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Rundwanderung 50: Dahner 
Felsen- und Burgenrunde

Höhepunkte im Stakkato

Burgruine Altdahn von Nordosten

Route (19 km): Dahn - 1 Bubenfelsen - 2 Höhenweg Gerstberger Kopf - 3 Römerfelsen - 4 Wegspinne - 5 Lachberg mit Kuckucksfelsen - 6 Jungfernsprung - 7 Wanderparkplatz zwischen Dahn und Erfweiler - 8 Burgruine Altdahn - 9 Burgenparkplatz - 10 Haferfels - 11 Hochstein - 12 Ehrenfriedhof - 13 Dahn - 14 Wachtfelsen - 15 Braut und Bräutigam - 16 Campingplatz Büttelwoog - 17 Steinhohl - 18 Dahner Felsenpfad mit Felsenarena, Schwalbenfelsen und Schillerfelsen - Dahn

Karte: Topographische Karte 1:25000 Dahn


Manche Leute kriegen den Hals nicht voll: Unter fünf Felsbesteigungen und zehn Panoramaplätzen auf einer Wanderung tun sie´s nicht; mindestens eine Burgbesichtigung und mehrere Jausenstationen sollten auch dabei sein. Hier werden sie geholfen! Für die Runde um Dahn, das pittoreske Zentrum des Wasgaus, nimmt man sich einen ganzen Tag Zeit. Die gesammelten Eindrücke helfen locker über den nächsten tristen November hinweg. Ängstliche Gemüter, die sich nicht in den tiefen Wald hineintrauen, und weniger konditionsstarke Wanderer können beruhigt sein - das Dorf bleibt fast immer in Sichtweite, so dass der lange, ständig auf- und absteigende Weg jederzeit abgekürzt werden kann. Die vorgeschlagene Route ist nicht ganz identisch mit dem  offiziell ausgeschilderten „Dahner Rundwanderweg“.

Das Dahner Felsenland vom RömerfelsenAuf der dem Feuerwehrgebäude gegenüberliegenden Straßenseite können wir uns der Markierung „Römerfelsen“ anvertrauen. Schon nach zehn Minuten stehen wir auf dem ersten Aussichtspunkt, dem Bubenfelsen über dem Ortsteil Gerstel. Zum Römerfels nehmen wir dann den Höhenweg auf der Südflanke des Gerstberger Kopfes, der nach moderatem Anstieg als Kammweg fortgesetzt wird. Der 22 m Meter hohe Römerfelsen (376 m) wird über Eisenleitern erstiegen und bietet, obwohl lediglich in mittlerer Höhe gelegen, eine hervorragende Aussicht: nach Norden zu den Wäldern um Johanniskreuz, nach Süden über das Dahner Felsenland hinweg zu den Nordvogesen im Elsass (wie auf dem Foto).

Wir gehen wieder etwas zurück und finden dann einen markierten Weg, der an einem schönen Aussichtspunkt vorbei nach Süden hinabführt zur Wegspinne zwischen Hochberg und Lachberg. Diese bildet den Startpunkt für den langen Lachberg-Vogelsberg-Grat hin zum Jungfernsprung, jenem 57 Meter hohen Felsen, der das Ortsbild von Dahn beherrscht. Auf schmalem Pfad steigen wir auf den Lachberg (324 m), halten uns dort immer möglichst nahe am Grat und kommen so zum bei Kletterern beliebten Kuckucksfelsen. Nach rechts absteigend erreichen wir einen Einschnitt zwischen Lachberg und Vogelsberg.

Dahn mit dem Jungfernsprung vom Bubenfelsen Zunächst auf der Nordseite des Berges, dann auf breitem Kamm kommen wir zunächst zu einem Aussichtspunkt (297 m) und dann zum  Jungfernsprung. Das Wahrzeichen des Dahner Felsenlandes liegt direkt über den Häusern von Dahn und hat eine zwar gesicherte, aber doch extrem exponierte Aussichtsplattform. Der Sage nach wurde hier einst eine Jungfrau von einem lüsternen Unhold verfolgt, sprang gottergeben vom Felssporn und kam 75 Meter tiefer wohlbehalten im Talgrund an, wo an der Aufsprungstelle alsbald ein Brünnelein zu fließen begann.

Wir müssen zurück zur Wegspinne von vorhin, nehmen den Herweg allerdings nur bis zum Grateinschnitt vor dem Lachberg. Dort gehen wir auf einem Sträßchen etwas nach halbrechts hinab und wandern an einem Wohnviertel entlang Richtung Erfweiler. Unser nächstes großes Ziel, die imposante Ruine Altdahn, haben wir dabei ständig im Blickfeld. Nach etwa zehn Minuten im Wald zweigen wir nach rechts ab zu einem Wanderparkplatz. Hier nehmen wir kurz die Straße Richtung Erfweiler, und finden dann in der Nähe des auffällig freistehenden Hebelfelsens Anschluss an das Wegenetz rund um die Burg Altdahn.

Von der Burg Altdahn nach SüdostenWir biegen nach rechts von der Straße ab, verlassen den Weg aber bald wieder nach links zugunsten eines Pfades, auf dem wir über einen Grat - Zimmerfels und Löchelfels passierend - zur Burgruine Altdahn (300 m) aufsteigen können. Diese größte aller Burgen im Pfälzerwald wurde auf einem über 200 m langen Felsenriff erbaut und besteht eigentlich aus den drei Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Sie wurde recht aufwändig restauriert und gesichert, bietet ein Burgmuseum, eine Burgschänke und exzellente Aussicht. Eine gute Stunde kann für die Besichtigung einkalkuliert werden.

Auf steilem Weg geht es dann hinunter zum Burgenparkplatz. Zum Hochstein können wir der Beschilderung folgen oder - etwas interessanter - nach links den Feldwirtschaftsweg Richtung Reichenbach nehmen und dann auf dem ersten rechts abzweigenden Pfad hinauf zum Haferfels steigen. Oben treffen wir auf den üblichen Anstiegsweg und erreichen in wenigen Minuten die gesicherte Aussichtsplattform auf dem Hochstein (345 m). Das Hochsteinmassiv ist eine der größten Felsfluchten der Pfalz und zieht mit ihren bis zu 42 Meter hohen, langgestreckten Wänden Kletterer nicht nur aus Deutschland an. Gegenüber liegen die Lämmerfelsen, eine mit ihren bizarren Türmen besonders beeindruckende Szenerie.

Hinunter nach Dahn nehmen wir entweder die sportliche Variante, steile Pfadspuren auf der Nordseite des Hochsteins, oder wir gehen auf dem Aufstiegsweg zurück und dann links auf gepflegtem Pfad. So oder so kommen wir am Ehrenfriedhof mit seinen Soldatengräbern und der Wallfahrtskapelle St. Michael vorbei.

Unten angekommen laufen wir ein Stück nach Dahn hinein und folgen dann der Beschilderung zum Schwimmbad. Wir überqueren die Wieslauter und die Bahnlinie, gehen noch etwa hundert Meter aufwärts Richtung Schwimmbad und achten auf die erste Gelegenheit, nach links zwischen den Häusern hindurch zu schlüpfen. So kommen wir - nahe an der Dahner Jugendherberge vorbei -  schnell hinauf zum Wachtfelsen. Hier inspizieren wir den Weiterweg: Rechts vom Schwimmbad müssen wir rauskommen. Dazu nehmen wir den Pfad, der westwärts vom Wachtfelsen hinabführt, laufen direkt an der pittoresken Felsgruppe Braut und Bräutigam vorbei und sehen dann schon den Campingplatz Büttelwoog.

Dahn mit Jungfernsprung und SchillerfelsDurch das Campinggelände hindurch führt unser Weiterweg (wir folgen der Beschilderung Dahner Pfälzerwaldhütte). Durch einen in der Karte Als Steinhohl bezeichnetes Tälchen steigen wir leicht bergauf und stoßen dann auf einen breiten Wanderweg, der nach rechts über den Höhenrücken des Kauert zur Burgruine Neudahn (Rundwanderung 5) führt. Diesem folgen wir wenige Minuten nach rechts und nehmen dann den nach rechts abzweigenden Dahner Felsenpfad (orange Wegsymbol). Dem als Prädikatswanderweg zertifizierten und sehr empfehlenswerten Rundweg folgen wir jetzt durch die Felsenarena bis zum Sängerfelsen, dem sechsten Felsenaussichtspunkt. Hier können wir noch einmal alle Stationen unserer Tour mit dem Auge abwandern, bevor wir - unterwegs den an seinem markanten Loch leicht zu erkennenden Schillerfelsen bewundernd - steil hinunterstolpern zu den Häusern am Ortsrand von Dahn. Unten halten uns auf dem sehr lohnenden Wieslauter-Radweg nach links, überqueren kurz darauf an der Außermühle die Wieslauter und kehren zum nahe gelegenen Feuerwehrhaus zurück.


Variante: Ohne Jungfernsprung. Ab Wegspinne hinter Römerfels direkt zur Burg Altdahn.

Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 5 Von
Neudahn zum Kaletschkopf (vom Sängerfelsen nordwärts zur Wegspinne Großtaler Hals)
Rundwanderung 16 Von Fischbach zum Großen Eyberg (von Braut und Bräutigam am Schwimmbad vorbei beschildert hinauf zum Großen Eyberg), 
Rundwanderung 17 Römerfels und Schwarzmühlwoog (Anschluss am Römerfels)
Rundwanderung 18 Von Dahn zum Bärenbrunner Hof (Anschluss am Burgenparkplatz Altdahn)
Rundweg 19 Hochstein und Altdahn (gleicher Ausgangspunkt)
Stippvsite Burg 8 Altdahn (Start am Burgenparkplatz)
Stippvisite Felsen 10 Lämmerfelsen (Start am Schwimmbad)
Stippvisite Felsen 12 Hochstein (Start am Burgenparkplatz)
Stippvisite Felsen 13 Römerfels (Anschluss am Felsen)


Partner dieser Tour:Ferienhaus Am Schwalbenfelsen

Ferienhaus "Am Schwalbenfelsen"
Rad- und Wanderheim
Schillerstr. 17 a
66994 Dahn
Telefon: 06391-3252 und 2755
Web: www.radwanderheim.de


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Ort: Dahn (210 m)

Parken: Nördlicher Ortsrand  (von Hinterweidenthal kommend gleich rechts in der Nähe des  Feuerwehrgebäudes)

Länge: 19 km

Anstieg: 550 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Grandios

Abgeschiedenheit: Mittel 

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Burgschenke Burg Altdahn, Gaststätten in Dahn 

Felsbesteigungen: Bubenfelsen, Römerfelsen, Jungfernsprung, Löchelfels, Hochstein, Wachtfelsen, Jakobsfelsen, Sängerfelsen

Burgen am Wege:
Burgruine Altdahn, bestehend aus Altdahn (mehr...), Grafendahn und 
Tanstein 


In der näheren Umgebung:
Felslandbad Dahn,

Badeweiher Saarbacher Hammer bei Fischbach, Schöntalweiher bei Ludwigswinkel, Seehof bei Erlenbach, Rohrwoog bei Hinterweidenthal, 
Teufelstisch
bei Hinterweidenthal,
Spielpark Teufelstisch
Wild- und Wanderpark Silz, Erzbergwerk Nothweiler,
Biosphärenhaus Fischbach,
Burg Berwartstein

Regionale Tourist-Infos:
Dahner Felsenland
Tourismusregion Hauenstein
Südwestpfalz

Tourismusgemeinden:
Dahn
Erfweiler
Hinterweidenthal
Bruchweiler


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Burgruine Altdahn

Altdahn

Dahn vom Ehrenfriedhof

Dahn vom Ehrenfriedhof

 

  

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