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Mittel

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Eckkopfturm (am Wochenende), Deidesheimer Hütte PWV  (Waldschenke im Mühltal)  (Öffnungszeiten)

Türme am Wege: Eckkopfturm
(nur Samstags und Sonntags zugänglich!), Stabenbergturm

Burgen am Wege: Eine


In der näheren Umgebung:
Kurpfalz-Park zwischen Wachenheim und Lambrecht,
Villa Rustica bei Wachenheim,
Schwimmbäder in Deidesheim und Neustadt,

Bad Dürkheim
(Kurpark, Saline, Spielbank, Riesenfass),

Neustadt an der Weinstraße 
(sehr schöne Innenstadt, Museen),

Deutsche Weinstraße,
Hambacher Schloss
(Maxburg),
Schloss Villa Ludwigshöhe,
Rietburg, Rietburgbahn-Sessellift

Regionale Tourist-Infos:
Neustadt an der Weinstraße
Bad Dürkheim
Region Deidesheim

Tourismusgemeinden:
Deidesheim
Forst an der Weinstraße
Wachenheim

Neustadt an der Weinstraße
Bad Dürkheim


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Stabenbergtürmchen