|
Wollte man eine Liste der Muß-man-gemacht-haben-Touren im Pfälzerwald
zusammenstellen, wäre der Hauensteiner Höhenweg gewiss unter den Top
Ten. Er besticht durch die Logik seiner Anlage, ist trotz seiner Länge
nicht sehr anstrengend und bietet jede Menge Abwechslung. Der
ausnahmsweise gut beschilderte Weg hat zu Beginn einen mäßigen Aufstieg
und umrundet dann mit geringen Höhenunterschieden großzügig das
Schuhdorf Hauenstein - ein Höhenweg eben. Ein besonderer Reiz liegt in
der Gegensätzlichkeit der Höhenrücken: der westliche ist belebt,
führt vornehmlich durch Laubwald und weist - sehr untypisch für
die Hauensteiner Region - kaum Felsen auf; auf dem östlichen,
stilleren sind Felsen unsere ständigen Begleiter, Kiefern dominieren den
Hochwald, mitunter weisen schon Kastanien auf die Nähe zur vorderpfälzischen
Haardt hin.
Am
Bahnhof geht es auf zunächst breitem Weg gleich bergauf. Wir folgen
vertrauensvoll der Beschilderung „H“, die uns wenig spektakulär auf
breiten Wegen zur Schutzhütte Vier Buchen (360 m) bringt, an der
nicht weniger als zehn Wege zusammentreffen. Hier berühren sich die
Wandergebiete von Hauenstein, Erfweiler und Hinterweidenthal.
Auf
sehr schönem Fußweg gelangen wir aufsteigend zum Rastplatz Zur schönen
Aussicht, wo wir über das Schwarzmühltal hinweg einen freien Blick
nach Westen genießen (Tour 17). Weiter aufwärts geht es zu dem Bergkamm,
der zur Dicken Eiche im Süden hin verläuft.
Auf
der Ostseite des Kammes erreichen wir einen spektakulären Rastplatz: den
treffend benannten Trifelsblick mit der Jungwald-Schutzhütte. Vor
uns sehen wir Hauenstein und das Spirkelbacher Gebiet, dahinter Almersberg,
Adelsberg, Trifels und Rehberg, also alle großen Berggestalten, die das
Trifelsland zu bieten hat.
 Auf einem schönen Pfad queren wir dann
die Ostflanke des Winterberges und kommen so zum Winterkirchl (365
m), wo wir auf der alten Schuhmacherweg von Erfweiler nach Hauenstein stoßen
(Rundwanderung 47). Kinder läuten
hier die Glocke, Gläubige spenden eine
Kerze, Ungläubige freuen sich über einen Rastplatz. Ein
Trampelweg und ein Bergpfad auf der Ostseite des Mittelschachen genannten
Berges bringt uns über den Aussichtspunkt Blick ins Stephanstal
zur Wegspinne Dicke Eiche. Der ehrwürdige, aber altersschwache
Baum wird wohl nicht mehr lange seine 27 m Höhe und 5 m Umfang präsentieren
können, da er 2003 von Unbekannten angesägt wurde.
 Kurz
darauf erreichen wir das Wanderheim Dicke Eiche (400 m), auch
Hauensteiner Hütte genannt, und haben damit etwa die Hälfte unserer
Wanderung hinter uns. Die vielbesuchte Hütte glänzt an Wochenenden mit
sangesfrohem Publikum. 2002 wurde hier ein Wanderer durch einen Schuss ins
Bein verletzt. Nachdem die Polizei lange das Umfeld der Hütte nach Täterspuren
durchkämmt hatte, stellte sich heraus, dass unserem Wandersmann ein
Salutschuss zum Verhängnis geworden war, den jemand bei einer
Hochzeitsfeier im 4 km Luftlinie entfernten Schindhard in die Luft
gefeuert hatte.
Auf
einem bequemen Höhenweg erreichen wir dann den schönsten Aussichtspunkt des
Weges, den Hühnerstein
(455 m). Dieser 12 m hoher Sandsteinfelsen wartet mit einem grandiosen
360-Grad-Panorama auf - vorausgesetzt, man ist mutig und schwindelfrei genug,
die gewagte Leiter zu ersteigen. Der Name des Felsens leitet sich allerdings
wider Erwarten nicht von Hühnerleiter ab, sondern vermutlich von
Hunnenstein.
Hinter
dem nächsten Wegpunkt - der Schutzhütte Weimersborn - führt der
Weg links ab und sodann als Pfad entlang bizarrer Sandsteingebilde zum
unmittelbar über dem Dorf gelegenen Aussichtspunkt Kreuzelfelsen.
Von hier geht es steil abwärts bis zum östlichen Ortsende von Hauenstein
(270 m), wo wir kurz der Ortsstraße nach links folgen, um dann nach
rechts abzuzweigen.
Nach
Durchqueren eines Neubaugebiets passieren wir das Karmel-Kloster
des Karmelitinnenordens und gehen in weitem Bogen durch teilweise offenes Gelände um Hauenstein
herum. Ein letzter Anstieg vorbei an den Nedingfelsen
bringt uns zur Hauensteiner Schuhmeile und zum Ausgangspunkt.
Variante
1:
Abstieg über Backelstein (sehr
lohnende Felsbesteigung). Etwa 10 Minuten nach der Schutzhütte
Weimersborn links hinunter zum Backelstein, dann weiterer Abstieg zum
Schwimmbad Hauenstein, talauswärts am Burghalderfels vorbei und durch den
Ort zum Ausgangspunkt.
Variante
2:
Abstecher zur Schwanheimer Hütte PWV (Wasgauhütte). Hinter dem Wanderheim
Dicke Eiche
beschildert rechts ab (etwa 45 Minuten mehr).
Variante
3:
Abstecher zum Bärenbrunner Hof. Vom Wanderheim Dicke Eiche beschildert
(eine gute Stunde mehr).
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung
17 Römerfels und Schwarzmühlwoog (Anschluss an der Schutzhütte vier
Buchen; dann Hauensteiner Höhenweg besser in umgekehrter Richtung)
Rundwanderung 20 Über die Buhlsteine
zur Burg Lindelbrunn (Anschluss am Bühlhof, dorthin in einer Stunde vom
Wanderheim Dicke Eiche)
Rundwanderung 47 Rund um den Queichursprung (Anschluss am
Wanderheim Dicke Eiche)
Rundweg
13 Winterkirchl und Dicke Eiche (Anschluss am Wanderheim Dicke Eiche)
Rundweg 22
Hauensteiner Panoramaweg (Anschluss am Kreuzelfelsen)
Stippvisite Felsen 20
Nedingfelsen (Start unterhalb des Felsens)
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
|
Ort:
Hauenstein (230 m)
Parken:
Bahnhof (von der Bundesstraße 10 kommend sofort hinter der Abzweigung nach rechts)
Länge:
18,5
km
Anstieg:
250 Höhenmeter
Schweiß:
Wenig
Aussicht:
Klasse
Abgeschiedenheit:
Gering
Orientierung:
Problemlos

Einkehr
am Wege:
PWV-Wanderheim Dicke Eiche
(Hauenst. Hütte) (Öffnungszeiten), Gasthäuser in Hauenstein
Felsbesteigungen:
Hühnerstein, Kreuzelfelsen
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Felslandbad
Dahn,
Badeweiher
Seehof
bei Erlenbach und Rohrwoog bei Hinterweidenthal,
Wasgaufreibad Hauenstein,
Teufelstisch mit Spielpark Teufelstisch bei Hinterweidenthal,
Schuhmuseum
Hauenstein,
Wild-
und Wanderpark Silz,
Burg
Berwartstein,
Burgruine
Altdahn,
Burg
Trifels
Regionale
Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion
Hauenstein
Südwestpfalz
Tourismusgemeinden:
Hauenstein
Erfweiler
Schwanheim
Sonstiges:
Schuhmuseum
Hauenstein,
zünftiger
Zeltplatz am
Bärenbrunner Hof
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Hauenstein
vom Hauensteiner Höhenweg

Die Hühnerstein-Leiter
|