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Mit Bus und Bahn 8:

Aussichtsbalkone über

Rodalb und Wieslauter

Auf Höhenwegen von Münchweiler nach Hinterweidenthal

Start: Münchweiler a.d. Rodalb  Ziel: Hinterweidenthal

Route (9 km): Bahnhof Münchweiler - 1 Wegspinne am Pass über der Langkehl - 2 Wegspinne westlich des Bauwalder Kopfes - 3 Bauwalder Fels - 4 Bauwalder Kopf - 5 Wildsaufelsen - 6 Rotenstein (mit Schutzhütte) - 7 Schwarzsuhl-Plateau - 8 Abzweigung vom Höhenweg Münchweiler - 9 Ziegler Tal - Bahnhof  Hinterweidenthal

Karte1:25.000: "Vom Johanniskreuz bis Pirmasens", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-401-1):


Als das Wandern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Massenbewegung wurde, zog man gerne, organisiert durch Wandervereine, die Naturfreunde oder die Wandervogel-Bewegung, in großen Gruppen von A nach B, „fraß“ dabei möglichst viele Kilometer und fuhr dann mit der Bahn todmüde nach Hause zurück. Moderne Wanderer dagegen bevorzugen leichtere Halbtages- oder Tagesrundtouren und sind eher paarweise oder in kleinen Gruppen unterwegs - so der aktuelle Stand der Wanderforschung (die gibt es tatsächlich, man beachte die Veröffentlichungen des Deutschen Wanderinstituts). Unser Tourenvorschlag kombiniert den Trend zu kürzeren Wegstrecken mit den Wonnen einer Streckentour und bietet dabei zwei hervorragende Aussichtspunkte.

Am Münchweilerer Bahnhof weist ein Holzschild auf den örtlichen Höhenwanderweg hin. Teile dieses 21 km langen Rundweges werden wir für unsere Tour nutzen.

Wir laufen zunächst Richtung Ortsmitte bis zum Bahnübergang, dann in die Rotensteiner Straße und gleich links hinauf durch die Gräfensteiner Straße und die Sonnenstraße bis zum Waldrand. Hier beginn ein Traditionsweg zur Burgruine Gräfenstein [Grünes Kreuz, bis Wegspinne am Pass]. Oberhalb eines Tälchens mit der Bezeichnung „Langkehl“ wandern wir abseits aller Verkehrsgeräusche durch lichten Wald zunächst auf Feinschotter, dann sandig hinauf zu einem Pass zwischen Münchweiler und dem Zieglertal. An einer Wegspinne am Pass über der Langkehl geht es jetzt kurz nach links und dann scharf rechts [Grünes H des Münchweiler Höhenweges, bis Abzweigung zum Bauwalder Fels].

Weiter bergauf kommen wir zu einer Wegspinne westlich des Bauwalder Kopfes. Fast eben windet sich der freundliche Höhenweg jetzt an der Südseite dieses für unsere Tour zentralen Berges entlang. Bald zweigt links ein Pfädchen zum Bauwalder Fels ab [beschildert]. So man an einem sonnigen Tag unterwegs ist, leuchtet schon bald der rote Buntsandstein dieses wuchtigen, aber erstaunlich wenig bekannten Felsens zwischen den Bäumen auf. Im Schutz seines weit überhängenden Felsdachs liegt eine Feuerstelle mit zwei Brauerei-Tischen.

Rechtsherum führt ein Pfädchen [unmarkiert] empor auf den Felsen, den ersten Aussichtsbalkon unserer Wanderung. Vom Rehberg über die Wegelnburg und den Großen Eyberg bis nach Pirmasens breitet sich der südliche Pfälzerwald vor uns aus.

Auf einer kurzen unmarkierten Pfadspur steigen wir dann zwischen moosigen Felsbrocken hindurch auf den Gipfel des Bauwalder Kopfes (473 m). Ein grasiger Weg führt vom Gipfel auf einen Hochsitz zu; dort halten wir uns rechts und stoßen wieder auf den Münchweiler Höhenwanderweg, dem wir nach links folgen [Grünes H, bis über den Rotenstein hinaus und zur Abzweigung nach Hinterweidenthal].

Nächster markanter Punkt ist der Wildsaufelsen, einem kleinen Felsblock auf einer Passhöhe, an dem eine Sitzgruppe zu einer Zwischenrast einlädt. Ein Schild mit der etwas umständlichen Bezeichnung „Zone für natürliche Entwicklung“ weist darauf hin, dass wir uns am Rande einer Kernzone des Biosphären-Reservats Pfälzerwald-Nordvogesen befinden.

Auf einem Pfad steigen wir auf einen Bergrücken hinauf und wandern dort weiter zu unserem zweiten großen Aussichtsbalkon, dem Rotenstein (422 m). Die gesicherte Aussichtsplattform (mit steinerner Schutzhütte) dieses über 20 m hohen, stark überhängenden  Felsens liegt zwar 50 Meter tiefer als der Bauwalder Kopf, bietet aber ein noch eindrücklicheres Panorama.

Für den Abstieg halten wir uns zunächst weiter an den Höhenwanderweg, dessen Schild jetzt ins Waschtal weist. Auf einem Zickzack-Pfad stolpern wir zum Felsfuß des Rotensteins und kommen dann durch hübschen Buchenwald zu einem als Schwarzsuhl bezeichneten Gelände, einem (noch) fast baumfreien Bergrücken. Bald heißt es gut aufpassen, damit wir die Abzweigung nach Hinterweidenthal nicht verpassen; sie liegt an einer knorrigen Eiche mit Ruhebank führt links bergab.

Es folgt ein Traumpfad [Grün-Gelber Balken, bis Hinterweidenthal], der zunächst an einer skurrilen Felsformation vorbei und dann durch eine abenteuerlich steile Bergflanke hinunter ins Ziegler Tal führt. Der Pfad liegt in der Kernzone und wird deshalb nicht mehr gepflegt - da muss man schon mal Zweige zur Seite biegen oder über umgestürzte Bäume kraxeln.

Unten queren wir das Ziegler Tal und laufen, begleitet vom Plätschern der jungen Wieslauter, durch einen Tunnel unter dem Bahndamm der Bahnlinie Landau-Saarbrücken hindurch. Der Bahnhof liegt dann rechts etwas erhöht. 

Tipp: Wer den Asphalt zu Beginn der Wanderung meiden möchte, folgt am Bahnhof Münchweiler dem Holzschild „Höhenwanderweg“ bis zum Waldrand, wendet sich dort gleich nach rechts und wandert auf  einem netten Grasweg in einer Schleife um ein kleines Tälchen herum. Wo der Weg auf ein Wohngebiet trifft, geht man mit der Markierung Weißes Kreuz an einer Christus-Gebetsstätte vorbei etwas bergauf und bei erster Gelegenheit auf einem Pfädchen rechts hinunter zum Weg Grünes Kreuz.


Variante 1:  
Vom Rotenstein zu Fuß nach Münchweiler zurück (auf dem Münchweiler Höhenweg ins Waschtal absteigen und durch dieses parallel zur Bahnlinie nach Münchweiler)

Variante 2: 
Von Hinterweidenthal zu Fuß nach Münchweiler zurück (Fahrradweg von Hinterweidenthal durchs gesamte Waschtal)

Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 12 Zum Rotenstein (Start in Münchweiler)
Rundwanderung 13 Durchs Ziegler Tal zum Merzalber Schloss (Start in Hinterweidenthal)


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  FAHRPLANAUSKUNFT

Länge: 9 km

Anstieg: 320 Höhenmeter

Schweiß: Moderat

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Groß

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Keine, aber Gaststätten in Münchweiler und Hinterweidenthal

Felsbesteigungen: Zwei


In der näheren Umgebung:
Burgruine Gräfenstein,
Pirmasens
(Einkaufszentrum, Kunstausstellungen, Skulpturenpark, Erlebnisbad PlubSchuhmuseum),
Burg Lemberg (Burgeninformationszentrum)
,
Westwall-Museum in Pirmasens-Niedersimten,
Teufelstisch und Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Burgruine Altdahn

Regionale Tourist-Infos:
Gräfensteiner Land
Südwestpfalz
Pirmasens

Tourismusgemeinden:
Rodalben
Münchweiler
Pirmasens

Clausen


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Schutzhütte auf dem Rotenstein

Beim Abstieg ins Zieglertal

Kernzone

Dabei handelt es sich um jene 3% des Biosphären-Reservats Pfälzerwald-Nordvogesen, die ganz der Natur überlassen werden - eine Voraussetzung dafür, den Status des UNESCO-Biosphärenreservats zu bewahren und die damit verbundenen Fördermittel zu erhalten. Größte der Kernzonen ist das Gebiet „Quellgebiet der Wieslauter“.

  
 

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