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Der
zentrale Pfälzerwald um Johanniskreuz gewinnt seine Anziehungkraft aus der
Stille und Ursprünglichkeit der von Buchen dominierten Mischwälder. Mehrere
Aussichtstürme gewähren eindrückliche Fernblicke über das Wäldermeer -
zwei davon werden wir besuchen. Die sehr lohnende Tour beginnt im charmanten, vom
Durchgangsverkehr verschonten Bergdörfchen Iggelbach und weist unterwegs keine
Einkehrgelegenheit auf - eine prima Gelegenheit also, den Rucksack liebevoll
mit kalten Köstlichkeiten zu füllen; Warmes gibt´s später.
Irgendwo im
Ortszentrum stellen wir das Auto ab, suchen die Taubensuhlstraße mit der Markierung
zum Wanderparkplatz Mitteleiche, schlendern an schmucken Sandsteinhäuschen
vorbei zum südwestlichen Ortsende und steigen dort gleich entschieden bergan.
Noch vor dem Waldrand erwartet uns ein sympathisches Intermezzo: Hochzeitspaare
der Jahre 2000 und 2001 haben hier jeweils ein Obstbäumchen gepflanzt - eine
Aktion zugunsten der Iggelbacher Streuobstwiesen.
Durch
den Wald kommen wir schnell zur Wegspinne Schuhnagelskopf, wo nicht
weniger als acht Wege zusammentreffen. Halbrechts
haltend finden wir den üblichen Weg zum Schindhübelturm, der über den
Wanderparkplatz Mitteleiche führt. Dieser ist erkennbar eine wenig attraktive
Grobschotter-Waldautobahn. Also die Markierung austricksen: Kurz auf dem markierten Weg
bleiben und bei erster Gelegenheit links ab (ein Schild weist zur
Fundstätte eines Feuerstein-Beils) - sofort haben wir auf einem Forstweg
weiches Geläuf unter den Füßen. Fast eben und immer geradeaus kommen wir so
bis zum wunderbar-einsamen Talschluss des links unter uns verlaufenden
Blattbachtals. Wir folgen noch einer Spitzkurve nach links und biegen dann in
den ersten scharf rechts abzweigenden Weg ein, der sich auf der Nordseite des
Blattberges durch satten Buchenwald zu einem wenig ausgeprägten Wegkreuz
hinaufwindet.
 Den
dort querenden Weg überschreiten wir und nehmen einen offensichtlich selten
begangenen, entschieden nach Westen ansteigenden Weg, der uns auf den Rücken
des Blattberges führt. In einem grasigen Wegabschnitt heißt es aufpassen, da
das nach links abzweigende Pfädchen zum nur noch hundert Meter entfernten Schindhübelturm
(571 m) leicht zu übersehen ist. Wegen Baufälligkeit war der erst 1975 errichtete Turm eine Zeit lang gesperrt; nach umfassender Sanierung ist er seit 2004 wieder zugänglich. 65 Stufen führen zur regensicher überdachten Aussichtsplattform, von der man den Pfälzerwald
in seiner waldigsten Form sieht. Schier unendliche Wälder und zahlreiche
Gipfel prägen die Aussicht; wir orientieren uns am Donnersberg-Massiv im
Norden und an der Kalmit im Osten (Bild oben).
Über
den breitesten Weg steigen wir kurz südwärts hinunter und wenden uns gleich
nach rechts, um zu einen Parkplätzchen mit
Schutzhütte an der Straße zwischen Iggelbach und Johanniskreuz zu gelangen.
Vor der Straße führt links leicht abwärts ein Weg, von dem wir kurz darauf
halbrechts abbiegen. Jetzt befinden wir uns auf einem durchgängig markierten Fußweg,
der immer parallel zur wenig befahrenen Höhenstraße in Richtung Eschkopf
verläuft. Unterwegs
passieren wir den Waldparkplatz Gambsbuche, genießen den herrlichen
Baumbestand des Höhenzuges, überqueren wenig später ein Sträßchen (es
führt zum massigen Turm der
Deutschen Flugsicherung, Höhenpunkt 585 auf der Karte) und erreichen dann eine
Straßengabelung, an der die Strecken aus Iggelbach, Johanniskreuz
und Annweiler aufeinander treffen.
 An
einem gut sichtbaren Holzhüttchen beginnt der kurze Aufstieg zum Eschkopf (608
m), dem höchsten Gipfel im zentralen Pfälzerwald. Das
Gipfelplateau weist herrliche Buchen, Eichen und Kiefern auf. Über
99 Stufen steigen wir auf den mehr als hundert Jahre alten Eschkopfturm
- und verfluchen eben diese Bäume, versperren sie uns doch teilweise die Sicht
auf das umliegende Wäldermeer.
Wieder
unten nehmen wir den beschilderten Taubensuhl-Weg und wandern auf einem sehr
schönen Pfad ostwärts hinunter zur ins Wellbachtal und weiter nach Annweiler
führenden Straße. Mit der gebotenen Vorsicht vor den hier häufig
vorbeidonnernden wildgewordenen Motorradfahrern überqueren wir die Straße und
erfahren durch ein Hinweisschild zu unserer Überraschung, dass wir gleich bis
zum Schwarzen Meer weiter laufen könnten: wir befinden uns auf dem
Europäischen Fernwanderweg 8 (Nordsee-Rhein-Main-Donau-Karpaten). Auf dem
folgenden Höhenweg lassen wir uns nicht nach links abdrängen und kommen so
zur Wegspinne An der Wurzel
(494 m) mit der Hubertushütte, einem einfachen, aber romantischen
Unterstand.
Hier
gehen wir scharf nach links und gleich wieder rechts. Auf einem fast ebenen
Forstweg müssen wir uns für zehn Minuten dem Grobschotter geschlagen geben,
verlassen diese Passage jedoch am ersten Wegkreuz (Höhenpunkt 488,1).
Nur wenige Meter nach links aufwärts steigend erreichen wir auf einem Sattel
eine große Wegspinne. Dort beginnt - geradeaus bergab - ein Traumpfad:
nur einmal kurz von einem sandigen Weg unterbrochen führt der markierte Pfad
abwechslungsreich und wild hinunter in den Talgrund zum Zusammenfluss von
Blattbach und Miedersbach. Dort steht die Lendle-Linde (293 m), welche an einen
Ehrenvorsitzenden des Pfälzerwald-Vereins erinnert.
 Wer
etwas auf seine Gelenke hält, lässt auch hier wieder Markierung Markierung
sein, nimmt also nicht den asphaltierten Weg talabwärts, sondern den Fussweg
auf der rechten Talseite. Begleitet vom Singsang des erkennbar in vergangenen
Zeiten für die Holztrift genutzten Baches kommen wir zur Geiswiese (269
m) einem ausgesprochen idyllischen Fleckchen Erde mit Jugendzeltplatz und
Mini-Badeweiher.
Hier
wechseln wir zur anderen Straßenseite, um den letzten Anstieg des Tages über
einen Sattel hinüber ins Iggelbachtal anzugehen. Oben stoßen wir auf einen
Forstweg, dem wir nach rechts bis zur
Hubertusbuche (377 m) folgen, die ihre besten Zeiten offensichtlich hinter sich
hat. Eine schöne Sitzgruppe lädt zur letzten Rast ein, bevor wir geradeaus
(nicht halblinks!) leicht absteigend weiterwandern. Nach wenigen Minuten zweigt
links ein leicht zu verfehlendes Pfädchen ins Schweinstal ab. Wieder
ist Bachgemurmel unser Begleiter - und das wird auch so bleiben, wenn wir
uns unten im Iggelbachtal nach links wenden und auf einem schattigen Weg
talaufwärts laufen. An einer Wegverzweigung ignorieren wir ein letztes Mal die
Markierung und kommen so auf der linken Talseite zurück nach Iggelbach.
Benachbarte
Wanderungen:
Rundwanderung
29 Über den Großen Almersberg (von der Hubertushütte in einer Stunde zum
Anschluss am Forsthaus Taubensuhl)
Rundwanderung
33 Von Eußerthal zum Taubensuhl (ebenso)
Rundwanderung 53 Vom Betzenberg nach
Johanniskreuz (vom Eschkopf eine Stunde nach Nordwest zum Anschluss in
Johanniskreuz)
Rundwanderung
57 Über Esthal zum Waldhaus Schwarzsohl (von Iggelbach in einer guten
halben Stunde zum Start in Elmstein)
Rundwanderung
59 Die Johanniskreuz-Südrunde (Anschluss am Schindhübelturm)
Rundweg 11 Von Johanniskreuz zur Burgalbquelle
(vom Eschkopf in einer Viertelstunde westwärts zum Weg)
Rundweg 18 Von der Hornesselwiese
zum Forsthaus Taubensuhl (von der Geiswiese eine Viertelstunde talabwärts zum
Ausgangspunkt)
Naturspaziergang 2 Stilles
Tal (ebenso)
Stippvisite Turm 1
Eschkopfturm
Stippvisite Turm 12
Schindhübelturm
©
www.wanderportal-pfalz.de
2005 - palzvisit Touristik-Service
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Ort:
Iggelbach (320
m, in Elmstein von der Strecke Johanniskreuz-
Neustadt nach Süden abzweigen)
Parken:
Ortsmitte
Länge:
22 km
Anstieg: 460
Höhenmeter
Schweiß:
Happig
Aussicht:
Klasse
Abgeschiedenheit:
Groß
Orientierung:
Meist einfach

Einkehr
am Wege:
Gaststätten
in Iggelbach
Turmbesteigungen:
Schindhübelturm, Eschkopfturm
Burgen
am Wege: Keine
In
der näheren Umgebung:
Neustadt
an der Weinstraße
(sehr schöne Innenstadt, Museen),
Freizeitgelände und Badeweiher Helmbachweiher,
Badeweiher Geiswiese am Ende des Helmbachtals,
Kuckucksbähnel,
Kurpfalz-Park
Wachenheim,
Johanniskreuz
(Ausflugsgaststätten, Motorradfahrertreff),
Haus der Nachhaltigkeit
in Johanniskreuz
Regionale
Tourist-Infos:
Region Lambrecht
Zentrum Pfälzerwald
Tourismusgemeinden:
Iggelbach
Elmstein
Johanniskreuz
Trippstadt
Lambrecht
Frankeneck
Esthal
Bilder
zum Vergrößern anklicken!

Hubertushütte
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