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Rundwanderung 67: 
Durchs die Wolfslöcher
zum Waldhaus Drei Buchen

Kanada-Gefühle bei Pirmasens

Route (12 km): Ortsmitte Glashütte - 1 Grundbirntal - 2 Parkplätzchen am Eingang des Ransbächeltals - 3 Naturschutzgebiet Wolfslöcher - 4 Erstes Seitental - 5 Zweites Seitental - 6 Drittes Seitental - 7 Viertes Seitental - 8 Spitzkehre mit der Abzweigung vom Wolfslöcher-Rundweg - 9 Wegedreieck (P. 353 in der Karte) - 10 Zwei Wegkreuzungen - 11 Viehweiden am Kettrichhof - 12 Höhenweg - 13 Wanderparkplatz Drei Buchen - 14 Waldhaus Drei Buchen - 15 Wegkreuz am Mühlberg - Ortsmitte Glashütte

Karte 1:25.000: "Westlicher Wasgau mit Dahn", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-403-5)


Mit außergewöhnlich publikumsfreundlichen Öffnungszeiten kann seit Herbst 2013 das Waldhaus Drei Buchen bei Pirmasens auftrumpfen: Die traditionsreiche Hütte im südwestlichen Zipfel des Pfälzerwaldes ist von Mittwoch bis Sonntag durchgängig bewirtschaftet. Als Zustiegsroute nehmen wir nicht eine der vielen kürzeren, sondern eine besondes pfiffige, die das Waldhaus von Glashütte im Süden her ansteuert. So können wir noch durch das Naturschutzgebiet Wolfslöcher streifen, eine urwüchsige, auch unter Einheimischen kaum bekannte Tallandschaft, die jedem sinnenbegabten Zeitgenossen das Herz höher schlagen lässt.

Unsere Route folgt in Glashütte zunächst der Beschilderung zum Sportplatz. Nach etwa 100 m Anstieg nehmen wir hinter dem letzten Haus die erste mögliche Abzweigung nach links. Ein grasiger Weg führt uns wenige Höhenmeter über dem Buchbachtal (hier verläuft die wenig befahrene Straße zwischen Glashütte und Eppenbrunn/Kettrichhof) in das kleine Grundbirntal. Dort wenden wir uns nach links, kommen zur Straße zwischen Glashütte und Eppenbrunn, laufen rechtshaltend kurz an dieser entlang und kommen so zu einem Parkplätzchen am Eingang des Ransbächeltals.

Dort nehmen wir den südlichen Talweg (am Beginn steht ein Naturschutzgebiet-Schild) in das Naturschutzgebiet Wolfslöcher. Aus der Vogelperspektive könnte man erkennen, dass die Wolfslöcher wie eine vierfingrige Hand angelegt sind: Das enge Ransbächeltal, durch das wir jetzt laufen, fächert sich zu einem weitläufigen Talkessel mit vier ausgeprägten Seitentälern auf. Nach zehn Minuten öffnet sich das enge Tal zu einem weiten, moorigen Feuchtgebiet. Man wähnt sich unversehens in Kanada und wundert sich, dass kein Elch aus dem Gehölz hervortritt. 

In den Wolfslöchern findet man keinerlei Wegmarkierung - wir gehen einfach für eine knappe Stunde immer rechts herum, verlaufen kann man sich so kaum. Auf keinen Fall werden wir den gut ausgeprägten Weg verlassen - erstens ist das in Naturschutzgebieten sowieso verboten, zweitens gibt es hier lebensgefährliche Moorlöcher.

Ein erstes Seitental überqueren wir, ein zweites umlaufen wir fast komplett. Am Ende der Schleife sehen wir zur Linken eine markante Felsgruppe. Auch das weitgehend baumbewachsene dritte Seitental umlaufen wir auf einem grasigen Weg. So kehren wir zum weiten Talgrund zurück und schauen hinüber zur bereits besuchten anderen Talseite. Etwas abseits des Weges fällt hier ein kleiner Tümpel auf.

Im vierten Seitental heißt es aufpassen: Hinter einer langen Wiese kommen wir zu einer Spitzkehre, an der wir den bisherigen Weg verlassen, um nach links abzweigend weiter ins Tal hinein zu laufen. An einem Bächlein und völlig bemoosten Hängen entlang geht es nun Richtung Hasenloch. Bis ganz hinein in den so bezeichneten Talschluss gehen wir allerdings nicht, sondern zweigen bei erster Gelegenheit scharf rechts ab, um auf einem zur Sonnenseite gelegenen Forstweg sanft aufzusteigen (in der Karte als Schwarzhalde verzeichnet).

Auf einem Pässchen stoßen wir auf ein Wegedreieck (P. 353 in der Karte, Holzlagerplatz, auffallend die mächtigen Douglastannen). Dort wenden wir uns scharf nach links und steigen auf einem fast verfallenen und von Holzresten übersäten Weg genau in westlicher Richtung schweißtreibend bergauf (zur Linken fällt der Hang Richtung Wolfslöcher ab). Zuletzt auf einem Höhenrücken erreichen wir eine Wegkreuzung, die wir geradeaus überschreiten. Nur 30 m dahinter liegt eine zweite Wegkreuzung. Hier nehmen wir den Weg nach halbrechts (wer in Kettrichhof eine Zwischeneinkehr einlegen möchte, wählt denjenigen Weg, an dessen Beginn ein blaues Wasserwirtschaftsschild steht).

Ein letzter Anstieg führt links hinauf zu Viehweiden; weiter oben sind einige Häuser des kleinen Weilers Kettrichhof zu sehen. An den Weiden entlang kommen wir auf einen aussichtsreichen Höhenweg, der die Grenze zwischen dem Pfälzerwald und der Bauernlandschaft des Westrich bildet. Der Weg trifft hier auf ein Sträßchen, welches zur im Tal gelegenen Siedlung Rodalberhof führt. Jenseits des Aspalts liegt eine schattige, mittelsteile Wiese, die den Pirmasensern bis in die Siebziger Jahre hinein als Skihang diente.

Die letzten eineinhalb Kilometer zum Waldhaus Drei Buchen sind gut markiert [Weißes Kreuz oder Gelber Punkt]. Wir passieren zunächst einen Wanderparkplatz, an dem der kürzeste Zugang zum Waldhaus beginnt, schauen dann hinüber nach Pirmasens und finden uns bald auf einem Pfad wieder, der uns in sanftem Abstieg schnell zur inmitten prächtiger Buchen gelegenen Hütte des Pfälzerwald-Vereins bringt.

Hier lassen es uns bei pfälzischer Küche gut gehen und begeben uns dann auf den Abstieg nach Glashütte. Zunächst laufen wir Richtung Lemberg [Gelber Punkt], halten uns nach guten fünf Minuten an einem Wegedreieck links und kommen zu einem westlich des Mühlberges gelegenen Wegkreuz. Hier verlassen wir die Route und nehmen statt dessen den Weg nach rechts, von dem gleich ein Pfad abzweigt [Grünes Kreuz]. Der fordert unsere volle Konzentration, verläuft er doch durch einen supersteilen Hang etwas rutschig und abschüssig hinunter ins Dorf.


Benachbarte Wanderungen:
Premiumweg Rothenberg-Weg (Anschluss am Waldhaus Drei Buchen)
Rundwanderung 3 Durchs Gersbachtal zum Waldhaus Drei Buchen (Anschluss Waldhaus Drei Buchen)
Rundwanderung 8 Über Ruppertsfels, Burg Lemberg und Rothenberg (Anschluss Waldhaus Drei Buchen)


© www.wanderportal-pfalz.de 2014 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im September 2017

Ort: Lemberg, Ortsteil Glashütte (262 m; von der B10 Richtung Lemberg/Salzwoog und dann über Langmühle)

Parken: Dorfmitte (von Langmühle kommend gleich an der ersten Abzweigung rechts)

Länge: 12 km

Anstieg: 250 Höhenmeter

Schweiß: Oh ja

Aussicht: Nett

Abgeschiedenheit: Groß

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Waldhaus Drei Buchen PWV (Öffnungszeiten), mit einer kleinen Wegvariante auch Gasthaus in Kettrichhof


In der näheren Umgebung:
Pirmasens (Einkaufszentrum, Dynamikum Science Center, Erlebnisbad PlubSchuhmuseum, Skulpturenpark),
Westwall-Museum in Pirmasens-Niedersimten,
Teufelstisch und Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,   Biosphärenhaus Fischbach, Burgruine Altdahn

Regionale Tourist-Infos:
Südwestpfalz
Pirmasens

Tourismusgemeinden:
Lemberg
Pirmasens
Ruppertsweiler

Sonstiges:
Burgeninformationszentrum auf der Burg Lemberg


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Im vierten Seitental

Waldhaus Drei Buchen