|
Es gab einmal - man glaubt es kaum -
auch im Pfälzerwald Zeiten, da nicht
gewandert wurde. Die Leute mussten damals so viel zu Fuß gehen, dass
hobbymäßiges Wandern völlig außerhalb ihrer Vorstellungswelt lag. So
auch die Schuharbeiter, die tagtäglich bei Nacht und Nebel von Erfweiler
hinüber nach Hauenstein liefen, um in der dortigen Schuhindustrie ein
bescheidenes Auskommen zu finden. Unsere Tour nimmt einen Teil dieses historischen
Schuhmacherweges, um ins Hauensteiner Stephanstal zu kommen, wo die für die pfälzische Topographie so wichtige Queich
entspringt.
 Wir
nehmen für den Aufstieg zum Winterkirchl die linke Talseite; die andere
ist für den Rückweg vorgesehen. Am Kelterhaus des Obst- und
Gartenbauvereins und unter dem Rappenfelsen vorbei gehen wir
zunächst ohne Markierung talaufwärts. Am Ende der Talwiesen stoßen wir
auf den beschilderten Schuhmacherweg, der in stetigem Anstieg zum
Winterkirchel (365 m) hinaufführt, einer auf der Passhöhe
gelegenen Wallfahrtskapelle.
Der
Schuhmacherweg geht direkt hinunter ins Stephanstal mit der jungen Queich.
Wir allerdings gehen zuerst zum Wanderheim Dicke Eiche, um von dort aus das
sehr lohnende Stephanstal ganz zu durchwandern. Deshalb wenden wir uns am
Kirchel nach rechts und nutzen ein Teilstück des Hauensteiner
Höhenweges (Rundwanderung 21). Zunächst auf breitem Weg
und dann auf einem Bergpfad passieren wir die Ostseite des
Mittelschachen-Berges und kommen so über den Aussichtspunkt Blick ins Stephanstal
zur Wegspinne Dicke Eiche. Die namensgebende Eiche wurde - sowieso
schon altersschwach - 2003 von Unbekannten angesägt und wird wohl nicht
mehr lange ihre 27 m Höhe und ihren Umfang von 5 m präsentieren können.
 Am
Wochenende und bei Ostwind steigt uns schon bald der Sauerkrautgeruch des
nahegelegenen Wanderheims Dicke Eiche (400 m, auch Hauensteiner
Hütte genannt) in die Nase. An Menschen und Gesang mangelt es hier
normalerweise nicht. Außerdem - aber das ist eine andere Geschichte -
kann man im Umkreis der Hütte seines Lebens nicht sicher sein
(nachzulesen bei Rundwanderung 21).
 Direkt
am Wanderheim führt ein als „Zwicktrischeweg“ bezeichneter Pfad steil
bergab Richtung Hauensteiner Paddelweiher. Im Talgrund zieht gleich
der imposante Stephansfels mit seinen beiden Pfeilern unsere Aufmerksamkeit auf
sich. Wir wandern auf
der rechten Talseite an der Queichquelle
(265 m) mit
Kneipp-Becken vorbei durch das romantische Stephanstal zum Paddelweiher,
wo ein Lokal mit vielen Sitzplätzen im Freien zur Einkehr einlädt.
Weiter
talabwärts nehmen wir nicht den Fahrweg, sondern den schmaleren Weg, der
auf der rechten Talseite unter dem mächtigen Burghalder-Felsmassiv (Bild oben)
verläuft.
In einem Rechtsbogen kommen wir so ohne direkte Ortsberührung in das Tal,
in dem das reizvoll gelegene Hauensteiner Freischwimmbad liegt.
Die
Beschilderung weist uns wieder den Weg zum Wanderheim Dicke Eiche. Wir
bleiben bis zum Talschluss auf der in Gehrichtung linken Talseite und
steigen dann auf einem steilen Pfad hinauf zum Hasenteller, einem
Felsen auf der Passhöhe zum Stephanstal (in der Karte als „Am kurzen
Dümpfel“ verzeichnet).
Auf
aussichtsreichem Höhenweg kommen wir bequem nochmals zum Wanderheim
Dicke Eiche und zur Wegspinne Dicke Eiche. Auf einem breiten
Forstweg geht es abschließend hinunter ins Erfweilerer Glastal mit seinen
großen Kletterfelsen und an einem
Wanderparkplatz vorbei zum Ausgangspunkt. Entspannungsbedürftige und
Gesundheitsfreaks laufen noch ein paar Meter weiter zu einem Kneipp-Becken
am Nordende des auch offiziell als sehr attraktiv zertifizierten
Dörfchens Erfweiler („Unser Dorf soll schöner werden“).
Variante
1:
Abstecher zur Schwanheimer
Hütte des Pfälzerwaldvereins (Wasgauhütte). Zwischen Hasenteller
und Hauensteiner Hütte beschildert links ab (etwa 45 Minunten mehr).
Variante
2:
Backelstein statt Hasenteller. Am Schwimmbad links auf schmalem Pfad steil
empor zum mächtigen Aussichtsfels Backelstein und weiter aufwärts zum Hauensteiner Höhenweg. Über
diesen zum Wanderheim Dicke Eiche.
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung 18 Von Dahn zum Bärenbrunner
Hof (ab Wanderheim Dicke Eiche in einer Dreiviertel Stunde beschildert zum
Bärenbrunner Hof)
Rundwanderung 20 Über die Buhlsteine zur Burg Lindelbrunn
(ab Wanderheim Dicke Eiche zunächst Richtung Bärenbrunner Hof, dann
links ab zum Bühlhof, Tour 20 dann in umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 21 Hauensteiner Höhenweg (Anschluss am
Winterkirchl oder am Wanderheim Dicke Eiche)
Rundweg
13 Winterkirchl und Dicke Eiche (Anschluss am Wanderheim Dicke Eiche)
Rundweg 22
Hauensteiner Panoramaweg (im Stephanstal) Stippvisite
Felsen 3 Backelstein (Start am Schwimmbad Hauenstein)
Stippvisite Felsen 42
Hahnfels (Start in Erfweiler)
Partner
dieser Tour: Hotel-Restaurant
Die Kleine Blume
Winterbergstr. 106
66996 Erfweiler
Telefon: 06391-92300
Web: www.hotel-kleineblume.de
©
www.wanderportal-pfalz.de
2011 - palzvisit Touristik-Service
|
Ort:
Erfweiler
(215 m)
Parken:
Erster
Wanderparkplatz am nördlichen Dorfende (Nähe Kelterhaus, von Dahn kommend auf der
Dorfstraße nach links bis zu einer Gabelung)
Länge:
14 km
Anstieg: 320
Höhenmeter
Schweiß:
Wenig
Aussicht:
Nett
Abgeschiedenheit:
Mittel
Orientierung:
Meist einfach

Einkehr
am Wege:
PWV-Wanderheim
Dicke Eiche (Hauenst. Hütte) (Öffnungszeiten),
Gaststätte am Paddelweiher
Felsbesteigungen:
Keine (außer Backelstein
bei Variante 2)
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Felslandbad
Dahn,
Badeweiher
Seehof
bei Erlenbach und Rohrwoog bei Hinterweidenthal,
Wasgaufreibad Hauenstein,
Teufelstisch mit Spielpark Teufelstisch bei
Hinterweidenthal,
Schuhmuseum
Hauenstein,
Wild-
und Wanderpark Silz,
Burgruine
Altdahn,
Burg
Berwartstein,
Biosphärenhaus Fischbach,
Erzbergwerk Nothweiler
Regionale
Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion
Hauenstein
Südwestpfalz
Tourismusgemeinden:
Erfweiler
Hauenstein
Schwanheim
Spirkelbach
Dahn
Sonstiges:
Zünftiger
Campingplatz am Bärenbrunner Hof
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Vom
Winterberg zum
Stephansturm
|